Corona forever: Kein Ende mit Schrecken, sondern Schrecken ohne Ende

Die Zukunft ist keine rosige mehr (Foto: Von Zastolskiy Victor/Shutterstock)

Es kann für jeden klar denkenden Menschen kein Zweifel mehr sein: Die pandemische Lage ist endgültig vorbei – wenn sie überhaupt je existiert hat. Nicht einmal mehr 100.000 Positivgetestete sind landesweit erfasst – unter 0,12 Prozent der Gesamtbevölkerung – von denen die übergroße Mehrzahl symptomfrei ist (und der winzige erkrankte Rest nicht kranker ist als bei einer Grippe). Die Zahl der auch (!) an Corona erkrankten Intensivbetten ist auf knapp über 2.000 Intensivbetten gefallen. Doch die Bundesregierung und die Corona-Warner stricken weiter an der endlosen Pandemie: Öffnungen darf es nur auf Zeit und nur unter der Bedingung passender Inzidenzwerte geben. Es ist ein Regime für die Ewigkeit.

Eine konsequente, realistische und selbstkritische Politik müsste längst überfällige Schlüsse aus der Entwicklungen der Zahlen ziehen, die weltweit – und zwar unabhängig vom Durchimpfungsgrad und von den ergriffenen Maßnahmen – konstant absinken, allenfalls punktuell durch neue Mutationen abgeschwächt, aber dennoch signifikant. Sie müsste einräumen: das war nicht die große Gesundheitskrise und „Pandemie“, die man uns versprochen hat. Deutschland ist das beste Beispiel für die faktische Bedeutungslosigkeit der Impfungen beim Infektionsgeschehen: Gerade ein Drittel der Bevölkerung ist geimpft, und trotzten stürzen die Inzidenzen ab.

So, wie eine Pandemie irgendwann nach bestimmten, sachlich-fachlich nachvollziehbaren Kriterien ausgerufen wird, müsste nach denselben Kriterien von Beginn an auch feststehen, wann und unter welchen Voraussetzungen sie auch wieder beendet ist. Erst jetzt fällt uns auf, dass das bei Corona nie der Fall war. Niemand kannte die Ziellinie, ab der dieser krankhafte Zustand wieder aufgehoben wird. Wäre die Pandemie zu nachvollziehbaren, objektiven Maßstäben ausgerufen worden, dann unterläge ihr Ende auch keinen willkürlichen, aus dubiosen Motiven erfolgten politischen Einschätzungen (auf die wir mutmaßlich bis ans Ende aller Tage warten können), sondern dann müssten die Fakten für sich sprechen.

Gestern forderte der Philosoph Julian Nida-Rümelin klare Kriterien dafür, wann die Corona-Pandemie eigentlich vorbei sein soll: „Das Gefühl, wir würden unbegrenzt weiter in einer Not- und Sondersituation leben, sollten wir nicht beliebig prolongieren„, sagte er im Deutschlandfunk. Er sehe in der Bevölkerung ein sehr starkes Bedürfnis, „die alte Normalität möglichst weitgehend wieder zu gewinnen„. Deswegen sei es wichtig, dass man nach „klaren Kriterien“ die allgemeinen Maßnahmen beenden könne. Diese Kriterien seien nie klar öffentlich diskutiert worden. „Das fällt uns jetzt auf die Füße am Ende der Pandemie„, so Nida-Rümelin.

Wann zurück zur Normalität? Nie!

Er selbst nannte dafür den Zeitpunkt, wenn die Risiken durch die Pandemie unter das Niveau „allgemeiner Lebensrisiken“ gefallen seien, als Voraussetzung; dazu zählten zum Beispiel Krankheiten wie die Grippe oder Gefahren im Straßenverkehr. „Wir akzeptieren bestimmte Lebensrisiken. Wir ergreifen keine allgemeinen Maßnahmen, die alle betreffen“, so der Philosoph. Ein kluger Gedanke; doch er scheint reichlich naiv – setzt er doch zweierlei voraus: Zum einen die Annahme, es handele sich bei Corona tatsächlich um eine Gesundheitskrise. Zum anderen das identische, gemeinschaftliche Interesse von Regierenden und Regierten, diese Krise schnellstmöglich zu überwinden. Beides trifft nicht zu – und wer das nicht erkennen will, ist ein Illusionär.

Die zu jedem Zeitpunkt bessere, plausiblere Erklärung für das, was uns seit knapp anderthalb Jahren widerfährt, ist die: Hier wurde ein Manöver durchexerziert, das nicht unbedingt geplant gewesen sein muss (hierzu wären die verantwortlichen politischen Eliten gar nicht fähig), sondern dass man ein Virus als dankbaren Aufhänger nahm, um eine Epochenwende herbeizuführen. Dies gelang, indem man eine schon immer dagewesene, charakteristischen Schwankungen in Dauer und Intensität unterworfene und jedes Jahr überwiegend von anderen dominanten Virentypen bestimmte saisonale Grippe zur „Pandemie“ gemacht hat – unter Fokussierung auf einen bestimmten Virus – Sars-CoV2 – und eine selektive Testmanie auf diesen. Und die unvermeidlichen Variationen dieser „Grippe“ und ihre dynamische Veränderungen zum Vorjahr werden uns jetzt eben als „Mutationen“ verkauft.

