Großbritannien: 5 Millionen verschobene Behandlungen – wahrscheinlich tausende Herz- und Schlaganfalltote

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Foto: Von Gorodenkoff/Shutterstock
Foto: Von Gorodenkoff/Shutterstock

Fast 5 Millionen Briten warten – Covid sei dank – auf ihre dringend notwendige medizinische Behandlung. Für viele kann dieses Spiel auf Zeit tödlich enden.

4,95 Millionen Briten warteten im März darauf, behandelt zu werden, so die MailOnline. Es ist die höchste Zahl, die jemals verzeichnet wurde. Obwohl die zweite Covid-Welle mutmaßlich durch die massive Impfung in Großbritannien fast vollständig unterdrückt wurde, kämpft das britische Gesundheitssystem NHS immer noch gegen die Corona-Auswirkungen an.

Mehr als 436.000 von ihnen standen im März seit einem Jahr auf der Warteliste für einen Krankenhausaufenthalt. Im März 2020, zu Beginn der der ausgerufenen Corona-Pandemie lag ihre Zahl bei „nur“ 3000.

Die NHS-Zahlen beziehen sich auf Patienten, die auf Routineoperationen wie Hüft-, Knie- und Gefäßoperationen sowie Cochlea-Implantate warten. Diese nicht lebensnotwendigen Operationen wurden während der Krise immer wieder auf die lange Bank geschoben, um sich mit voller Aufmerksamkeit den Civid-Patienten widmen zu können.

Premierminister Boris Johnson sprach angesichts des Zustandes von einer „massiven nationalen Herausforderung“, doch der Rückstand könne bewältigt werden, da das Gesundheitssystem nie von „Covid überwältigt“ werde. „Ich möchte Menschen sagen, die derzeit unter den Bedingungen leiden, die Aufmerksamkeit erfordern, sei es Krebs oder Schlaganfall oder was auch immer, sie sollten sich melden, um die medizinische Versorgung zu erhalten, die sie benötigen“, forderte Johnson die Kranken auf.

Für viele ist es ein Wettlauf mit der Zeit: Für 45.000 Krebspatienten verschob sich der Behandlungsbeginn. Michelle Mitchell, Geschäftsführerin von Cancer Research UK, warnt bereits vor einer „Krebskrise“. Für diejenigen, die an Herzerkrankungen leiden, hat der NHS seit Beginn der Pandemie 10.000 Operationen weniger pro Monat durchgeführt. In den ersten 13 Monaten der Pandemie wurden insgesamt 378.000 Herzoperationen statt der erwarteten 508.000 durchgeführt.

„Je länger Menschen auf routinemäßige Herzpflege und -behandlung warten, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich schlechter fühlen oder sogar sterben“, so die stellvertretende medizinische Direktorin der British Heart Foundation, Dr. Sonya Babu-Narayan.

„Erhebliche Verzögerungen bei der Herz-Kreislauf-Versorgung haben wahrscheinlich bereits zu Tausenden von zusätzlichen Herzerkrankungen und Schlaganfalltoten während der Pandemie beigetragen“, schlussfolgert sie.

Nach den geltenden Covid-Regeln dürfen Krankenhäuser nur zu etwa 60 Prozent ausgelastet sein. Schon fordern Verantwortliche, dort die Regeln zur sozialen Distanzierung zu lockern, damit Ärzte den „Krankenstau“ schneller abarbeiten können.

Helfen sollen auch neue digitale Möglichkeiten, um Patientenkontakt zu vermeiden. Fast 200 Millionen Euro sollen in Virtuelle Krankenstationen, 3D-Augenscanner und Antibiotika-Kits für zu Hause investiert werden, um sich die Kranken in Zukunft „vom Leib zu halten“. In Pilotprojekten versucht man, Patienten aus den Krankenhäusern umzuleiten. Dazu gehören eine Augenklinik in Devon, die täglich hunderte grauer Star-Op´s durchführen kann, chirurgische Zentren in London und mobile Krebsvorsorge. (MS)

 

 

 

 

 

 

 

He suggested six-bed bays in hospitals that contained only three patients could be extended to four or five, for example.

NHS England figures also showed A&E emergency attendances in April were more than double the levels the previous month, after 1.87million were registered.

