„Wendehals“ Ferdinand Dudenhöffer: Umstellung auf E-Autos bringt mehr statt weniger Arbeitsplätze

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Foto:Von BigPixel Photo/shutterstock

Verschärft die EU ihre CO2-Regeln, woran man in Brüssel gerade arbeitet, bringt das mehr Arbeitsplätze statt hunderttausendfachen Jobverlust. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie, „heimlich“ finanziert von – Überraschung – der millionenschweren und einflußreichen die European Climate Foundation (ECF). Ein weiteres Beispiel dafür, wer hier eigentlich Politik macht und die Strippen zieht, an denen die Untertanen dann zappeln. 

Sie dürfte nicht jedem bekannt sein: die mächtige European Climate Foundation, die nun laut Welt verdeckt eine Studie zur E-Mobilität finanziert hat. Ergebnis der wissenschaftlichen Untersuchung von Ferdinand Dudenhöffer, Leiter des bekannten Center Automotive Research:(Noch) mehr Klimaschutz würde sich positiv auf den Arbeitsmarkt in Deutschland und auch anderen Ländern auswirken. Eine klare Kehrtwende zu bisherigen Prognosen und eine Beruhigungspille für alle, die den Verlust von Hunderttausenden Arbeitsplätzen in der Autoindustrie fürchten.

Wie so oft stecken hinter solchen „neuen Erkenntnissen“ einflussreiche Akteuren mit Millionenbudget. In diesem Fall soll es die European Climate Foundation (ECF) sein, die eigentlich in diesem Zusammenhang nicht in Erscheinung treten wollte. Ihr Hauptanliegen: den Klimaschutz auf allen Ebenen vorantreiben. Die ECF mit Sitz in Den Haag und Niederlassungen in Berlin, Brüssel und anderen europäischen Städten sitzt auf tonnenweise Geld. Nach eigenen Angaben beliefen sich ihre Einnahmen für 2019 auf mehr als 76,7 Millionen Euro, die Kosten lagen bei rund 725 Millionen Euro. Ihr Millionenvermögen soll laut Welt aus anderen Stiftungen stammen hinter denen einflussreiche und vermögenden Familien stehen. Der früheren New Yorker Bürgermeister und Multimilliardär Michael Bloomberg, der Rockefeller Brothers Fund, die IKEA Foundation und die Stiftung Mercator der deutschen Unternehmerfamilie Schmidt-Ruthenbeck sollen unter den Geldgebern sein. In Deutschland profitierten vor allem die Initiativen Agora Verkehrswende und Agora Energiewende, so die Welt.

Pikant: Noch im November 2019 war der jetzige Studienleiter „Autoprofessor“ Ferdinand Dudenhöffer zu einem ganz anderen Ergebnis gekommen. Damals prophezeite er bei schärferen EU-Klimavorgaben trotz der Entstehung neuer Jobs 125.000 Arbeitsplätze weniger. Seine neue Studie mit dem Titel „Verschärfung der EU-CO2-Anforderungen und die Auswirkungen auf die Arbeitsplätze in der europäischen Autoindustrie“ soll schlappe 10.000 Euro gekostet haben und natürlich habe das Ergebnis nichts mit den klaren Interessen des Auftraggebers zu tun und sei völlig unabhängig, betont man seitens der Macher. „Die Finanzierung hat das Ergebnis nicht beeinflusst“, erklärt der 69-jährige Dudenhöffer gegenüber der Welt.

Auch zahlreiche andere Studien sprechen vom Jobverlust für zehn- bis hunderttausende Menschen durch die Transformation zur Elektromobilität allein in der deutschen Autoindustrie. Das dieses Szenario Wirklichkeit wird, daran arbeitet man in Brüssel Tag und Nacht. Strikte Grenzwerte für den CO2-Ausstoß in der geplanten neuen Euro 7 Norm für Pkw sollten es richten. Ihre Durchsetzung hätte ein Verbot von Verbrennungsmotoren bedeutet. Das sei vorerst vom Tisch, freut sich die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller: „Wir müssen nun zusätzlich die Versorgung mit E-Fuels, synthetischen Kraftstoffen aus erneuerbaren Energiequellen, vorantreiben“, fordert Müller. ,,Denn nicht der Motor ist ein Problem für das Klima, sondern der fossile Kraftstoff.“ Es gibt also noch Hoffnung für alle Autofahrer, deren Herz nicht für die neuen Elektrosummsen schlägt. (MS)

 

 

 

 

 

 

 

 

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