„Arsch auf Grundeis“: Die grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock

0

Deutschland wird weiblicher – und das ist angeblich gut so. Von den Grünen kaum zur Kanzlerkandidatin gekürt, tingelt Annalena Baerbock durch die Sendeanstalten, wo sie von Moderatoren interviewt wird, die ihr am Ende des Gesprächs applaudieren. Für die Leistungsträger in Deutschland wird es allmählich Zeit, sich ernsthaft mit dem Thema Auswanderung zu beschäftigen. Flieht, ihr Narren! Der Kommentar.

von Max Erdinger

Markus Söders Kanzlerkandidatur ist vom Tisch. Armin Laschet ist Kanzlerkandidat der Union. Das ist die Alternative, vor der Deutschland nun steht: Laschet oder Baerbock als Kanzler. Im September wird gewählt. Wer ein Ende mit Schrecken dem Schrecken ohne Ende vorzieht, muß auf Baerbock hoffen. Mit ihr als Kanzlerin wird sich die deutsche Agonie deutlich kürzer gestalten, die Grünen werden die Spaltung der Gesellschaft weiter beschleunigen und vertiefen, und darniederliegend in den Ruinen dessen, was einst eine soziale Marktwirtschaft gewesen ist, werden die Deutschen wieder einmal erkennen, daß sie „Verführte & Fehlgeleitete“ gewesen sind. Die alte Geschichte eben. Es wird wieder saumäßig teuer werden.

Bis es soweit ist, gilt aber auf jeden Fall, daß Deutschland weiblicher geworden – und daß wenigstens das ein Grund zur Freude ist. Und das nach 16 Jahren Merkel.

Die neudeutsche Befähigung – Foto: Screenshot Facebook

Kan zie´s wirklich?

Noch ist erst April. Noch ist Annalena Baerbock lediglich Kanzlerkandidatin. Es bleiben also noch fünf Monate Zeit, die Annalena Baerbock dazu nutzen könnte, die Vermutung zu schüren, daß sie es eben nicht kann. Jedoch wird die deutsche Presse verhindern, daß sie diese Gelegenheit nutzt. Würden nur die Redakteure des Medien-Mainstreams wählen dürfen, hätten die Grünen die absolute Mehrheit und wären nicht einmal auf einen Koalitionspartner angewiesen. Nein, der deutsche Medien-Mainstream wird Annalena Baerbock kaum Gelegenheit geben, sich als die personifizierte Inkompetenz zu outen. „Kobold“ (Kobalt), stromspeicherndes Netz (alles ausgerechnet!) und „Desinfikationsmittel“ (Desinfektionsmittel) hin oder her. Im Gegenzug wird sich Annalena Baerbock dankbar in die Arme von Kognitions- und Kommunikationsprofis werfen, die ihr bis zur Wahl im September noch beibringen werden, wie sich Unfähigkeit rhetorisch am geschicktesten verbergen läßt.

Bereits am Tag ihrer Kür zur Kanzlerkandidatin schlug die grüne Parteichefin als erstes beim Privatsender Pro 7 auf, um sich dort „interviewen“ zu lassen. Das würde nur jemanden wundern, der nicht weiß, daß ARD und ZDF Sendeanstalten für die Generation Ü-60 – und daß 70 Prozent der Grünwähler zugleich auch Jungwähler sind. Böse Zungen behaupten, bereits dieser Umstand beweise, daß die PISA-Studien der vergangenen Jahre zutreffend gewesen seien. Auch soll der durchschnittliche IQ nur noch bis etwa zur Jahrtausendwende gestiegen sein. Seither falle er beständig, versichern Experten. Das „Interview“ bei Pro 7 wird deshalb wohl mehrheitlich auch als ein solches durchgegangen sein. Tatsächlich ist es ein freundliches „Sich-gegenseitig-den Ball-zuwerfen“ gewesen, woran auch der neuartige Sprachstil nichts änderte, der wohl eingeführt wurde, um die ganze Harmlosigkeit zu kaschieren.

Es ging u.a. darum, ob der frischgebackenen Kanzlerkandidatin „der Arsch auf Grundeis“ geht, wenn sie daran denkt, künftig womöglich mit Staatsmännern vom Schlage Putins Verhandlungen führen zu müssen, und ob sie „die Eier“ dazu habe. Natürlich nicht, freundschaftliches Gelächter. Sie hat die dazu nötigen Eierstöcke. Und „wir“ haben den Humor. Den brauchen wir auch dringend, sonst hätten wir uns in großer Ernsthaftigkeit gefragt, was es mit der ebenfalls neuen Sitte auf sich hat, daß die Fragensteller im Fernsehen am Ende der Sendung der Gefragten applaudieren.

