Dachverband für Infektionskrankheiten bei Kinder: Tod durch Ertrinken bei Kindern häufiger als durch Corona

0

Angesichts der geschürten Corona-Hysterie auf dem Rücken von Kindern und Jugendlichen warnt der Kinderärzte-Verband vor dieser verantwortungslosen Panikmache: Tod durch Ertrinken ist bei Kindern häufiger als an/durch oder mit Corona zu versterben. 

In einer aktuellen Stellungnahme fordert die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) und die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) ein Ende der Corona-Panikmache, was die aktuelle Debatte um die angebliche Gefährlichkeit des Virus für Kinder und Jugendliche angeht. Am Sonntag hat die DGPI zu diesem Thema eine Pressemitteilung veröffentlicht. Die darin präsentierten Zahlen machen deutlich, welche unverantwortliche politische Corona-Agenda die Merkel-Regierung fährt.

Man sehe sich verpflichtet, anhand der Forderung verschiedener „Experten“ nach Schließung von Schulen und KiTas darauf hinzuweisen, dass diese Maßnahmen den Eindruck erwecken, Kinder und Jugendliche seien besonders gefährdete Teile der Bevölkerung, heißt es in der Stellungnahme der DGPI und DGKH. Mit dieser medial und politisch verbreitete Darstellung  gehen die großen Sorgen und Ängsten von Eltern, zum Teil aber auch von Kindern und Jugendlichen selbst einher. „Insofern halten wir es für geboten, die verfügbaren Fakten zu Hospitalisierung und Sterblichkeit von COVID-19 bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland – Stand April 2021 – der Öffentlichkeit bekannt zu machen“, heißt es dazu einleitend mit nachfolgenden Zahlen zur tatsächlichen Hospitalisierung und Sterblichkeit bei Kindern durch/an oder mit Covid-19:

Seit 17. März 2020 hat die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) ein Register geöffnet, in das bundesweit Kinderkliniken stationär behandelte Kinder und Jugendliche mit SARS-CoV-2-Infektion melden.

  • Mit Stand 11. April 2021 (dgpi.de/covid-19-survey-update) wurden in das Register bislang 1259 Kinder aus 169 Kliniken mit ihren detaillierten klinischen Verläufen eingetragen; ungefähr 1/3 der Kinder war jünger als 1 Jahr, 1/3 zwischen 2 und 6 Jahren und 1/3 zwischen 7 und 20 Jahre; 62 der 1259 Patienten (5%) mussten auf einer Intensivstation behandelt werden.
  • Seit Beginn des Registers im März 2020 wurden insgesamt 8 verstorbene Kinder gemeldet, davon waren 3 Kinder in einer palliativen Situation verstorben, in einem Fall war die Einordnung nicht möglich. Bei insgesamt 4 Kindern wurde COVID-19 als Todesursache festgestellt.
  • Dem RKI wurden nach IfSG bis 13. April 2021 insgesamt 78.537 Todesfälle gemeldet; in der Altersgruppe der 0-9-Jährigen waren dies 12 Todesfälle, in der Altersgrupp der 10- bis 19-Jährigen 5 Todesfälle, wobei insgesamt 3 Fälle noch nicht validiert waren.
  • In die Statistik des RKI gehen die Todesfälle ein, bei denen ein laborbestätigter Nachweis von SARS-CoV-2 (direkter Erregernachweis) unabhängig von der tatsächlichen Todesursache vorliegt. Sowohl Menschen, die unmittelbar an der Erkrankung verstorben sind („gestorben an“), als auch Personen mit Vorerkrankungen, die mit SARS-CoV-2 infiziert waren und bei denen sich nicht abschließend nachweisen lässt, was die Todesursache war („gestorben mit“), werden derzeit in den RKI-Meldedaten erfasst. Insofern erklärt sich die Diskrepanz zum DGPI-Register, in dem klinische Verläufe detailliert vorliegen.

Die Dachverbände für das Thema Infektionskrankheiten bei Kindern, stellen fest, dass jeder einzelne Fall eines schwer erkrankten oder verstorbenen Kindes an einer SARS-CoV-2-Infektion ist ein Fall zu viel und ein unerträgliches Einzelschicksal für Kind und Familie sei.

JEDOCH:

Die nun seit Beginn der Pandemie gemachte Beobachtung, dass von den schätzungsweise 14 Millionen Kindern und Jugendlichen in Deutschland nur etwa 1200 mit einer SARS-CoV-2-Infektion im Krankenhaus (< 0,01%) behandelt werden mussten und 4 an ihrer Infektion verstarben (< 0.00002%), sollte Anlass sein, Eltern übergroße Sorgen vor einem schweren Krankheitsverlauf bei ihren Kindern zu nehmen.

In der Saison 2018/19 wurde Influenza bei insgesamt 116 Kindern als Todesursache gemeldet. Nach Angaben des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur lag im Jahr 2019 die Zahl der durch einen Verkehrsunfall getöteten Kinder bei 55, nach Angaben der DLRG die Zahl der ertrunkenen Kinder bei 25.

Die Verbände weisen darauf hin, dass diese Zahlen nicht gegeneinander aufgerechnet werden dürfen, jedoch bei der Einordnung helfen. Abschließend heißt es in der Stellungnahme:

„Die weiterhin bestehende extreme Seltenheit eines schweren oder gar tödlichen Verlaufes von SARS-CoV-2 bei Kindern und Jugendlichen ist nicht geeignet, als Argument für Schul- und Kita-Schließungen benutzt zu werden. Nur die verbleibende Behauptung, dass zwischen den Infektionen bei Kindern und Jugendlichen und der Überlastung der Intensivstationen und den schweren und tödlichen Verläufen der älteren Erwachsenen ein Zusammenhang bestehe, könnte Kita- und Schulschließungen rechtfertigen. Daten, die diese These bestätigen, fehlen allerdings.“ (SB)

Keine Zensur: Folgt uns auf Telegram