Hashtag Gedankenlos: Der „Chefkorrespondent Feuilleton“ als Denksimulator bei der „Welt“

"Ganz kleine Gedanken" - Foto: Imago

Riesenwirbel um die Videos der Schauspielprominenz unter dem Hashtag „allesdichtmachen“. In Springers „Welt“ versucht einer, für die Regierung zu retten, was rettungslos verloren ist. Mit seinen kleinen Gedanken steht er auf sehr dünnem Eis. Die süffisante Medienkritik.

von Max Erdinger

Ein großes Thema in Deutschland sind seit Jahren Minderheiten aller Art. Eine ganz besondere Minderheit nennt sich Regierung. Das Besondere an dieser Minderheit ist, daß sie die Mehrheit für derartig blöde hält, daß sie glaubt, halbseidene Argumente für sinnlose Maßnahmen sollten ausreichen, um von der Mehrheit für klug und wählenswert gehalten zu werden. Es geht um die „Corona-Schutzmaßnahmen“ und das, was der brave Mehrheitsbürger als stichhaltige Begründungen für diese Maßnahmen begreifen soll – und zwar ganz unbedingt.

Diesen Sachverhalt hatte wohl auch die deutsche Schauspielprominenz erkannt, als sie sich entschloß, der Regierungsminderheit einen Strich durch die Rechnung zu machen, indem sie unter dem Hashtag „allesdichtmachen“ 53 hochintelligente Kurzvideos veröffentlichte, die vor Sarkasmus und Ironie nur so troffen. Traurig aber wahr: Anders, als mit satirischer Übertreibung, Sarkasmus und Ironie läßt sich Wahres in Deutschland kaum noch treffend ausdrücken. Getroffen hatten die 53 brillanten Videos. Solche Treffer waren das, daß sich einer vom Rundfunkrat beim WDR, der Sozialdemokratist Garrelt Duin, stante pede dazu berufen fühlte, ein Beschäftigungsverbot für die professionellen Satiriker zu fordern. Die ARD solle am besten die Verträge mit den bundesweit bekannten und beliebten Schauspielern kündigen, meinte er. Der Shitstorm, den er für diese Forderung in den sozialen Netzwerken erntete, war rekordverdächtig. Duin löschte daraufhin seine entsprechenden Tweets und kündigte an, er werde erst einmal zwei Tage lang „in sich gehen“. Keine Ahnung, was er dort zu finden hofft.

Das Beispiel Duin war anscheinend noch nicht lehrreich genug für den „Chefkorrespondenten Feuilleton“ bei Springers „Welt“. Er heißt Jan Küveler. Seinen Kommentar hat er überschrieben mit der Schlagzeile „Hashtag Verantwortungslos„. Um es vorwegzunehmen: Bei der „Welt“ wiederholt sich das, was bereits auf der Seite www.allesdichtmachen.de zu sehen gewesen ist. Die Videos der Schauspieler Jan-Josef Liefers, Heike Makatsch, Volker Bruch, Nina Proll, Martin Brambach und vieler anderer erhielten eine Zustimmungsrate von über 93 Prozent. Binnen 24 Stunden nach ihrem Erscheinen waren sie 1,6 Millionen Mal angesehen worden. Bei Jan Küvelers Denksimulation in der „Welt“ verhält es sich ähnlich, wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau. Von 1,6 Millionen Lesern kann die „Welt“ nur träumen. Über Küvelers Kommentar durften die Leser abstimmen. Die Frage, ob die Leser die Meinung Küvelers teilen, beantworteten zum Zeitpunkt der Abfassung dieser Medienkritik lediglich 412 Leser mit „Ja“. Dem stehen 2.772 Antworten mit „Nein“ gegenüber. Meine dazugenommen, wären es 2.773. Das ist kein Wunder, denn Küvelers pseudoargumentativer Kommentar ging „voll in die Hose“. Er sollte es Garrelt Duin gleichtun, seinen Kommentar löschen (lassen) und ebenfalls in sich gehen.

