Maskenpflicht im Freien: Kaum wieder geöffnet, foltern Deutschlands Touristenhochburgen ihre Urlauber

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Maskentragen im Freien - um die Bäume zu schützen? (Foto:Imago/AAP)
Maskentragen im Freien – um die Bäume zu schützen? (Foto:Imago/AAP)

So sieht also die Dankbarkeit für jahrzehntelange Treue gegenüber Touristen und Stammurlaubern in Deutschlands beliebtesten Reisezielen aus: Trotz niedriger Inzidenzwerte von teilweise unter 50 (die ja überhaupt erst die ersten Hotelöffnungen möglich machen) schreiben viele Urlaubsorte den Reisenden und Hotelgästen, die an der frischen Luft den Frühsommer genießen wollen, die Maske im Freien vor – und versauen ihnen die Erholung.

Ohne jeden wissenschaftlichen und medizinischen Sinn kerngesunde Menschen an der frischen Ostsee- oder Nordseelust unter die OP- oder besser gleich FFP2-Maske zu zwingen und sie so gerade an Luftkurorten beim Einatmen der heilsamen Brise maximal zu behindern: Das ist nicht nur in St. Peter Ording oder Travemünde, sondern an vielen Orten Schleswig-Holsteins notwendig. Doch auch im Süden sieht es nicht anders aus: Auch in Bayern, im Staate Södolf, gilt an vielen Orten und „belebten Plätzen“ die Maskenpflicht. Ein Spaß für Masochisten.

Behörden und Politik sorgen damit zuverlässig dafür, dass nach über einem Jahr Pandemie und acht Monaten weitgehend anhaltendem Lockdown mitsamt immer belastenderem Corona-Stress die erste Freude über leichte Erholung und Entspannung auch gleich wieder getrübt wird. Ob Flanieren auf der Hafenpromenade oder Wandern vor Bergpanorama – die Maske sorgt für eine Dauerbeklemmung wie in einem Science-Fiction- oder düsteren Katastrophenszenario und ruft auch dem Letzten in Erinnerung: So wie früher soll, ja darf es nie mehr werden. Eine gespenstische Atmosphäre legt sich auf diese Weise über alles, und mit mit unsichtbarer Hand schreibt der „Big Brother“ namens Coronastaat an jede Wand: Seid dankbar, und freut euch nicht zu früh! Wir können euch das alles jederzeit wieder wegnehmen!

Ferien für Masochisten

Allerdings ist der lausige und sadistische Umgang mit – wohlgemerkt kerngesunden, da zwingen geimpften, genesenen und/oder negativ getesteten – Urlaubern (die also selbst dann niemanden anstecken könnten, wenn es im Freien irgendein Ansteckungsrisiko gäbe und der Verzicht auf die Masken dieses in irgendeiner Weise tatsächlich verstärken würde), keine deutsche Erfindung. Auch im ehemaligen „17. Bundesland“ Mallorca gilt Ähnliches – dort sogar eine Knallhart-Maskenpflicht am Strand.

Dass, wie „Bild“ zu bedenken gibt, sogar das Robert-Koch-Institut als oberste deutsche Seuchenbehörde ausdrückliche Entwarnung gibt, indem es die Ansteckungsgefahr im Freien – bei der ohnehin vorgeschrieben Wahrung des Mindestabstandes  – als extrem niedrig bezeichnet und von einer generell sehr geringen Übertragungswahrscheinlichkeit im Außenbereich aufgrund der Luftbewegungen spricht, ficht die Behörden nicht an. Wie auch die Landesregierungen halten sie sich lieber an passende Mindermeinungen von Experten, die schon von Amts wegen den passenden Tunnelblick haben – denn in dieser Pandemie sind bekanntlich stets die Ratgeber bei den Regierenden wohlgelitten, die sich für maximal übergriffige Maßnahmen und Freiheitseinschränkungen aussprechen. (DM)

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