Was qualifiziert Annalena Baerbock zur Kanzlerin?

Das ist eine hundsgemeine Frage. Und ungerecht ist sie auch. Schließlich hat beim Postkartenmaler, dem Dachdecker und der glanzlosen Physikerin auch niemand nach Qualifikation gefragt. Wenigstens die Traditionsbewußten sollten sich daher einer solchen Frage enthalten. Die Neugier siegt dennoch. Im ZDF wurde Annalena Baerbock als „Juristin“ vorgestellt. Bis Frau Baerbock ihr erstes und auch das zweite Staatsexamen vorlegt, wird noch viel Zeit verstreichen, während der vergessen worden sein wird, wie die Kanzlerkandidatin beim ZDF vorgestellt worden war. Es gibt Themen, die man am besten unter den Tisch fallen läßt. „Dritte bei den deutschen Meisterschaften im Trampolinspringen“ wäre auch nicht besser gewesen, als „Juristin“. Selbst wenn Robert Habeck Kanzlerkandidat der Grünen geworden wäre, hätte das Problem mit der Nennung seiner Qualifikation für das Kanzleramt bestanden. „Robert Habeck, Kinderbuchautor und Kanzlerkandidat“ wäre zwar zutreffend gewesen, aber auch gewagt, weil das Kind ein Infant ist und ohnehin schon die pejorative Behauptung im Raume steht, die Bundesrepublik sei zu einer infantilen Republik verkommen. Aber gut, um Robert Habeck ging es nie, auch wenn natürlich so getan werden musste, als sei das anders. Habeck wäre ja schon dadurch unqualifiziert gewesen, daß er offensichtlich in dem Glauben lebt, bei den Grünen spiele Geschlecht keine Rolle, weswegen er auch Chancen habe, Kanzlerkandidat zu werden. Wer braucht schon einen ausgesprochenen Träumer als Bundeskanzler? – Eben.

Was Annalena Baerbock für die Kanzlerschaft qualifiziert, ist die Tatsache, daß sie sich zeitlebens mit Trampolinspringen und Parteipolitik beschäftigt hat. Nie hat sie irgendein Amt oder eine Behörde geleitet. Verwaltungstechnisch ist sie gänzlich unbeleckt. Das verspricht frischen Wind im Kanzleramt. Wirklich? Boris Reitschuster spricht von einer Mischung aus Kita und Kulturrevolution. Scheinheilig fragt er, ob sich die Republik im Fall einer Kanzlerschaft von Annalena Baerbock in einen Waldorf-Stuhlkreis verwandelt. Natürlich weiß er es besser. Wenn die grüne Trampoline Kanzlerin werden sollte, werden wir es bald mit einer Infantilistendiktatur zu tun haben, die wenigstens ein hübsches Gesicht hat. Der Fachausdruck dafür lautet „Nannystaat im Quadrat“. Aber zugegebenermaßen hängt das nicht allein an der Personalie Baerbock.

Der AfD-Senior Alexander Gauland nüchtern und schonungslos: „Es ist im Ergebnis egal, wer für die Grünen antritt. Denn das Programm, dass diese Partei vorlegt, ist darauf ausgerichtet, Deutschland in allen Bereichen schwerste und irreparable Schäden zuzufügen. Für Deutschland wäre eine Bundesregierung unter Führung der Grünen eine Katastrophe und würde unserem Land noch mehr staatlichen Zwang und Unfreiheit bescheren und zu einer weiteren Zerstörung von Wohlstand, Innerer Sicherheit und gesellschaftlichem Zusammenhalt führen.“ So geht klassische Politikersprache abseits aller Ärsche auf Grundeis und abseits sämtlicher Eier und Eierstöcke. Der Medienapplaus für Gauland fiel dementsprechend spärlich aus. Glück im Unglück bedeutet heutzutage nur noch, daß Söder aus dem Rennen ist. Wo sind wir hingekommen, daß man heutzutage inständig auf einen Laschet als Kanzler hoffen muß?