Die Hitparade der Dümmlichkeiten

Der Chefkorrespondent Feuilleton: „Die vermeintliche Satire der 53 Schauspieler erschöpft sich in süffisanter Selbstgefälligkeit. In Verkennung eines reifen Liberalismus sprechen sie sich implizit für ein Ende der Maßnahmen aus. Die Konsequenzen sollen andere tragen„. – Das sind drei bemerkesnwerte Sätze, die sich jederzeit auch anders formulieren lassen. So zum Beispiel: Die vermeintliche Ernsthaftigkeit des Chefkorrespondeten Feuilleton erschöpft sich in dümmlicher Pseudoargumentation. In Verkennung der Genialität hinter den meisten der Schaupieler-Videos spricht sich der fehlgeleitete Feuilletonist implizit für eine Zensur derselben aus. Die Konsequenzen soll ein reifer Liberalismus tragen, ungeachtet der Frage, wann der Liberalismus reif ist.

Der vermeintliche Feuilletonist: „Wahrscheinlich versteht der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit von Schauspielerei so viel wie die 53 Schauspieler, die mit der konzertierten Videoaktion #allesdichtmachen die deutschen Corona-Maßnahmen kritisieren, von Virologie. So ist seine auf Twitter geäußerte Einschätzung der Qualität zu erklären – ein ‚Meisterwerk‘, das ‚uns sehr nachdenklich machen sollte‘.“ – Nicht unwahrscheinlich versteht der vermeintliche Feuilletonist von Schauspielerei so viel wie 53 Kulturbanausen von exzellenter Satire. Es ist nämlich so: Wenn sogar ein renommierter Virologe den Schauspielern bescheinigt, sie hätten ein Meisterwerk rund um das Thema „Viren und deren sinnlose Bekämpfungsmaßnahmen“ geschaffen, dann hätte der feuilletonistische Buchstabendrechsler zunächst fein die Öhrchen zu spitzen, um als nächstes „in sich zu gehen“, anstatt sich der Öffentlichkeit präpotent als ultimativer Durchblicker zu präsentieren. Wie kommt so ein „Chefkorrespondent Feuilleton“ dazu, sich beim Thema Virologie und Schauspielkunst voll der Selbstüberschätzung zu erheben über sowohl den Virologen als auch den Schauspieler? Will er gern für die neudeutsche Dreifaltigkeit gehalten werden – Virenexperte, Schauspielexperte und Feuilletonexperte. Hält er sich am Ende gar für einen „Experten für alles“?

Der Chefkorrespondent Feuilleton küvelt es dem „Welt“-Leser vor die Füße: „Natürlich darf jeder alles über alles sagen, auch wenn er dabei seine Kompetenzen so weit überschreitet, dass er sich anschließend nach einem Schuster umsehen muss, wenn auch im eigenen Interesse besser nach einem, der bei seinem Leisten geblieben ist. Solche werden leider immer rarer.“ – und das gilt natürlich für alle, außer für ihn selbst. Es sind die anderen, deren „eigenes Interesse“ der feuilletonistische Küvelmeister besser kennt, als sie selbst. Jeder anständige Schuster würde ihm dafür den Leisten dermaßen über den Kopf ziehen, daß hinterher ein Leistenbruch zu konstatieren wäre. Hat hier jemand „feuilletonistische Flachpfeife“ gesagt? – Das will ich nicht nochmal hören. Unzweifelhaft ist es so, daß der feuilletonistische Chefküvel bestens mit der Regierung korrespondiert, weil die nämlich ebenfalls weiß, was das „eigene Interesse“ der Regierten zu sein hätte. Damit sie das weiß, muß sie, wie des alten Küvelers größenwahnsinnig gewordener Sohn, sämtliche Fakten ignorieren, die sowohl der Virologe als auch der Schauspieler und überhaupt jeder am Thema Interessierte kennt. Es gibt keine Übersterblichkeit, die den Begriff „Pandemie“ rechtfertigt, die Mortalitätsraten liegen im Rahmen der üblichen Schwankungsbreiten, das statistische Durchschnittsalter der Verstorbenen hat sich um keine fünf Minuten gesenkt – nur der Durchschnitts-IQ sinkt mit derselben Beständigkeit, mit der er das seit etwa 20 Jahren tut. Durch Letzteres wurde es überhaupt erst möglich, daß sich eine nennenswerte Zahl von „Welt“-Lesern einen Küveler als Kulturexperten andrehen läßt.

