Abt. Bär & Bock: Annalena ist Jesus Baerbock, Maria Baerbock und Yussuf Baerbock zugleich

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Wenn man gewissen Mainstream-Medien glauben darf, handelt es sich bei Annalena Baerbock um so etwas wie einen hinübergeschlechtlichen Jesus in grün. Es ist zum Schreien. Der satirische Kommentar.

von Max Erdinger

Es ist gerade mal ein paar Tage her, daß Annalena Baerbock zur grünen Kanzlerkandidierenden gekürt worden ist – und prompt passiert, was ich sofort danach prognostiziert hatte: Die üblichen Verdächtigen aus dem Medien-Mainstream hauen in die Tasten, daß sie einem vorkommen wie hyperaktive Zivilreligiöse, die sich darüber freuen, beim Betreten der Buchstabentoilette nur noch dreimal mit dem Kopf gegen den Türrahmen gelaufen zu sein. Kein Witz: Wenn man sich das Titelbild des „Stern“ anschaut oder diesen „Zeit„-Artikel hier liest, stellt man fest, daß sie bei aller Begeisterung im Schmerz ihre Buchstaben wieder nebenhin gepinkelt haben. Merke: Wer bereits voll der zivilreligiösen Inbrunst ist, sollte der Baerbock nicht auch noch das gute Doppelbock hinterherschütten.

Christian Anders: „Es fährt ein Zug nach Nirgendwo“ – Foto: Screenshot Twitter

Endlich anders

„Endlich anders“ titelt der „Stern“. Kennen Sie Anders? Anders hatte in den Siebziger Jahren einen Gassenhauer in der Hitparade: „Es fährt ein Zug nach Nirgendwo„. – Das ist der Ort, an dem Grüne die Realität heute noch vermuten. Die beim „Stern“ auch. Zitat: „Annalena Baerbock will neue Spielregeln für die Politik. Wie weit wird sie kommen?“ Das ist in der Tat eine interessante Frage: Wie weit wird die grüne Annalena kommen, wenn sie in Nirgendwo Politik spielt? Denn so viel steht fest: Die grünen Deutschlandabschaffenden werden schon dafür sorgen, daß Berlin in Deutschland zu Irgendwo im Nirgendwo wird. Bewohnt sein wird es von den am wenigsten CO2-Ausstoßenden des ganzen klimagebeutelten Planeten. Vom Rest der Welt werden sie identifiziert werden als diverse Mannweiber und diverse Weibsmänner. Wem zum fünften Mal die Bude abgebrannt ist, weil er/sie/es sein E-Bike im Wohnzimmer geladen hat, wird Präsident/Präsidentin/Präsidierendes. „Einigkeit und Recht und Freiheit“ wird ersetzt worden sein durch „Alle Vöglein sind schon da“, obligatorisch abzusingen von Drogendealern, die ihre Kunden bei der Verkaufsmenge beschissen haben und deswegen allmorgendlich die zerhäckselten Vögel unter den Windrädern einsammeln müssen. Jedenfalls so lange, wie es noch welche gibt. Also Vögel, nicht Windräder. Windräder wird es immer geben. Bis in alle Ewigkeit. Wie klasse das alles sein wird, steht in Gruner + Jahrs „Sternen“, die erst noch zu Erscheinenden werden müssen.

„Eine wie keine“

„Eine wie keine“ titelt die „Zeit“, das zeigeistige Blatt für die Intellektbockschießenden. Ein paar bockfrömmlerische Zitate gefällig?

Ihre Kandidatur beinhaltet die historische Chance, das Bild der modernen Mutter und Arbeitnehmerin für immer zu verändern.“ – Boah! Wer hätte nicht schon immer Bilder verändern wollen? Endlich anders! Bilderträume gehen in Erfüllung!

Eine Mutter in der Politik, das ist nicht ‚easy-peasy‘ “ – Es scheint sich also um eine „Herausforderung“ zu handeln, der sich Annalena Baerbock stellt. Der deutsche Pseudointelligenzblättler ist ein Seelenmasochist, dem es gefällt, wenn jemand Dinge tut, die nicht „easy peasy“ für ihn sind. Da schlägt er die Hacken zusammen und stöhnt orgiastisch „Rrreschpeckt!“. Auf die Idee, jemanden zu bejubeln, der nicht Mutternde ist und es deshalb „easy“ hätte, kommt er gar nicht erst. Zu einfach. Nicht spannend.

Dass ihre Position als mögliche Kanzlerin und Mutter seit Montag in den sozialen Netzwerken thematisiert und kommentiert wird, ist nur fair …“ – für den Fall, daß jemandem die ultimative Definition von „Fairness“ noch gefehlt hat.

