Wenigstens ein Abklatsch des Lebens vor Corona? In Österreich nur noch mit „grünem Pass“ möglich

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Digitaler Impfpass, in Österreich "grüner Pass" genannt (Foto:Imago/MiS)

Immer noch glauben viele Menschen in bedauernswerter Naivität, wenn alle ihre Impfung erhalten hätten, dann würde Corona genauso enden wie eine Hitze- oder Kälteperiode, oder ein langanhaltender Stromausfall: Irgendwann ist der Spuk vorbei, und die Normalität kehrt zurück. Welch eine Einfalt: NIE mehr wird es – zumindest in diesem neosozialistischen, postdemokratischen Versuchslabor der corona-autoritären EU-Staaten – wieder so sein wie früher.

Denn erstens sind Grundrechte und bürgerliche Freiheiten künftig nicht mehr mehr bedingungslos gültig, und zweitens können sie von der Politik von nun an potentiell beliebig definierbaren alternativlosen Sachzwängen und „Erfordernissen“ untergeordnet werden. In Österreich nimmt der „Alltag 2.0“ nun Gestalt an.

Zentrales Element, an welches die gnädige, zumindest mögliche Wiedergewährung von Grundrechten fortan in der Alpenrepublik gekoppelt sein wird, ist der dortige „Grüne Pass“, der ab 19. Mai zeitgleich mit der Gewährung weitreichender Öffnungsschritte zum Einsatz kommt und etwa um den 24. Mai herum flächendeckend ausgegeben sein wird. Es soll der vorerst „ultimative“ Weg aus dem Corona-Lockdown sein – was laut Österreichs Kanzler Sebastian Kurz deshalb möglich sei, weil das Land bis Mitte Mai mit über drei Millionen erstgeimpften Bürgern rechne. Dann aber muss, laut Kurz, die „Grundvoraussetzung für den Zutritt überall“ eben besagter Pass sein. „Grün“ bezieht sich in diesem Fall auf die Symbolfarbe für freie Bewegung, nicht auf ökologische Konformität – obwohl man hier sicherlich schon ein paar Schritte in die Zukunft gedacht haben wird.

Frei bis auf Widerruf

„Grün“ und „frei bis auf Widerruf“ laut Pass wird das Leben fortan dann in Österreich wieder für den, der „entweder getestet, genesen oder geimpft“ ist, so der Kanzler. Für sie eröffnet das fortan zentrale Alltagsdokument zur Teilhabe an Grundrechten dann den Zutritt zu Gastronomie, Tourismus, Kultur und Sport – und für die Kids auch zum Präsenzunterricht an Schulen, der bereits ab dem 17. Mai republikweit wieder stattfinden wird. Die Öffnungen erfolgten mit „strengen Sicherheitsvorschriften“, deren Einhaltung der „Grüne Pass“ gewährleisten soll. Diese wolle man schrittweise abbauen, wenn entsprechend genügend Menschen geimpft seien.

Selbst wenn dies der Fall sein sollte (und bis dahin nicht entweder wieder ein Großteil der Geimpften wiedererkrankt bzw. anhaltend infektiös sein sollte), ist nicht ausgeschlossen, dass bald schon eine neue Mutante oder ein Nachfolgevirus eine erneute Durchimpfung der Bevölkerung nötig machen wird. Schon deshalb wird der „Grüne Pass“ ein Ding für die nähere Zukunft, womöglich gar die Ewigkeit sein – wohl auch nach Abschluss der Impfkampagne. Und niemand soll sich einreden, in Deutschland käme es anders: Genau so, wenn nicht schlimmer, wird auch unsere „Freiheit“ später an digitale Gesundheitsnachweise geknüpft sein. Doch hierzulande geht es  ja erstmal in den Lockdown-Sommer… (DM)

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