Man muss nicht selbst Schauspieler sein, um sich in Jan Josef Liefers, Heike Makatsch, Ulrich Tukur, Nadja Uhl, Trystan Pütter und Konsorten einzufühlen. Sie vermissen das Rampen- und Blitzlicht, die Endorphine der Premiere, die Gagen für all die im Augenblick ihrer Ausstrahlung vergessenen Schmonzetten, mit denen die allabendlichen Wegdösslots in der Primetime des deutschen Fernsehens gefüllt werden. Da hocken sie nun stattdessen seit einem Jahr in ihren Berliner, Hamburger und Münchner luxussanierten Altbauwohnungen, die denen in den inszenierten Videos einigermaßen ähnlich sehen werden, und denken sich, mal wieder was Lustiges machen.“ – und schon wieder stinkt er zum Himmel, der reichspropagandistische Feuilletonistenseich. Jan Josef Liefers, Heike Makatsch, Ulrich Tukur, Nadja Uhl und Trystan Pütter haben keine Kollegen mehr. Das sind nur noch „Konsorten“. „Staatsfeindliche Elemente“ konnte er halt nicht schreiben, der Küvelkulturelle. Noch nicht. Ausgeschlossen, daß sich die Schauspieler so um die geistige Verfasstheit eines ganzen Landes sorgen, wie das nur der Küveler darf. Aus reinem Egoismus hätten die Schauspieler gehandelt, ganz anders als der Chefkorrespondent Feuilleton. Der hat nichts anderes als das große Ganze im Blick. Und der „Welt“-Leser soll das glauben. Schuster, hol´ deinen Leisten. „Inszenierte Videos“- auf einen solchen Küvelismus muß man erst einmal kommen. Geht es denn beim Film nicht schon immer darum, etwas in Szene zu setzen? Mit Küveler ist der „Welt“-Leser garantiert „im falschen Film“ gelandet. Weil: “ … und denken sich, mal wieder was Lustiges machen.“ Wie lautet nochmal der Hashtag, welcher den größten Politkulturellen aller Zeiten, Armin Laschet, ins Kanzleramt katapultieren soll? So lautet er: #zusammenmachen. Deutschland 2021: Lieder machen, Wein machen, Möbel machen, Politik machen, Feuilleton machen, Mitmachen, Häufchen machen. Und den Küveler Glauben machen lassen, daß er der gemachte Experte sei. Man stelle sich einen großartigen Schauspieler vor, der auf seiner hastigen Flucht vor der kollektiven Blödheit ein Handwägelchen mit seinen Habseligkeiten hinter sich herzieht. Wie „machen“ die ungeschmierten Achsen bei jeder Radumdrehung? – „Machmachmachmachmach ….“.

Es folgt dann eine Passage in der reichspropagandistischen Schauspielerdiffamierung durch den feuilletonistischen Chefkorrespondenten, in der man anhand dessen, was er als Beweis für die charakterliche Verworfenheit der von ihm so unsubstantiiert Kritisierten verstanden wissen will, erkennt, daß der Küvelfeuilletonist des eigenständigen Denkens nicht mächtig sein kann. Es kommen anklagende Sätze wie der hier: „Wir haben in Deutschland inzwischen über 80.000 Tote.“ – Ohne alles, außer reichlich Tränendrüse. 80.000 Tote ohne jede weitere Bezugsgröße. Und dann stimmt es noch nicht einmal. Wir haben in Deutschland nämlich ungefähr 9,5 Millionen Tote. Seit dem Jahr 2011. Seit dem Jahr 1473 sind es sogar noch ein paar Millionen mehr. Jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 950.000 Menschen, weil ihr Leben zuende ist. Das war 2020 nicht wesentlich anders. Die Sterbestatistik für den März 2021 weist sogar eine monatliche Untersterblichkeit aus. Des Küvelers Anschlag auf die Tränendrüsen der Hirntoten erfolgt unter Verschweigen der Tatsache, daß die 80.000 Toten, die „wir“ haben, in der ziemlich normalen, allgemeinen Sterblichkeitsstatistik bereits enthalten sind. Mit ca. 980.000 Verstorbenen liegen die Zahlen für das Jahr 2020 zwar um ca. 30.000 über dem Mittel der Jahre 2015 – 2019, dafür liegt aber das Jahr 2004 mit lediglich 818.000 Verstorbenen um etwa 115.000 darunter. Ist es nicht merkwürdig, daß nie jemand ein kollektives Freudentänzchen für die 115.000 Unverstorbenen des Jahres 2004 gefordert hat- , daß aber der Küvelfeuilletonist bei 30.000 „zusätzlich“ in der normalen Schwankungsbreite Verstorbenen gewaltig auf die Tränendrüse drückt?

