Liebesgrüße aus Bellevue: Steinmeier wünscht frohes Zuckerfest

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Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident – Foto: Screenshot Youtube

Der Ramadan geht zuende, der deutsche Bundespräsident geht in die Knie: Servil antichambriert Frank-Walter Steinmeier bei Deutschlands Muslimen anlässlich des morgigen Ende des Fastenbrechens  – mit einer Nachricht, die an Realsatire grenzt: Voll pathetischem Mitgefühl schreibt Steinmeier, es sei „bitter, dass dieses Miteinander zum Ende des Ramadan nun das zweite Jahr in Folge nur unter den Einschränkungen möglich ist, die uns die Pandemie auferlegt.“ Selten so gelacht: An diese Einschränkungen haben sich nämlich vor allem viele Muslime am allerwenigsten gehalten.

An der Erkenntnis, dass vor allem die muslimisch geprägten Gegen- und Parallelgesellschaften im Land den größten Anteil am Infektionsgeschehen, an steigenden Inzidenzen und vor allem an den hospitalisierten Fällen und Intensivbelegungen hatten, kann inzwischen nicht mehr gerüttelt werden. Nachdem monatelang entsprechende Mutmaßungen und auch Berichte als Verschwörungstheorien, rassistische Hetze und haltlose Behauptungen kleingeredet wurden, kam auch die Politik an den Tatsachen nicht länger vorbei – und erfand ein neues Narrativ, um ihre Schützlinge aus der Verantwortung zu nehmen: Angebliche „sprachliche Blockaden“ und „fehlende Aufklärung“ über die Maßnahmen. So sollte der systematische, verbreitete Regelbruch als eine Art Verbotsirrtum exkulpiert werden.

Dass sich vor allem jüngere Muslime (man denke an die „Event- und Partyszene“, an Clanmilieus und ihre Hochzeiten bzw. Trauerfeiern während der Pandemie oder an No-Go-Areas in deutschen Großstädten mit eigenen Gesetzen) in Wahrheit weder in der Pandemie noch zuvor um den deutschen Rechtsstaat und seine Repräsentanten groß scherten, passt natürlich nicht zur multikultitriefenden islamophilen Toleranzbesoffenheit. Innerhalb des begrenzten Horizonts der blauäuigen Narren in Politik und „Zivilgesellschaft“, deren Scheuklappen nur hoffnungslos verklärte Zerrbilder durchlassen, kann so etwas natürlich niemals sein.

Staatstragende Unterwürfigkeit

Deshalb schwurbelt sich Steinmeier umso unterwürfiger einen ab: Er hoffe, dass „die gemeinsam durchlittene Zeit der Pandemie“ die Religionsgemeinschaften und auch die vielen Menschen, die sich keiner Religion zugehörig fühlen, in Deutschland „einander näherbringe„. Er danke den Muslimen, „dass Sie die Enttäuschung und den Verzicht auf ein großes Miteinander in dieser langen Pandemiezeit tragen.“ Ein Hohn in doppelter Hinsicht: Von diesem Verzicht war gerade in den mohammedanischen Hochburgen der Republik in den letzten vier Wochen allabendlich am wenigsten zu bemerken; vor allem viele muslimischen Familien trafen sich wie eh und je zum allabendlichen Fastenbrechen rechtzeitig vor Beginn der Ausgangssperre, hinter fest verschlossenen Fenster, um keine Aufmerksamkeit zu erregen (und so dem Virus besonders gründliche Zirkulation zu ermöglichen), und gingen erst frühmorgens wieder auseinander.

Tatsächlicher „Verzicht auf ein großes Miteinander“ betraf vor allem die indigene nichtmuslimische deutsche Ursprungsbevölkerung – doch um deren Befinden kümmerten sich die deutsche Politik von Steinmeier und Merkel am allerwenigsten, nicht erst seit diesem achtmonatigen Lockdown. Man kümmert sich um die Bevölkerung von morgen, nicht die von gestern. (DM)

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