Asozialisten sind bekanntlich nur stark und mächtig, wenn sie genügend dumme Wähler heranzüchten können, die ihren menschenfeindlichen Ideologien blind folgen. In diesem Zusammenhang könnte man auch die jüngste Äußerung von Karl Lauterbach, des wohl größten Gesundheitsexperten der SPD, seit es Taschentücher gibt, interpretieren:

Der „Talkshow-Meister“ ist gegen Präsenzunterricht an Schulen bis zu einer Inzidenz von 200, wie im neuen Infektionsschutzgesetz vorgesehen. „Ich halte die Situation an den Schulen für so brenzlig, dass das Ganze begrenzt werden müsste auf Inzidenzen unter 100“, sagte er am Freitag im Fernsehsender Phoenix. Trotz der vorgesehenen Tests müsse man mit einer starken Verbreitung des Coronavirus an Schulen und in den Familien rechnen.

„Eltern gehen massiv ins Risiko“, so der SPD-Politiker. Schließlich sei in der dritten Welle neu, dass sich auch viele Jüngere ansteckten und an der Krankheit versterben könnten. Lauterbach plädierte dafür, das Lehrpersonal vorrangig zu impfen.

„Selbstverständlich müssen die Lehrer und Erzieher geimpft werden, sonst ist die Teilnahme am Unterricht zu gefährlich.“

Da wie irre getestet wird, wird auch die Inzidenzzahl vorerst nicht unter die magische 100 rutschen. Das weiß Lauterbach und von daher plädiert er für Unterrichtsausfall bis zum Sankt Nimmerleinstag. Was das für die Bildung des Nachwuchses bedeutet, müsste eigentlich jedem klar sein.

Deutliche Worte richtete Lauterbach auch an die Wirtschaft, die man stärker in den Fokus nehmen müsse, denn zahlreiche Infektionen würden am Arbeitsplatz stattfinden. „Die Betriebe haben sich bislang zu wenig an der Pandemie-Bekämpfung beteiligt. Wir werden sie stärker herannehmen müssen.“ Sowohl eine FFP2-Maskenpflicht am Arbeitsplatz sowie häufigeres Testen hielt der SPD-Gesundheitsexperte für sinnvoll. „Wir haben uns viel zu lange von den Betrieben sagen lassen, was alles nicht geht“, machte Lauterbach Druck und warnte schließlich: „Das wird zum Schluss darauf hinauslaufen, dass uns nichts anderes übrigbleibt wie in Irland, wo man die Betriebe dicht machen musste.“

Die in der Politik umstrittene Ausgangssperre befürwortete Lauterbach nochmals mit Nachdruck. Studien zeigten, dass die Ansteckungen durch diese Maßnahme um 15 Prozent sinken würden. „Das wird alleine nicht ausreichen, aber ohne würde es sehr schwer, die Inzidenz unter 100 zu bekommen.“

Schulen dicht, Betriebe dicht, Geschäfte dicht, Gaststätten dicht, Hotel dicht. Nur Karl Lauterbach scheint nicht mehr ganz dicht zu sein. Und wir singen alle: Auferstanden aus Ruinen“…

Zu diesem Thema passt auch folgende Meldung:

Die Jugendämter in Deutschland schlagen angesichts der Langzeitfolgen der Corona-Pandemie für Kinder und Jugendliche Alarm. „Die Corona-Pandemie wirft die Kinder- und Jugendarbeit um mindestens fünf Jahre zurück“, sagte Lorenz Bahr, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). „Mit Blick auf die beiden Abschlussjahrgänge droht sich die Zahl der Schulabbrecher zu verdoppeln“, warnte der Bundesarbeitsgemeinschafts-Chef.

Anstatt der zuletzt 104.000 Schulabbrecher rechnen die Landesjugendämter mit „210.000 Schulabbrecher in 2020 und genau so vielen noch einmal in diesem Jahr“, sagte Bahr. Diese Entwicklung werde sich durch viele Schichten ziehen, auch Kinder aus der Mittelschicht würden einen „früheren Karriereknick“ erleben. Die Zahl der bei den Jugendämtern eingegangenen Meldungen zur Kindeswohlgefährdung sei bisher bundesweit konstant geblieben, sagte er.

„Wir rechnen aber damit, dass sie noch steigen wird. Denn die Frauenhäuser sind derzeit voll, auch Hilfetelefone werden stark nachgefragt.“ Diese Entwicklung werde früher oder später auch in der Kinder- und Jugendarbeit ankommen.

Nach Einschätzung der Mitarbeiter in den deutschen Jugendämtern machen sich die negativen Folgen der Pandemie auf Kinder und Jugendliche bereits bemerkbar. Das ist das Ergebnis einer Befragung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz (ISM), über die die Funke-Blätter berichten. 298 der 559 Jugendämter in Deutschland nahmen daran teil, insgesamt wurden 1.750 Beschäftigte befragt.

84 Prozent der befragten Jugendamtsmitarbeiter gaben demnach an, dass sie über alle Lebensbereiche hinweg negative Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Leben von Kindern und Jugendlichen feststellen konnten. 88 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sich insbesondere die Situation von Kindern mit Migrationshintergrund, bildungsbenachteiligten Kindern sowie Kindern, die in belasteten Familienverhältnissen leben, sich weiter verschlechtern wird. Seit Beginn der Krise haben die Jugendämter der Befragung zufolge vor allem Schwierigkeiten, den Kontakt mit einzelnen Gruppen zu halten. Besonders betroffen sind demnach Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren, Familien, die sich in prekären Lebenslagen befinden sowie Kindern, deren Eltern psychisch erkrankt sind oder unter Suchtproblemen leiden sowie. „Allein diese Gruppen betreffen rund vier Millionen Kinder und Jugendliche und zieht sich durch alle sozialen Schichten“, sagte Heinz Müller, Leiter des ISM, den Funke-Zeitungen. „80 Prozent der Kinder und Jugendlichen aus armutsgefährdeten Haushalten drohen den Anschluss zu verlieren – schulisch, aber auch im Umgang mit sozialen Kontakten oder ehrenamtlichem Engagement in Vereinen“, warnte Müller.

Der höhere Bedarf an Hilfsangeboten, aber auch an Präventionsarbeit sowie digitalen Angeboten wird nach Einschätzung der Jugendämter teuer werden. „Der Mehrbedarf könnte sich auf etwa 10 Prozent der regulären Aufwendungen für Kinder- und Jugendhilfe (ca. 56 Milliarden Euro) belaufen – also ca. 5,6 Milliarden Euro jährlich“, heißt es in der Auswertung der Befragung. Die Jugendämter fordern daher von Bund, Ländern und Kommunen einen Post-Corona-Kinder-und-Jugendhilfefonds für den Zeitraum von 2022 bis 2027. Dabei seien die Mehrkosten noch konservativ geschätzt, sagte der Bundesarbeitsgemeinschafts-Chef Lorenz Bahr.

Neben dem Ausbau von Hilfsangeboten sollen mit dem Geld bestehende Angebote attraktiver gemacht werden, etwa die Vergütung des Freiwilligen Sozialen oder Ökologischen Jahres (FSJ/FÖJ). „Bisher werden solche Angebote fast ausschließlich von Abiturientinnen und Abiturienten genutzt. Wir müssen aber gerade auch Jugendliche mit anderen Bildungsabschlüssen oder ohne Schulabschluss erreichen, um ihnen eine Perspektive aufzeigen zu können. Es darf nicht passieren, dass Jugendliche durch das Raster fallen und sich direkt in Hartz IV wiederfinden“, warnte Bahr. (Mit Material von dts)