Und was hätte die Tatsache, daß Jan-Josef Liefers eine Villa in Berlin-Steglitz bewohnt, und daß Ulrich Tukur dem „Dolce vita“ in Venedig frönte, mit dem Inhalt ihrer Videos zu tun? Wo das Pseudoargument nicht mehr hilfreich genug ist, muß der legendäre Sozialneid bemüht werden, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen? – Ist es das? Diese Videos stellen fast allesamt in hochprofessioneller Weise die Inkonsistenzen einer ansich schon überflüssigen „Pandemiebekämpfung“ aus. Eine „Pandemie“ hat es überhaupt nur wegen der Neudefinition des Begriffs „Pandemie“ durch die WHO im Jahre 2009 gegeben. Der virologisch-epidemiologischen Sache ansich nach gab es keine und gibt es auch keine. Wenn das tatsächliche Infektionsgeschehen, das als „Pandemie“ in Deutschland die Grippe ausgerottet zu haben scheint, ohne daß sich an den allgemeinen Sterblichkeitszahlen etwas geändert hätte, von einer willkürlichen Definition abhängt, dann können „wir“ uns künftig einen Apfelstrudel bestellen, wenn wir eigentlich ein Zigeunerschnitzel haben wollen. Einzige Voraussetzung: Jemand hat das Zigeunerschnitzel vorher in einen Apfelstrudel umdefiniert. Und ob Jan Küveler tatsächlich „Chefkorrespondent Feuilleton“ ist, könnte heute schon an der Frage hängen, ob jemand den Begriff „Trottel“ neudefiniert hat.

Der nächste Küvelismus: „ Zur Ehrenrettung des deutschen Films – auch vor dieser Aktion keine leichte Aufgabe – haben inzwischen Alexandra Maria Lara, Sandra Hüller oder Elyas M’Barek ihr Entsetzen bekundet. Sie sind noch in der Lage, auch jenseits des Rollenstudiums vor dem Spiegel Empathie zu empfinden. Niemand sagt es allerdings prägnanter als der Moderator Tobias Schlegl, im Nebenberuf Notfallsanitäter, was ihn qualifizierter erscheinen lässt als Liefers selbst in seiner Paraderolle als herzloser Pathologe. Auf Twitter schreibt er: ‚Die Schauspieler*innen von #allesdichtmachen können sich ihre Ironie gerne mal tief ins Beatmungsgerät schieben.‘ „- sehr viel wahrscheinlicher, als daß Alexandra Maria Lara, Sandra Hüller oder Elyas M’Barek ihr Entsetzen bekundet haben könnten, ist, daß sie ihre Furcht vor jenem Ungeist bekundet haben, den Jan Küveler hier verteidigt, indem er ihn gar nicht erwähnt. Der Ungeist: Bestrafe Einen und erziehe dadurch Hunderte. Das Schicksal von Uwe Steimle, Silvana Heisenberg, Xavier Naidoo, Heino, Dieter Nuhr und noch ein paar anderer „Kulturmacher“ steht ihnen eben deutlich vor Augen. Mindestens so deutlich, wie ihnen ein Rundfunkrat Duin oder ein „Chefkorrespondent Feuilleton“ der „Welt“ vor Augen steht.

