„Tatort“ Deutschland: Linker Boykottaufruf gegen Liefers geht in die Hose, Helge Lindh jammert

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Die „Abstimmung mit den Füßen“ bzw. über die TV-Einschaltquote ist seit langem ein bewährtes Mittel des stummen Protests in Ländern und Systemen, in denen sich die Medienlandschaft völlig vom Denken und Fühlen der Menschen entfremdet hat – sei es auf staatlichen Zensurdruck hin oder, wie in Deutschland, aufgrund der anhaltenden Selbstentrückung einer abgehobenen Elite in ihre ideologischen Luftschlösser und Elfenbeintürme. Dafür war der Sonntagabend-Tatort mit Jan Josef Liefers ein eindrucksvoller Beleg: Noch nie schalteten mehr Deutsche in der Krimireihe ein. Und das nicht trotz, sondern wegen eines linken Boykottaufrufs.

Das Verhältnis zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung weist bei manchen Themen eine zuverlässige sogenannte Pareto-Verteilung auf: 90 Prozent der Journalisten repräsentieren die Meinung von 10 Prozent der Bevölkerung und umgekehrt. In – nicht repräsentativen, aber aufgrund der schieren Menge an Antworten durchaus vom Trend her aussagekräftigen – Umfragen äußerten sich 93 Prozent der befragten Deutschen positiv über die Aktion „#allesdichtmachen“ und empfanden insbesondere den danach auf die beteiligten Künstler niedergeprasselten Shitstorm von Haltungsmedien, Groko-Politapparatschiks und Rundfunkräten der ARD-Senderfamilie (die sich gar für Berufsverbote gegen die Schauspieler aussprachen), als unerträglichen Schlag gegen die Meinungsfreiheit.

(Screenshot:Twitter)

Anders als viele sofort beim ersten Gegenwind umgeknickten, um Vergebung winselnden und ihren Irrtum bereuenden Prominenten – wie etwa Heiko Makatsch oder der ebenfalls als „Tatort“-Kommissarin bekannten Ulrike Folkerts – war (neben Mitinitiator und ebenfalls „Tatort“-Regisseur Dietrich Brüggemann) auch Jan Josef Liefers standhaft geblieben, und zeigte Rückgrat. Vergangene Woche stand er im öffentlich-rechtlichen ZDF-Schauprozess unter der Vorsitzenden Richterin Maybrit Illner Rede und Antwort. Er bekannte sich in Netzvideos zu der Aktion und verwahrte sich vor allem gegen die Kontaktschuld-Anwürfe, die ihm den „Applaus der falschen Seite“ ankreideten.

Umso vehementer rief deshalb der linke Gesinnungsflashmob auf Twitter zum Boykott der vorgestrigen Ausgabe des Münsteraner Tatorts auf. Mit „Erfolg“: 14,22 Millionen Zuschauern und ein Marktanteil von 39,6 Prozent belegten eindrucksvoll, was die Mehrheit der Deutschen von den bolschewistischen Freiheitsfeinden hält.

Das konnte Helge „Blind wie“ Lindh (SPD), verhaltensauffälligster Abgeordneter des 19. Bundestags aus Wuppertal, natürlich nicht unkommentiert lassen: Einen Zusammenhang zwischen dem Boykottaufruf und den Einschaltquoten bestritt er vehement, setzte seinen verbalen Kackhaufen auf die geschmähte Aktion („Unfug„) – und faselte stattdessen von einem „Grundrecht“ der Deutschen auf den sonntäglichen „Tatort“:

(Screenshot:Twitter)

Erst Annalena Baerbock, die von einem proaktiven Gleichstellungsauftrag der Verfassung phantasierte, jetzt Lindh, der das Grundrecht auf Tatort proklamiert: Anscheinend ist das deutsche Grundgesetz, das in den vergangenen 13 Monaten einen historischen Bedeutungsverlust erfahren hat, deutschen Politikern inzwischen so gleichgültig, dass sie keine Ahnung mehr zu haben brauchen, was drin steht, oder seine Grundbegriffe wahllos fehlanwenden können. Wenig überraschend – haben doch insbesondere die Grundrechte (zu denen das Tatortschauen übrigens nicht zählt!) in der Pandemie ihre Gültigkeit weitgehend eingebüßt.

 

 

 

 

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