Angst vor Nebenwirkungen – oder Wut über Jauchs Schwindel? Millionen Deutsche haben keine Lust auf die Impfung

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Impfen - nein danke? (Symbolbild: shutterstock.com/Von Aram Shahinyan)

Auch wenn die Zulieferung der Impfstoffe schleppend verläuft und Deutschland anderen Ländern grandios hinterherhinkt – die Zahl der Impfdosen wächst und wächst, und seit der Aufnahme der Hausarztpraxen in den nationalen Impfplan kommt eine gewisse Beständigkeit in die Kampagne. Doch nun stellt sich ein neues Problem: Immer mehr Deutsche werden offenbar zu Impfskeptikern – und denken trotz vorhandener Berechtigung nicht daran, von derselben Gebrauch zu machen. Das zeigt sich vor allem in Berlin.

Alleine in der Hauptstadt haben bislang über 800.000 Bürger – fast ein Viertel der Bevölkerung – ihr bestehendes Impfangebote nicht wahrgenommen, und das, obwohl sie
laut Priorisierung oder aus dienstlichen Gründen dazu berechtigt wären. Dies berichten Medien unter Berufung auf Zahlen der Berliner Gesundheitsverwaltung, auf Anfrage der FDP im Abgeordnetenhaus hin. Obwohl die Gesundheitsverwaltung bisher 1.673.850 schriftliche Einladungen verschickt hat, hätten . 812.521 Personen noch keinen Termin vereinbart, heißt es da. Na sowas – ist da etwa Enttäuschung oder Trotz über Jauchs Fake-Pflasterbilder nach seiner in Wahrheit gar nicht erfolgten Impfung im Spiel… oder Sorge um die eigene Gesundheit?

In Berlin kommen zu den üblichen, verbreiteten Zweifeln an der Impfung – nach dem Debakel um den Astrazeneca-Impfstoff Vaxzevria und entsprechenden Meldungen über schwere bis tödliche Impfschäden – noch die „ortsüblichen“ Pannen, die für einen besonderen Vertrauensverlust in die Immunisierungen gesorgt haben dürften. So etwa die Vernichtung von 2.533 Impfdosen nach auf den Boden gefallenen oder falsch aufgezogenen Spritzen sowie abgelaufenen Haltbarkeitsdaten von Impfstoffen. Zu Recht misstrauen viele Bürger dem rotrotgrünen Senat, sobald es um die eigene Gesundheit geht – denn der kriegt bekanntlich ressortübergreifend nichts geregelt.

Fast ein Viertel der Berliner folgte Einladung nicht

Wenn sich dieser Trend wachsender Impfzurückhaltung fortsetzt, dürfte sich die schleichende Durchimpfung weiter verzögern (bisher sind deutschlandweit 19,8 Prozent zumindest mit einer Dosis geimpft worden) – und auch wenn der verfügbare Impfstoff dann für die Willigen eher ausreicht, wird am Ende eine zu geringe Zahl stehen, um die „öffentliche Sicherheit“ vor Infektionsüberträgern zu gewährleisten.

Und obwohl es laut Merkel ja nie um eine verpflichtende Durchimpfung von jedem, sondern nur um ein „Impfangebot für jeden“ gehen soll, lässt sich schon jetzt düster prophezeien, dass unter anderem eine zu geringe Impfquote – auch wenn sie Resultat freiwilliger Entscheidungen der Bürger ist, den Vorwand für die Verlängerung von Freiheitsbeschränkungsmaßnahmen liefern wird. (DM)

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