Bei Impfpass-Fälschung schlägt der Staat Alarm, aber Passfälschung bei Migranten weiterhin kein Problem

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Foto: Impfpass (über dts Nachrichtenagentur)

Können die Deutschen hier von den trotz Corona zahlreich ins Land strömenden Migranten noch etwas lernen? Die „Fachkräfte für Passfreiheit“, die entweder ganz ohne Pass oder mit gefälschten Dokumenten einreisen, sitzen vielfach „an der Quelle“ und könnten bald auch beim Thema Impfpass nützliche Tips bereithalten. Denn in der Bundesrepublik droht ein Fälschungschaos durch gefakte Impfachweise – umso mehr, als Deutschland bei der Einführung eines elektronischen Dokuments hoffnungslos hinterherhinkt.

Interessanter wird die Politik bei diesem zunehmenden Problem hellhörig; die Vorstellung, dass sich Deutsche im eigenen Land frei bewegen, einkaufen, Veranstaltungen besuche oder Dienstleistungen in Anspruch nehmen, ohne sich hierfür jederzeit als „immunisiert“ auszuweisen, scheint für Sicherheitspolitiker und Hygiene-Besessene unter den Regierenden weitaus bedrohlicher zu sein als die seit Jahren billigend in Kauf genommene Tatsache, dass Migranten und Asylbewerber entweder ganz „sans papiers“ oder mit gefälschten Registrierungs- und Reisedokumenten in und nach Deutschland unterwegs sind.

Da wird dann sogar Södolf Söders bayerischer Innenminister Joachim Herrmann ganz wepsig – und dringt auf die rasche Einführung eines elektronischen Nachweises: „Wer einen gefälschten Impfausweis vorlegt, muss mit einer empfindlichen Strafe rechnen„, so gestern der CSU-Politiker zu den Zeitungen der Funke-Mediengruppe laut „dts Nachrichtenagentur“. Denn diese sei „kein Bagatelldelikt, sondern Urkundenfälschung„. Sieh an, plötzlich! Und so ganz anders natürlich als im Fall illegaler Pässe und Ausweise bei hergeholten oder einwandernden Mittelmeer- oder Balkanflüchtlingen in den vergangenen sechs Jahren.

Es sei jedenfalls „höchste Zeit„, dass baldmöglichst ein elektronischer Impfausweis zur Verfügung stehe, der „fälschungssicher“ sei, so Herrmann, der hofft, dass dieser auf Bundes- oder EU-Ebene „sehr schnell realisiert“ wird. Es kann sich wohl nur noch um Monate handeln. (DM)

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