Vogelvernichtung durch Windkraft-Größenwahn: 250-Meter-Anlagen geplant

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Höher, phallischer, hässlicher: Bei den Windkraftanlagen, die Deutschland verspargeln und seine einst bezaubernde Landschaften immer weiter ramponieren, gibt es kein Halten mehr: Auch wenn die schädlichen Auswirkungen für die Fauna wohldokumentiert sind, scheut die grüne faktische Energie-Planwirtschaft nicht davor zurück, immer neue Kolosse zu errichten. So sollen nun im Werler Stadtteil Mawicke (NRW) zwei 250-Meter-Windräder aus dem Boden gestampft werden – doch Bürger und Umweltschutzverbände haben genug vom ideologischen Wind-Wahn, und gehen auf die Barrikaden.

Kein Urlaubsort wo Vogelmord“ lautete ein gerne von Grünen und Alternativen der originären Umweltbewegung geteilter Slogan, der sich in den 1970er und 1980er Jahren häufig neben der Picasso-Friedenstaube und Anti-AKW-Stickern auf Jutetaschen und Wildleder-Schulranzen fand. Heute haben die Ökos von damals, längst zu Profiteuren der „Energiewende“ geworden, überhaupt kein Problem damit, jährlich hunderttausende Vögel von monströsen Windrädern schreddern zu lassen, die überall in Deutschland aus dem Boden schießen und kein Naturschutzgebiet, kein Biosphärenreservat verschont lassen.

In Mawicke sind es laut dem „Soester Anzeiger“ fünf alte Windräder, an deren Stelle künftig die zwei wolkenkratzerhohen Zwillingsräder rotieren sollen. Das Projekt ist noch im Genehmigungsverfahren, wird jedoch trotz massiver Expertenbedenken durchgewinkt werden – einfach weil der politische Zeitgeist nach derartigen Symbolbauten verlangt, um jedermann das „energiepolitische Umdenken“ einzubimsen. Dennoch gibt es Widerstand: etwa von der Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz im Kreis Soest (ABU).

Wie die Zeitung schreibt, erfüllen laut der ABU weder der Standort noch die Größe der beantragten Windräder die „Voraussetzungen für einen naturverträglichen Ausbau der Windenergienutzung„: Die kombinierte Rotorfläche beider neuen WKAs sei um fast 60 Prozent großer als die bisherigen fünf Anlagen zusammen – und sie seien fast doppelt so hoch wie diese. Anstelle der bei kleineren, schnelldrehenden Anlagen häufig vorkommenden Vogeltötungen durch Rotorschlag besteht das Hauptproblem bei den geplanten Riesenrädern in anderer Form – nämlich durch Vernichtung von natürlichem Lebensraum der Tiere.

Gefahr auch für Zugvögel

Weil sich die viel größeren Räder häufiger und länger drehen, erhöht sich für seltene Vögel wie etwa Gold- und Mornellregenpfeifer der sogenannte „Meideabstand“, den sie beim Umfliegen der Anlagen instinktiv einhalten, auf mehr als 1000 Meter. Allerdings befindet sich in nur 500 Metern Entfernung von den beantragten Windenergieanlagen ein Vogelschutzgebiet, das ein bedeutendes Rastgebiet beider Arten darstellt. Auch für weitere Arten, etwa Wiesenweihen oder Greifvögel wie Rotmilane, die im Umfeld brüten, würde sich laut ABU „durch die größere Rotorfläche und die längeren Laufzeiten das Risiko einer Kollision erheblich erhöhen.“ Und noch ein weiteres Problem stellt sich aufgrund der außerordentlichen Höhe der neuen WKAs: Diese können zur Gefahr für durchfliegende Zugvögel werden, die sich in der Regel in einem Korridor zwischen 200 und 400 Metern Höhe bewegen.

Es wird aller Voraussicht nach so kommen wie immer in Deutschland, wenn wirtschaftliche Interessen bestehen – die heute gleichbedeutend sind mit ökologischen Interessen, subsumiert unter dem Totschlagargument „Klimaschutz“: Die „Schutzgebiete“ erweisen sich als Etikettenschwindel, weil dieser Schutz im Bedarfsfalls eben widerrufen wird. Erst wenn das ganze Land im Zeichen der „Klimaziele“ mit Windrädern zugestellt ist und die gesamte Flora und Fauna, insbesondere alle Vögel und auch Insekten verschwunden sind, wird man vielleicht erkennen, dass man hier den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben hat. (DM)

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