Wegen angeblicher Angriffe von Corona-Demonstranten: Deutschland rutscht bei „Rangliste der Pressefreiheit“ ab

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Die Nichtregierungsorganisation „Reporter ohne Grenzen“ zeigt sich alarmiert: Weil angeblich bei vielen Corona-Demonstrationen es immer wieder auch zu Angriffen auf Medienvertreter gekommen ist, sei Deutschland in der „Rangliste der Pressefreiheit“ abgerutscht.

In der weltweiten „Rangliste der Pressefreiheit“ der Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) ist Deutschland erstmals aus der Spitzengruppe herausgefallen und rangiert im Vergleich von 180 Ländern auf dem 13. Platz.

„Aufgrund der vielen Übergriffe auf Corona-Demonstrationen mussten wir die Lage der Pressefreiheit in Deutschland von „gut“ auf nur noch „zufriedenstellend“ herabstufen: ein deutliches Alarmsignal“, so RSF-Vorstandssprecher Rediske zum aktuellen Ranking in einer Pressemitteilung.

Weiter heißt es im Corona-Sprech: >>Rediske weiter: „Unabhängiger Journalismus ist das einzig wirksame Mittel gegen die Desinformations-Pandemie, die seit einem Jahr die Corona-Pandemie begleitet. Gleichzeitig ist es im vergangenen Jahr für viele Journalistinnen und Journalisten schwieriger denn je geworden, ohne Angst vor Gewalt oder Repressionen zu arbeiten. Wenn die Welt nun hoffentlich bald zur Normalität zurückkehrt, muss auch der Respekt für die unabdingbare Rolle des Journalismus für eine funktionierende Gesellschaft zurückkehren.“<<

„Die Mehrheit der körperlichen und verbalen Angriffe ereignete sich auf oder am Rande von Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen“, so in der Pressemitteilung. Journalisten seien „geschlagen, getreten und zu Boden gestoßen worden, sie wurden bespuckt und bedrängt, beleidigt, bedroht und an der Arbeit gehindert“. Verklausuliert berichten die „Reporter ohne Grenzen“, dass mehr als drei Viertel aller körperlichen Angriffe sich „auf oder am Rande von Demonstrationen, darunter neben den Corona-Protesten zum Beispiel auch auf Demos gegen das Verbot der linken Internetplattform linksunten.indymedia.org und auf Demos zum 1. Mai“ ereignet hätten.

Hauptgrund für die Abstufung Deutschlands in der Bewertung sei, dass Gewalt gegen Medienschaffende in Deutschland im Jahr 2020 eine „noch nie dagewesene Dimension“ erreicht hat: Im Kalenderjahr 2020 zählte RSF mindestens 65 gewalttätige Angriffe gegen Journalisten im Land. Damit habe sich die Zahl im Vergleich zum Jahr 2019 (mindestens 13 Übergriffe) verfünffacht. Die Organisation geht zudem davon aus, dass die Dunkelziffer 2020 höher ist als in den Vorjahren. (SB)

 

 

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