… als sie im Januar dieses Jahres von „Doppelbelastung und Arbeit“ sprach und von ihrem Mann, Politikberater und Grünenmitglied Daniel Holefleisch …“ – Fauxpäschen, Fauxpäschen. Die meisten Vegetarier dürfte es unter Grünwählenden geben. Da kann ein Politikberater Holefleisch als Weibsmann nur Stimmen kosten. Was soll das überhaupt sein, so ein „Politikberater“? Politikberatungen aller Art? Der speziellen Art? Berater in Frisuren, Stil- und Kleiderfragen? Unter einem „Politikbrater“ könnte man sich ja noch etwas vorstellen, den Küchenchef der Bundestagskantine zum Beispiel. Oder einen kritischen Journalisten. Obwohl: Der wäre eher ein Politikröster. Daß der grünende Tag ein mit 72 Stunden vollgestopfter sein soll, ist außerdem ganz unglaublich. 24 Stunden für die erste Belastung, die nächsten 24 für die zweite, und dann noch 24 für die Arbeit obendrauf? Um dem belastenden, überaus stundenreichen Grün*Innen- und Außentag gerecht zu werden, müsste man hier schnörkellos von einer Dreifachbelastung reden. Gar keine Frage.

Und so möchten wir glauben und uns versichern, dass wir Annalena sind, wenn wir morgens unsere Kinder auf Corona testen und zur Schule schicken“ – ehrlich gesagt ist es so, daß, wer glauben und sich versichern möchte, daß er Annalena sei, obwohl er nicht Annalena ist, besser glauben sollte, daß er ein bißchen plem-plem sei.

Dabei bleibt nur zu hoffen, dass Annalena Baerbock mutig genug ist, zugunsten von echten Veränderungen das Narrativ der ersten berufstätigen Mutter als Kanzlerkandidatin weiterzugehen, weiter auf Offenheit zu setzen und Millionen Familien, ja Mütter hinter sich zu stellen.“ – da haben wir den grünen Salat. Wenn Gläubige sich in Ekstase glauben, fangen sie an, unverständliche Laute von sich zu geben. „Dröseln wir´s auf!“ – um hier recht kreativ einen Slogan zu kreieren, der herausfordernd, nett und zeitgeistig zugleich ist.

„Es bleibt nur“, heißt, daß sonst nichts bleibt. Was bleibt nur? – Die Hoffnung. Welche? – „Daß Annalena Baerbock mutig genug ist, zugunsten von echten Veränderungen das Narrativ der ersten berufstätigen Mutter als Kanzlerkandidatin weiterzugehen, weiter auf Offenheit zu setzen und Millionen Familien, ja Mütter hinter sich zu stellen“. – Waahhh! Das ist „unsere“ einzige Hoffnung? So einen Satz muß man sich geben, um auch noch den letzten Funken Hoffnung zu verlieren, „ja den allerletzten“. Aber es zeigt schön, daß Grünsympathisanten mindestens so multitaskingfähig sind wie die Grünen selbst, die das andauernd beweisen, wenn sie im Bundestag aufmerksam der Debatte lauschen und gleichzeitig auf ihren „Not-so-Smart-Phones“ umeinanderdaddeln. Oder wenn sie als Parlamentsvizepräsidierende zugleich auch Parlamentsverachtende sein können, die solchen Rednern den Rücken zuwenden, denen zu folgen sie intellektuell nicht in der Lage sind. Wütend und traurig können sie auch immer zugleich sein. Und im „Narrativeweitergehen“ sind sie praktisch Weltmeisternde. Das muß einen nicht wundern. Wenn das Kollektiv die Versammlung aller Roten ist, dann ist das Narrativ die Versammlung aller Grünen. Narrativ kommt bekanntlich von „Narr“. Kein Wunder, daß sie „Narrative weitergehen“ können, „ja kein Mysterium“.

Wer war das?

Wen haben sie da bei der „Zeit“ wieder in die Tasten hauen lassen? – Ich habe geahnt, daß es Gottfried Curio nicht gewesen sein kann. Caroline Rosales und Hannah Scherkamp waren es. Das erklärt vieles. Solche Schreibenden können als Autorenduo nämlich sowohl Caroline und Hannah als auch Annalena zugleich sein. Remember: Multitasking! Die können auch nichts denken, viel fühlen und schreiben zugleich. Wenn man jetzt noch bedenkt, daß die Mutige zugunsten echter Bild- und Narrativsveränderungen ausgesprochen migrationsfreundlich programmiert worden ist, wird auch klar, unter welcher Voraussetzung die peinliche Lobhudelei im zivilreligiösen Wahn zustande gekommen sein muß: Caroline und Hannah zugleich konnten praktisch gar nicht anders, als in der grünen Kanzlerkandidierenden Jesus Baerbock, Maria Baerbock und Yussuf Baerbock zugleich zu identifizieren. Identitätspolitik ist eben „voll ihr Ding“. Annalena rules.

Ohne mich brüsten zu wollen, wenn´s nicht gelogen ist: Meinereiner hat es zutreffend vorhergesagt – und zwar unter Berücksichtigung parteigrüninterner und externmedialer Aspekte zugleich.

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