Und der Moderator Tobias Schlegl kann sich die subjektivistische Limitiertheit seines Kommentars gerne ganz tief dahin zurückschieben, von wo aus er sie in die Welt hinausstinken lassen hat. Die Welt besteht nicht nur aus Notfallsanitätern. Ja, es hängen ein paar Erkrankte am Beatmungsgerät. Welche Voraussetzungen außer einer Infektion mit dem Virus noch erfüllt sein müssen, um auf ein Beatmungsgerät angewiesen zu sein, fällt dabei unter den Tisch. Fest steht lediglich, daß das Beatmungsgerät lange vor Ausbruch der „Pandemie“ erfunden worden ist. Aus Gründen.

Die wahre Seuche

Die wahre Seuche in Deutschland ist nicht virologischer, sondern kulturdegenerativer Natur. Extreme Meinungsstärke bei gleichzeitiger Wissensarmut und willfähriger Denkverweigerung, feministische Vollverblödung, egalitaristischer Tugendterror, Sozialneid, Selbstgerechtigkeit, Infantilismus, Machen, Zusammenmachen, Gemeinsam. Komplettiert wird das durch die Unfähigkeit, den Tod zu bedenken, ohne darüber in Panik zu geraten. Schlafmützigkeit, intellektuelle Unbeweglichkeit, Verlust der Wahrheitsliebe entlang des Dogmas von der inexistenten Wahrheit. In der Folge dann die Gleichstellung von Wahrheit und Lüge zur gleichberechtigten Meinung. Das ist inzwischen so schlimm geworden, daß einer als „Chefkorrespondent Feuilleton“ auftreten darf, der offensichtlich nicht mehr dazu in der Lage ist, den Blick über die Landesgrenzen hinausschweifen zu lassen, etwa bis nach Florida oder nach Texas.

In den Medien tummeln sich statt der Journalisten die Aktivisten, die als völlig merkbefreite Propagandisten in eigener Sache einer verhängnisvollen Agenda hinterherrennen, die sie gar nicht mehr als eine solche erkennen wollen, weil sie ihnen eben gefällt. Das muß reichen. Käufliche Mietmäuler sind das, Hunde vor dem Schalltrichter des Grammophons ihrer „Master“, immer das eigene materielle Fortkommen im Blick, willens, der Öffentlichkeit zu diesem Behufe noch jede intellektuelle Zumutung als der Weisheit letzten Schluß anzudienen. Deutschland ist voll von „Chefkorrespondenten Feuilleton“. Das ist die wahre Seuche. Und an der wird Deutschland verrecken. Ganz ohne Beatmungsgerät.

Allerdings gibt es Schauspieler, die diesen Zustand so beklemmend fanden, daß sie sich Luft gemacht haben. Bravo! Bravissimo! Das ist ihnen so gut gelungen, wie das ohrenbetäubende Gegacker im deutschen Hühnerstall beweist. Daß es sich um einen solchen handelt, allenfalls noch um einen Schafsstall, in dem das Gegacker zum Geblöke wird, beweist die Tatsache, daß das Abstimmungsergebnis im Bundestag, in dessen Folge Frau Merkel zur einzigen „Pandemiebekämpferin von Relevanz“ ermächtigt wurde, weit weniger Gegacker generierte, als die famose Videoaktion von Liefers et al.

Bezeichnend ist das vor Selbstgerechtigkeit nur so strotzende Gegacker einer Frau Lana Rothe bei Facebook. Lana Rothe kennt außerhalb ihres realen Freundeskreises im Leben und dem virtuellen bei Facebook niemand. Sie kommentierte die Videos der Schauspieler wie folgt: „Ich hätte den Schauspielern mehr Weitsicht zugetraut – Fehlanzeige!„. Wo es erst einmal so weit ist, daß sich eine Frau Lana Rothe als die Lordsiegelbewahrerin aller Weitsicht betrachtet, muß man sich auch nicht wundern, daß ein Jan Küveler als „Chefkorrespondent Feuilleton“ durchgeht. Mit seinem Charakter, resp. dem Fehlen eines solchen wäre er noch in jedem totalitären System „Chefkorrespondent Feuilleton“ geworden. Es ist wieder mal so weit.