Während sich nach dem gestrigen Impfgipfel das Bundeskabinett an anstehenden Impflieferungen und der Aussicht auf zügigen Impffortschritt berauscht, zu dem der Priorisierungs-Wegfall ab Juni beitragen soll, droht Ungemach von verschiedenen Seiten – und die realistische Gefahr, dass auch das ausgegebene Ziel der raschen Durchimpfung ins Wanken gerät. Mit der Folge, dass die von Merkel für „Ende des Sommers“ angekündigte Beendigung der Maßnahmen in weite Ferne rücken könnte. Eine besondere Rolle spielen auch hier wieder die migrantischen Parallelgesellschaften.

Denn zunehmend treten Probleme auf, Menschen mit Migrationshintergrund „für die Impfung zu gewinnen“, wie CDU-Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in der CDU-Präsidiumsschalte mitteilte. Er sprach in diesem Zusammenhang konkret von einer „großen Herausforderung, bei Migranten für die Impfung zu werben„, wie „Bild“ berichtet. Nun weiß man als geerdeter Realist und nüchterner politischer Beobachter eines nur allzu gut: Wenn deutsche Politiker von „Herausforderungen“ reden, meinen sie damit das schier Unmögliche. Tatsächlich deutet Spahn hier an, dass die fehlende „Compliance“, also Mitwirkungsbereitschaft und Regelkonformität bei der Pandemiebekämpfung, im Falle der Impfungen eine ähnliche Rolle spielen dürfte wie beim bisherigen Infektionsgeschehen.

Anders jedoch als bei den positiv Getesteten, den asymptomatischen und leichten Fällen sowie vor allem den schweren Verläufen mit Hospitalisierungen und Intensivbettenbelegungen, welche zu einem weit überproportionalen Teil von Migranten (vor allem muslimischen) dominiert werden, spricht der Minister das Problem bei den Impfungen offenbar frühzeitig an, statt es unter den Teppich zu kehren und – in Tateinheit mit linken Durchhaltemedien – einen Mantel des Schweigens über die brisante bis kritische Rolle der Ausländer und Migranten zu breiten.

Vorwand und willkommene Ausrede für kommende Verzögerungen

Ob dies Einsicht, dem Wunsch nach Transparenz oder vielleicht eher dem Umstand geschuldet ist, dass man mittlerweile für jede Ausrede dankbar ist, mit der sich allfällige Verzögerungen bei der deutschen Impfkampagne noch begründen lassen, ist unklar. Fakt ist: Die Diskrepanz zwischen der rechnerisch möglichen komplettem Durchimpfung bis Ende Juli und dem realen Impffortschritt dürfte sehr bald immer mehr ungeduldigen Menschen ins Auge springen – vor allem, wenn um uns herum alle Staaten wieder geöffnet haben (sogar von Merkel/von der Leyens Beschaffungspfusch ebenso betroffene EU-Nachbarn), während die Deutschen mitten im Hochsommer noch immer im Lockdown hocken.

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Dass vor allem in den Parallelmilieus von Flüchtlingen, Großfamilien und Clans die Impfungen noch unpopulärer sind als bei „Impfgegnern“ der Querdenkerszene, ist inzwischen sogar CDU-Integrationsstaatssekretärin Annette Widmann-Mauz nicht entgangen, die gestern ebenfalls von „Problemen“ sprach, Migranten beim Thema Corona zu erreichen. Das funktioniere „auf den konventionellen Wegen“ nicht. Sie nannte wieder einmal die angeblichen „Sprachbarrieren“ als Grund und wiederholte Spahns Euphemismus von der großen „Herausforderung.“ Weil das Problem jedoch „nicht neu“ sei, arbeite die Bundesregierung jetzt daran, „Menschen mit Sprachbarrieren in bis zu 23 Sprachen zielgruppengerecht aufzuklären“ – über soziale Netzwerke und fremdsprachige Radiosender.

Ist es nicht erhellend, wie ausgerechnet Corona das fulminante Scheitern der so vielgerühmten deutschen Integrationspolitik dekouvriert? Wir haben ganz offenbar „nichts geschafft“ in diesem Merkeldeutschland, sondern uns einen epochalen Ballast ins Land geholt, wie sich immer deutlicher zeigt. Wenigstens das hat diese sogenannte Pandemie offengelegt. (DM)