Jordan Peterson: „Warum wollt ihr ‚junge weiße Männer‘ ausgrenzen?“

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Jordan Peterson bei Ben Shapiro: "Was zum Teufel ist hier eigentlich los?"

Der Psychologe und Bestsellerautor Jordan Peterson ist nach einem Jahr in Behandlung wegen Depression und Medikamentensucht wieder da: Im Mai erscheint sein Buch „Beyond Order – Jenseits der Ordnung“. Am Sonntag sprach Peterson mit dem konservativen Moderator Ben Shapiro.

Der Kanadier Jordan Peterson wurde berühmt, als er sich 2017 gegen das kanadische Gesetz  zu „Gendersprech“ aussprach und darüber fast seinen Job an der Universität von Toronto verlor. Legendär auch sein Rededuell mit der Channel 4 Moderatorin Cathy Newman in UK über Feminismus und den „Gender Pay Gap“.

Die Mainstream-Medien schossen sich mit aller Gehässigkeit auf Peterson ein und versuchten mit hetzerischen Charakterattacken ihn als „rechtsextrem“ darzustellen und im Grunde medial und persönlich zu vernichten – was letztlich in Verbindung mit der (überstandenen) Krebserkrankung seiner Frau 2020 zu Depressionen, Valium-Sucht und einem fast einjährigen Klinikaufenthalt führte. Seit Jahresbeginn 2021 ist Peterson wieder aktiv. Mit 3,6 Millionen Abonnenten und 226 Millionen Aufrufen auf YouTube ist Peterson einer der weltführenden Stimmen der konservativen Bewegung.

Am 10.5. erscheint Petersons Buch  „Beyond Order – Jenseits der Ordnung„, Nachfolger des Weltbestsellers „12 Rules for Life„, auf Deutsch. Am Sonntag sprach er mit dem konservativen Moderator Ben Shapiro über die Vernichtungsversuche aus den Mainstream-Medien, nachdem Marvel Comics ihn dieses Jahr sogar als Erzbösewicht „Red Mask“ im Comic »Captain America« persiflierte – geschrieben ausgerechnet vom Rassentheoretiker Ibram X. Kendi.

Sehen Sie hier das ganze Interview von Ben Shapiro mit Jordan Peterson (Englisch):

Peterson sprach über die mediale Charakterisierung seines »typischen Fans« als »abgehängter, einsamer weißer Mann«: Eine Weile lang habe er sich gegen dieses Klischee gewehrt, so Peterson: Sein Publikum sei zwar ca. 70% männlich, habe Peterson früher argumentiert, doch das YouTube-Publikum sei allgemein eher männlich, und eine einseitige rassische Komponente sei in seiner Zuhörerschaft zumindest bei seinen Live-Auftritten nicht erkennbar.

Doch nun sei ihm bewusst geworden, dass dies die falsche Antwort sei, so Peterson: „Warum stört es diese Leute denn so sehr, dass es eine Gruppe  junger Männer gibt – die sie selber als ‚abgehängt‘, wütend und ausgeschlossen bezeichnen – denen ich helfen kann? Was genau ist daran verkehrt? Was sollen wir denn sonst mit diesen Menschen machen, wenn ihr die Wahl hättet? Soll man sie einfach ignorieren? Soll sich niemand um sie kümmern? Wollt ihr das wirklich?“

Die Frage sei jedoch rein rhetorisch, so Peterson: „Das ist genau, was diese Leute wollen!“ Unter Gutmenschen und Genderideologen herrsche von Vornherein die Annahme, dass es irgendwie verwerflich sei, „jungen weißen Männern“ helfen zu wollen – verwerflich genug, um in einem Marvel-Comic als Superbösewicht dargestellt zu werden.

„Was zum Teufel ist hier los?“ müsse man sich fragen, so Peterson. „Wollt ihr bezweifeln, dass ich diesen jungen Leuten helfe? Seht euch doch nur die Kommentare unter meinen Videos an!“

Peterson habe ausgiebig darüber nachgedacht, warum gerade junge Männer positiv auf seine Vorträge regieren, „sogar die Bibelvorträge, was ich höchst erstaunlich fand, denn was haben junge Männer heute mit der Bibel am Hut, wenn sie alles andere machen könnten? Warum sind sie bereit, für so etwas Geld zu zahlen? Was erwarten sie sich davon?“

Wenn man davon ausgehe, dass die Gesellschaft ein bösartiges männliches Patriarchat ist, so Peterson, liegt es nahe, jeden Ansatz des Strebens nach Selbstverbesserung unter jungen Männern als »Ausdruck des Strebens nach Dominanz und Tyrannei« zu behandeln, so wie die postmodernen Philosophen Michel Foucault und Jacques Derrida es deuten würden. „Wenn solche Leute also junge Männer sehen, die sich selbst verbessern wollen, deuten sie dies sofort als Ausdruck eines Strebens nach tyrannischer Macht.“

Wenn die Gesellschaft als bösartiges patriarchales Konstrukt gedeutet wird, muss jeder Ansatz eines Beitrags junger Männer zu dieser Gesellschaft unterdrückt und im Keim erstickt werden, so Peterson – „und, auf viel subtilere Weise, bei jeder möglichen Gelegenheit kritisiert und schlechtgemacht werden. Das ist heute unsere Kultur geworden!“

»Beyond Order – Jenseits der Ordnung« von Jordan Peterson erscheint auf Deutsch am 10.5.2021 im FBV Verlag.

 

Sein ehemaliger Verlag Bertelsmann hat nach Protesten von Mitarbeitern gegen den politisch unbequemen Autoren auf eine Veröffentlichung des neuen Bestsellers verzichtet. Das größte Verlagshaus der Welt Bertelsmann hat bereits kritische Autoren wie Thilo Sarrazin und Akif Pirincci aus dem Programm genommen.

 

Zuerst erschienen auf Freie Welt.

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