Böser Verdacht: Dienen die Massen-Schnelltests der Verhaltenskontrolle der Bürger?

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Totalüberwachung (Symbolbild: Shutterstock/Gorodenkoff)

Jetzt, mit abstürzenden Inzidenzen und fast flächendeckenden Öffnungen, nehmen auch die Schnelltests wieder überhand – und weil nach wie vor nur ein Drittel der Deutschen die Impfung hat, werden sie absehbar mindestens über den ganzen Sommer hinweg den Hauptnachweis der infektiologischen „Unbedenklichkeit“ all jener bilden, die irgendwo Einlass begehren. Möglicherweise irgendwann sogar auch für Ungeimpfte wieder, wenn sich deren „Immunität“ als Hirngespinst herausstellen sollte. Verfolgt die Regierung mit diesen Massentestungen noch einen weiteren Plan – die der Bewegungs- und Verhaltensüberwachung der Deutschen?

Denn aus durchgeführten Schnelltests und deren anschließender Präsentation an kontrollpflichtigen Einlasspunkten – stets unter zusätzlicher Kontaktdatenerfassung – lassen sich theoretisch umfangreiche Profile des Freizeit- und Konsumverhaltens erstellen. Was mit Smartphones jederzeit möglich ist, wird somit durch eine analoge Komponente bei all denen ergänzt, die weder die Corona-App noch Ortungsdienste auf ihren Mobiles installiert haben (oder aus grundsätzlichen bzw. Altersgründen überhaupt kein Smartphone besitzen).

Wann immer sich also interessierte Behörden – von Verfassungsschutz bis Bundeskriminalamt, selbstredend aber auch Sozialämter und Arbeitsagenturen – die Mühe machen würden und die Schnelltests mit den anschließenden Kontakterfassungsdaten abgleichen, erhalten sie genaueste Auskünfte, wer wann, wo, mit wem eingekehrt ist, eingekauft hat, Dienstleistungen in Anspruch genommen oder womöglich kostspielige Freizeitaktivitäten verfolgt hat.

Gläserne Bürger des Corona-Staates

Ein Hartz-IV-Empfänger, der etwa in einer Spielothek Station macht, oder ein angeblich mittelloser unterhaltspflichtiger Vater, der teuer essen geht, könnten damit genauso in Bedrängnis kommen wie politisch „verdächtige“ Personen, deren Aktivitäten praktisch für den Staatsschutz gläsern gemacht werden, oder „klimaschädliches“ Konsumverhalten.

So gesehen ist die Schnelltest-Manie in Kombination mit der bereits vom Vorjahr „bewährten“ Kontakterfassung samt Uhrzeitangaben ein weiterer Schlüsselbeitrag zu „Big Data“. Es ist nicht abwegig, auch in diesen durch die Massentestungen implizierten Möglichkeiten ein weiteres Motiv des Corona-Staates zu erkennen, seine eigene Bürger lückenlos zu überwachen und ihr Verhalten weiter zu konditionieren. (DM)

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