Nie mehr ohne Corona: Will RKI-Wieler die Pobacken jetzt auch fürs Klima zusammendrücken?

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RKI-Boss Wieler in typischer Pose (Foto:Imago/IPON)

Pünktlich mit der Gewissheit, dass nun Annalena „Kobold“ Baerbock diejenige sein wird, die für die Grünen ins Rennen geht, um das letzte Kapitel der gesellschaftlich-ökonomischen Selbstvernichtung Deutschlands aus dem Kanzleramt zu dirigieren, verschiebt sich ganz sachte und unmerklich der Mindset zu Corona: Lockdown, Zwangsmaßnahmen und Dauerkrisenmodus werden geschickt in einen größeren Zusammenhang gestellt, bei dem es um nicht weniger als das Überleben der Menschheit geht. Jetzt redet auch schon RKI-Cheftierarzt Lothar Wieler vom Klimawandel als eigentlicher Weltenbedrohung, für die das Virus wohl nur so etwas wie ein symptomatischer Unterfall ist.

Die Menschheit müsse sich nach Überzeugung des RKI-Präsidenten nämlich auf ein „dauerhaftes Leben mit Corona“ einstellen. Anlässlich des 127. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin in Stuttgart führte Wieler laut „Welt“ aus, dass sich ein Virus, das „eine Menge Tierarten infizieren kann„, ohnehin nicht ausrotten ließe. Einen bemerkenswerten Bogen zwischen der Pandemie, dem Problem illegalen Tierhandels und ethisch fragwürdiger Tierhaltung und seiner eigenen beruflichen Stammdisziplin, der Veterinärmedizin, spannte der RKI-Chef hier, der nicht nur viele der versammelten Internisten im Auditorium verwundert aufhorchen ließ.

Auf die durch verschiedene wissenschaftliche Arbeiten, darunter einer ausführlichen Studie der Uni Hamburg nahegelegte, mit Abstand plausibelste Erklärung, dass die Entstehung von Sars-CoV2 überhaupt nicht das Resultat von Virenkreuzungen in tierischen Vektoren auf dem Wuhaner Nachtmarkt war, sondern vielmehr Folge eines dortigen Laborunfalls, ging Wieler mit keiner Silbe ein; kein Wunder – die passt ja nicht zum offiziellen Narrativ, wonach „wir zukünftig immer öfter Pandemien haben werden“ und gefährliche Viren quasi eine Gottesstrafe für die Hybris des modernen Menschen seien, ein erwartbarer Zivilisationsschaden, für den – ganz nach ideologischem oder religiösem Gusto – Überbevölkerung, Versündigung an der Schöpfung oder natürlich der Klimawandel verantwortlich sei.

Redebeiträge im Sinne der „Kobold-Kandidatin“

Überhaupt scheint in Stuttgart die gefällige Beschäftigung mit der „Klimafrage“, ganz im Prioritätssinne einer möglichen Kanzlerin Baerbock, das große Thema gewesen zu sein: Auch TV-Mediziner und Spaßvogel Eckhart von Hirschhausen ließ es sich nicht nehmen, vor den „Folgen des Klimawandels für die Gesundheit“ zu warnen: „Gesunde Menschen gibt es nur auf einer gesunden Erde„, ließ er die Delegierten in gepflegter Kirchentag-Sprech wissen. Kein Wunder, dass da auch Wieler vehement auch vor Klimafolgen warnte: Die Erderwärmung führe bereits jetzt zu „Hitzestress„, „Problemen mit psychosozialer Gesundheit“ und einer Zunahme von Hautkrebs.

Vor allem sorge er dafür, dass sich Infektionskrankheiten durch Viren und andere Erreger verbreiteten – etwa auch „von Tieren wie etwa Mücken und Zecken übertragene Krankheiten„, die wegen „veränderter Biotope“ und schwindender Artenvielfalt zunähmen. Abgesehen davon, dass alldies eigentlich alles nichts auf einem Kongress für Innere Medizin verloren hat, wo man besser einmal die gesundheitspolitische Katastrophe von lockdownbedingten OP-Absagen und Behandlungsunterbrechungen hätte thematisieren sollen: Wenn Wieler hier schon fachrichtungsübergreifend über Stress und Probleme mit psychosozialer Gesundheit fabuliert, dann wäre als deren Ursache wohl zu allererst der von ihm selbst mitverantwortete Lockdown zu nennen – und nicht der Klimawandel.

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