But this was likely a reflection of lower-than-usual numbers the same time the previous year because it was during the first lockdown.

NHS England said the health service had seen almost a quarter of a million people with suspected cancer in March as services ‚began to bounce back‘ after the peak of the winter Covid wave.

Dame Cally Palmer, NHS cancer director, said: ‚From Covid-friendly cancer drugs to fast tracking specialist radiotherapy for patients, NHS staff have gone to great lengths to ensure cancer treatment could continue safely throughout the pandemic.

‚It is welcome news that more people than ever before came forward for potentially life-saving checks in March, with the vast majority being seen very quickly.‘

Last night it was revealed the NHS is ploughing £160million into a series of trials to reduce waiting lists caused by the pandemic.

With cases now at their lowest levels since last summer, health officials hope to start making inroads into the millions of people needing routine surgery and care.

NHS England has earmarked between £10-20 million each to 15 pilot schemes across the country.

Er schlug vor, Sechs-Bett-Buchten in Krankenhäusern mit nur drei Patienten beispielsweise auf vier oder fünf zu erweitern.

Die Zahlen von NHS England zeigten auch, dass die Anzahl der A & E-Notfälle im April mehr als doppelt so hoch war wie im Vormonat, nachdem 1,87 Millionen registriert wurden.

Dies war jedoch wahrscheinlich ein Spiegelbild niedrigerer als üblicher Zahlen zur gleichen Zeit des Vorjahres, da dies während der ersten Sperrung der Fall war.

NHS England sagte, das Gesundheitswesen habe im März fast eine Viertelmillion Menschen mit Verdacht auf Krebs gesehen, als die Dienste nach dem Höhepunkt der Winterwelle in Covid „wieder auf die Beine kamen“.

Dame Cally Palmer, NHS-Krebsdirektorin, sagte: „Von Covid-freundlichen Krebsmedikamenten bis hin zur schnellen Strahlentherapie für Patienten haben die NHS-Mitarbeiter große Anstrengungen unternommen, um sicherzustellen, dass die Krebsbehandlung während der gesamten Pandemie sicher fortgesetzt werden kann.

„Es ist eine erfreuliche Nachricht, dass sich im März mehr Menschen als je zuvor zu potenziell lebensrettenden Kontrollen gemeldet haben, wobei die überwiegende Mehrheit sehr schnell gesehen wird.“

 

NHS England hat zwischen 15 und 20 Mio. GBP für 15 Pilotprojekte im ganzen Land bereitgestellt.

These include a cataract clinic designed to perform hundreds of procedures a day in Devon, surgical hubs in London and mobile cancer screening units in Nottingham.

Over the next three months, tens of thousands of patients across the country will be asked to trial the new facilities such as one-stop testing facilities and pop-up clinics.

Virtual wards and home assessments, 3D eye scanners, at-home antibiotic kits, ‚pre-hab‘ for patients about to undergo surgery, AI in GP surgeries and ‚Super Saturday‘ clinics, where multi-disciplinary teams come together at the weekend to offer more specialist appointments, will also be trialled.

Officials hope these ’new ways of doing things‘ will increase the numbers of tests and treatments as they did before the pandemic, while helping to develop a blueprint to implement on a nationwide scale.

Dazu gehören eine Kataraktklinik, die täglich Hunderte von Eingriffen in Devon durchführen soll, chirurgische Zentren in London und mobile Krebsvorsorgeeinheiten in Nottingham.

In den nächsten drei Monaten werden Zehntausende von Patienten im ganzen Land gebeten, die neuen Einrichtungen wie One-Stop-Testeinrichtungen und Pop-up-Kliniken zu testen.

Virtuelle Stationen und Hausuntersuchungen, 3D-Augenscanner, Antibiotika-Kits für zu Hause, „Pre-Hab“ für Patienten, die sich einer Operation unterziehen, KI in Hausarztpraxen und „Super Saturday“ -Kliniken, in denen sich am Wochenende multidisziplinäre Teams zusammenfinden bieten mehr fachmännische Termine an, werden ebenfalls erprobt.

Die Beamten hoffen, dass diese „neuen Methoden“ die Anzahl der Tests und Behandlungen wie vor der Pandemie erhöhen und gleichzeitig dazu beitragen werden, einen Entwurf für die landesweite Umsetzung zu entwickeln.

 

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