Auch wer dies nicht wahrhaben will oder anders sieht (indem er die noch nie zuvor einem einzelnen Erreger gewidmete planetare Aufmerksamkeitsverdichtung tatsächlich als nicht ursächlich für den Pandemie-Hype erkennt und daran glaubt, „Corona“ sei die große Menschheitsgeißel, als die sie uns seit 15 Monaten vorgeführt wird), der müsste mittlerweile doch begriffen haben: Nach den eigenen Definitionen und Bedingungen, zu denen sie als solche ausgerufenen wurde, müsste diese Pandemie jedenfalls längst für beendet erklärt werden. Das jedoch hat bis heute weder die für das Desaster ursächlich verantwortliche WHO getan, noch – in ihrem Gefolge – die Bundesregierung, die sich sogar über den 30. Juni hinaus weigert, die „epidemische Lage nationaler Tragweite“ zu beenden – und damit ein in der jüngeren Geschichte beispielloses Hygiene- und Gesundheitsregiment, das demokratische Spielregeln, Grundrechte und verfassungsmäßig garantierte Freiheit mit Füßen tritt. Eigentlich bräuchte die Bundesregierung nicht einmal diese Notlage für beendet erklären; es würde ehrlicherweise ausreichen, das das Ende der Grippesaison zu verkünden.

Alter Grippe-Wein in neuen Pandemie-Schläuchen

Das starre Festhalten, obwohl die Zahlenentwicklung unter allen Schwellen liegt, zu denen uns „Normalität“ versprochen wurde, ist auch für die loyalsten Panikhörigen der endgültige Beweis, dass es hier NIE um die Gesundheit geht und ging – sondern um sinistre Hintergrundinteressen, die so vielfältig sind wie die Zahl der Fehlentwicklungen in dieser Pandemie, denn Corona war nie eine Pandemie real Erkrankter, sondern verängstigter Gesunder.

Da sind die Profiteure, die sich in dieser Krise die Taschen vollmachen oder die mit Corona begründeten diversen Umverteilungen keinesfalls unterbrechen wollen – ob diese nun in Form von staatlichen Hilfszahlungen oder einer faktischen europäischen Schuldenunion zu Deutschlands Lasten bestehen: Impfhersteller. Fördergeld- und Schnelltestabzocker. Kliniken mit ihren Bettenpauschalen. Labore, Apotheken und Ärzte. Lobbyisten und Berater. Und natürlich – vor allen anderen – die Pharmaindustrie und ihre strippenziehenden schein-philanthropischen Geldgeber, die (massiver als jede Rüstungsindustrie in Kriegszeiten) an einer Pandemie verdienen, in der das Impfen zur neuen Menschenpflicht etabliert wurde.

Da sind Regierungen, die genau wissen, welche überhaupt noch nicht realisierte Kollateralschäden sie seit einem Jahr mit zwei Lockdowns und zerstörerischen Maßnahmen angerichtet haben und deshalb die Flucht nach vorne fortsetzen, indem sie die Ausnahmesituation wieder und wieder verlängern, um den großen Kassensturz, die Endbilanz hinauszuschieben – am besten bis zum St. Nimmerleinstag -, wohl wissend, dass es ihnen anschließend an den Kragen gehen wird. Denn die Stunde der Wahrheit wird kommen, und davor bangt ihnen.

Da sind die Machtopportunisten, die sich an die bequeme Form des Durchregierens gewöhnt haben, an die faktisch Aushöhlung der Parlamentsmacht, an das Primat der Exekutive, an das enthemmte Herausschleudern von Geld ohne jede Schuldenbremse der „schwarzen Null“, da diesbezüglich sowieso alle Schranken eingerissen sind und Hyperinflation die unvermeidliche Folge der Zeche sein wird; darunter übrigens auch viele Angehörige eines öffentlichen Dienstes, die sich in der Pandemie, bei krisensicheren Gehältern, einen schlanken Fuß machen.

Gewichtige Interessen zur Dauerverlängerung der Krise

Und da sind die Ideologien und großen Umformer, die in der Pandemie das ultimative Ticket für politische Umwälzungen entdeckt haben, eine Blaupause für Revolutionen von oben, die fortan auch ohne demokratische Sicherungsmechanismen ablaufen können, wenn nur ein hinreichend akuter Handlungsbedarf besteht; das Prinzip des permanenten Ausnahmezustands lässt sich nicht nur auf Viren, sondern auch aufs Klima und andere Drohkulissen übertragen.

Diese alle sorgen dafür, dass uns Corona, „die Pandemie“, erhalten bleibt. Und wer fragt, was denn die Politik davon hätte, alles immer weiter unnötig zu verlängern, wenn es dafür nicht konkrete medizinische Gründe gäbe: der findet genau in diesen überlappenden Interessen die Antwort. Es sind keine Verschwörungsgedanken, sondern realistische Schlussfolgerungen, zu denen ein Minimum an Lebenserfahrung, Geschichtswissen und Kenntnis der menschlichen Natur befähigen sollte.

Und so wird dann auch begreiflich, warum Deutschland nicht etwa sofort aus der WHO austritt (was angesichts deren fragwürdiger Motive bei der Ausrufung dieser „Pandemie“ als solcher eigentlich akut und unverzichtbar wäre) – sondern sich dort immer stärker engagiert und alles daransetzt, seine Gesundheitspolitik – wie viele andere hoheitliche staatlichen Aufgabenbereiche – zunehmend zu auf supranationale, demokratisch nicht länger legitimierte Entscheidungsebenen zu delegieren, wo dann im globalen Maßstäben Freiheitseinschränkungen dekretiert werden. Wir haben es hier mit einem Putsch zu tun, und dieser läuft in Zeitlupe immer weiter. (DM)