Ein Witz auf Wanderschaft: Fordert Merkels Ostverhetzer jetzt Umerziehungslager?

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Wanderwitz mit Über-Mutti (Foto:Imago)

Ist Marco Wanderwitz unbemerkt bei seiner Mentorin Angela Merkel in Nachhilfe gegangen, und hat sich bei ihr Tipps & Tricks abgeholt, die sie noch aus der SED-Propagandaabteilung in petto hat? Nach dem vorgestrigen AfD-Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt legt der Ostbeauftragte der Bundesregierung nach – und fordert „mehr politische Bildung“ vor allem in den neuen Bundesländern.

Was der verlängerte Arm der Kanzlerin in den Osten mit seiner Wahlnachlese kaum maskiert zum Ausdruck bringt, lässt sich kaum missverstehen: Mit Blick auf den besonders hohen Anteil der jüngeren Wählerschichten, wo die AfD den meisten Zuspruch erhält, soll der Staat also Gehirnwäsche betreiben, um diese Generation für den Linksstaat zurückzuerobern. Soll die Jugend da, wo die AfD Volksparteicharakter erreicht hat, also ins Umerziehungslager – solange, bis sie den linksgrünen Einheitsbrei wählt, dem das bildungsbürgerliche Jungvolk im Westen bereits ergeben folgt? Es scheint so.

Ich hatte befürchtet, dass wir noch mehr werden tun müssen – auch bei Jüngeren. Auch für politische Bildung. Gewisse Dinge werden von Generation zu Generation weitergegeben„, sagte der CDU-Politiker laut „dts Nachrichtenagentur“ zum Abschneiden der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Da die AfD am Sonntag mehr Stimmen der 18- bis 44-jährigen Wähler bekommen hatte als alle anderen Parteien, müsse es darum gehen, „dass wir demokratische Grundhaltung brauchen und einfordern.

Spalter im Namen Ihrer Majestät

Welch eine unfassbare Arroganz und Perfidie: Ausgerechnet die Altparteien als Gralshüter der Demokratie, die in 15 Monaten Corona den deutschen Rechtsstaat an Haupt und Gliedern bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt haben –  und die Realopposition gegen diese finstere Entwicklung als Antidemokraten. Das ist 1989 im Endstadium. Schon vor der Wahl hatte sich Wanderwitz ganz ähnlich geäußert: Der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ hatte er gesagt, die Menschen in Ostdeutschland seien teilweise „in einer Form diktatursozialisiert“ und nicht in der Demokratie angekommen. Guter (Wander-)Witz – wo doch vor allem die nach der Wende geborenen Sachsen-Anhaltiner der AfD die Stimme gaben. Selbst für Merkel war Wanderwitz damit übers Ziel hinausgeschossen, die seine Äußerungen sogleich relativierte.

Wenn hier einer politische Nachhilfe braucht, dann ist es dieser CDU-Partei-Apparatschik, der seine ostdeutschen Landsleute verunglimpft und ihnen die Fähigkeit abspricht, selbst sehr wohl durchschauen zu können, in welche fatale Richtung sich dieser „ausgemerkelte“ Staat entwickelt – und wer gegen diesen Strom als einziger anschwimmt. 22 Prozent der Wähler eines Flächenlandes zu Nichtdemokraten zu erklären – das ist auch eine Form von Volksverhetzung. (DM)

 

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