Das leise Sterben des Einzelhandels: Mindestens 120.000 Geschäfte machen dicht

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Marode Innenstädte in Deutschland - Folge des "neuen Konsumverhaltens"?(Foto:Imago/Rinke)

Während die deutsche Kanzlerin ihr Haupt in den Wolken globalen Transformationsvisionen hat, mit Steuergeldern auf Pump Europa und die ganze Welt retten will und in Billionendimensionen den klimaneutralen Wirtschaftsumbau plant, da bricht das Rückgrat dieser Hybris, der deutsche Mittelstand, leise. Vor allem der Einzelhandel steht am Abgrund: Die im Lockdown angesparten Rücklagen reichen bei weitem nicht, die Verluste der letzten acht Monate auch nur annähernd zu kompensieren.

Vor einem „düsteren Ende“ warnt der Chef des Handelsverbands HDE, Stefan Genth, im Interview mit der „Welt„: 120.000 Unternehmen – und zwar nicht etwa nur Filialisten, sondern vor allem auch die ohnehin seit Jahren von Konsolidierungsprozessen betroffenen inhabergeführten Geschäfte – werden „still und leise“ abtreten und als Corona-Opfer den zunehmenden Leerstand in den deutschen Innenstädten weiter vergrößern. Der Rest wird nur überleben können, wenn das Miet- und Pachtniveau weiter sinkt – und wenn vor allem die staatlichen Wirtschaftshilfen ausgeweitet werden.

Ganze Arbeit hat die Merkelregierung geleistet, um die Kaufkraft vom zwangsstillgelegten Einzelhandel zu den Online-Riesen, allen voran Amazon, umzulenken – die das gesamte Weihnachts- und Ostergeschäft abräumen durften und dabei – anders als deutsche Händler – keine Steuern hierzulande zahlen, sondern (wenn überhaupt) in ausländischen Steueroasen.

Gewohnt des Onlineshoppens verinnerlicht

Schlimmer noch: Die Gewohnheit, online einzukaufen, ist so vielen Deutschen inzwischen in Fleisch und Blut übergegangen, dass sie ihr den Vorzug vor dem klassischen Einkaufsbummel in der City geben – selbst wenn es nicht die weiter fortbestehenden Schikanen wie Einlassbegrenzungen/Höchstkundenzahlen, Maskenzwang und jederzeit drohende Schließungen bei erneutem Infektionsanstieg gäbe.

Die Freude der Kunden über kräftige Rabatte, schreibt die „Welt“, werde „vielerorts überlagert vom traurigen Eindruck blinder Schaufenster und verlassener Läden„. Viele Kaufleute haben bereits aufgegeben – oder beabsichtigen dies. Das Erbe der katastrophalen Corona-Politik – es wird sich in Deutschland besonders tief ins Bewusstsein eingraben und dort seine Spuren hinterlassen. DM)

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