Was Annalena Baerbock wohl noch am ehesten für die Kanzlerschaft qualifiziert, ist die Tatsache, daß sie gewissermaßen aus demselben Stall kommt wie der hervorragende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Beide sind sie unter den „40 European Young Leaders“ gewesen, jenem transatlantischen „Think-Tank“, den man in der ehemaligen Sowjetunion eine „Kaderschmiede“ genannt hätte. „Der Ausdruck Kader bezeichnete ursprünglich eine besondere Gruppe militärischer Vorgesetzter. Heute wird der Begriff auf besonders qualifizierte bzw. geschulte Führungskräfte in Politik und Wirtschaft angewendet, die oftmals innerhalb der jeweiligen Organisation rekrutiert werden.“ liest man bei Wikipedia. Wenn der „Juristin“ Annalena Baerbock zur Qualifikation für das Kanzleramt auch möglicherweise die Bildung fehlt, was man wohl so lange unterstellen muß, wie nicht feststeht, daß sie sowohl das erste als auch das zweite juristische Staatsexamen hat, so wäre also zumindest tröstlich, daß sie geschult worden ist. Daß sie geschult worden sein könnte, dafür spricht, daß kein Ungebildeter mit gesundem Menschenverstand und ohne Schulung zu dem Weltbild kommen könnte, welches Annalena Baerbock als das ihre vertritt. Wir hätten es also mit einer geschulten Kanzlerkandidatin zu tun. Wenn Ungebildete, aber gut Geschulte über ein gewisses Vernetzungs- und Organisationstalent verfügen, kann man sich wenigstens sicher sein, daß sie effizient das tun werden, worin sie geschult worden sind. Im konkreten Fall bedeutet das, daß „wir“ mit Annalena Baerbock nach Merkel die nächste globalistische Marionette im Bundeskanzleramt sitzen hätten.

Ein Generationsproblem?

Die grüne Kanzlerkandidat ist 1980 zur Welt gekommen. Als der Reaktor in Tschernobyl in die Luft flog, war sie sechs Jahre alt, beim Fall der Mauer neun – und als Merkel Kanzlerin wurde, ist sie erst 25 gewesen. Man muß sich in die Erfahrungswelt der Annalena Baerbock hineinzudenken versuchen, um wenigstens ansatzweise zu verstehen, der Absenz welcher Erfahrungen genau ihre heutigen Einlassungen geschuldet sein könnten. Man muß die Entwicklungen des geistigen Klimas seit den Achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts bedenken, um wenigstens die subjektive Unschuld hinter ihren Überzeugungen zu erkennen. Sie ist eben ein Kind ihrer deutschen Zeit. So, wie auch die etwa gleichaltrigen Aktivisten, die früher einmal als Journalisten bezeichnet worden wären. Sie werden alles dafür tun, um zu verhindern, daß „ihrer Annalena“ bis zur Bundestagswahl noch jemand in die Gesinnungsparade fährt. Der Applaus der Pro 7-„Interviewer“ am Ende des Gesprächs lieferte bereits einen Vorgeschmack. Die Medienbegleitung der kommenden fünf Monate wird in der ferneren Zukunft einmal bezeichnet werden als „die Baerbock-Festspiele“ – und der ohnehin schon von niemandem geliebte Kanzerkandidat der Union, Armin Laschet, wird bis zur Bundestagswahl dastehen wie ein übler Finsterling. Söder würde noch viel übler drangewesen sein. Der wäre bis zum September noch in der letzten Einöde des Landes als prinzipienloser Opportunist geoutet worden – und zwar anhand seiner eigenen Zitate der vergangenen Jahre. Dagegen wäre auch aus keiner Ecke mehr fundierter, wahrhaftiger Widerspruch möglich gewesen.

Rein theoretisch könnte der Kelch einer Baerbockschen Kanzlerschaft noch an den Deutschen vorbeigehen, wenn die CDU bei der Wahl signifikant besser abschneiden sollte, als die Grünen. Auf eine schwarzgrüne Koalition läuft es ohnehin hinaus. Auch, wenn das nicht sonderlich wahrscheinlich ist: Laschet könnte sich bis zur Kanzlerwahl noch zu einer Art verspätetem Gorbatschow entwickeln, „Glasnost“ und „Perestrojka“ für die Union propagieren und so bereits verschüttete Hoffnungen wieder freischaufeln, die dann der Union zugute kämen. Nur ist Laschet eben kein Gorbatschow. Noch nicht einmal auf Unionsebene. Wenn der gegenwärtige Trend weiterläuft, könnten die Grünen die Union bundesweit noch überholen. Dann wäre Annalena Baerbock Kanzlerin.

Und dann heißt es für jeden, der Freiheit, Eigentum und Eigenverantwortung behalten will: Flieht, ihr Narren! Rette sich, wer kann! Schafft eure Vermögen und alle Produktionsstätten aus dem Land! Deutschland wird zu einem kleptokratischen Gefängnis für jeden freien Geist! Noch könnt ihr so schnell es geht bis an die Landesgrenzen fliehen. Schon fünf Minuten nach der Bestätigung von Annalena Baerbock als Kanzlerin wird ein Tempolimit gelten, auf daß niemand die ins Land strömenden Migrantenmassen auf der Autobahn überfahre. Adieu, lieb´ Vaterland. Du bist endgültig gar zur Mutter Erde geworden. R.I.P.

Keine Zensur: Folgt uns auf Telegram