Chaos Computer Club fordert Bundesnotbremse: Smudos Luca-App muss sofort aus dem Verkehr gezogen werden!

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Während Ikea und Co. die sogenannte Luca-App des System-Rappers Smudo heftigst als Corona-Heilsbringer bewerben, warnt der Chaos-Computer-Club (CCC) vor der Trackingsoftware, die via „zwielichtige Vergabepraxis“ eigentlich nur von der „Strahlkraft“ der Werbe-Ikone Smudo zeuge. Luca habe „gravierende Sicherheitslücken“. CCC fordert die Verantwortlichen des „staatlich subventionierten Geschäftsmodells“ zur lückenlosen Aufklärung auf. Die App müsse sofort aus dem Verkehr gezogen werden.

„Darf ich ohne Luca-App jetzt nicht mehr zu Ikea?“ Könnte sein. Zumindest dann, wenn es nach dem Willen des System-Rappers Smudo von den Fantastischen Vier geht. Der regierungskonforme Künstler – Smudo dingte sich bereits bei Merkels „Flüchtlingskrise“ an – wird seit Wochen wegen der von ihm beworbenen Corona-Warn-App als Heilsbringer in den Mainstreammedien gefeiert. Die Tracking-App soll, so der Plan der Corona-Verantwortlichen, via Anbindungen an die örtlichen Gesundheitsämter die Kontaktverfolgung beschleunigt. Am Dienstagabend hieß es von Luca, das System werde bis Anfang Mai in circa 300 Gesundheitsämtern eingeführt, die Betreiber sprechen von einem „wichtigen Schritt zur Digitalisierung“ der Ämter.

Luca-App: CCC fordert Bundesnotbremse

Bereits während dem Mainstream-Jubeltanz rund um die App äußerten IT-Experten schwere Bedenken bezüglich der Datensicherheit. Selbst das Team des öffentlich-rechtlichen Möchte-gern-Satirikers Jan Böhmermann war in der Lage, sich aus der Ferne nachts im Osnabrücker Zoo einchecken zu lassen.

Nun meldete sich am Dienstag auch der renommierte Chaos-Computer-Club (CCC) zu Wort und fordert eine „Bundesnotbremse“.

In einer Presseaussendung von CCC heißt es dazu:

„Mit nur einem Bild eines beliebigen Schlüsselanhängers, der im «Luca App»-System
verwendet wird, lässt sich mit einfachen Programmierkenntnissen unbemerkt das
Bewegungsprofil der Nutzer:in des Anhängers auslesen. In einem technischen Machbarkeitsnachweis weist eine Gruppe verschiedener IT- und Netzexpert:innen aus der Community unter Nutzung frei zugänglicher Schnittstellen eine strukturelle Sicherheitslücke des Luca-Systems nach.

Das Unternehmen und die zuständige Berliner Beauftragte für Datenschutz und
Informationsfreiheit wurden am 13. April 2021 darüber in Kenntnis gesetzt.
Die Konsequenzen der Sicherheitslücke sind gravierend. Dementsprechend fordert die
Gruppe die Verantwortlichen dazu auf, über 100.000 bereits im Umlauf befindliche
Luca-Schlüsselanhänger sofort aus dem Verkehr zu ziehen, um die Ausnutzung dieser
Sicherheitslücke zu verhindern.“

Weiter heißt es, dass die zwielichtige Vergabepraxis bestenfalls von der Strahlkraft des Rappers Smudo zeugte, der bisher nicht als Programmierer oder Datenschützer aufgefallen war: Dem Investor der culture4life GmbH, die die Luca-App in Windeseile aus dem Boden gestampft hat, ist es binnen Monaten gelungen, Millionen für ein unreifes und untaugliches Produkt einzuwerben. Dabei vergisst Investor Smudo gern zu erwähnen, dass er mit über 22% am Unternehmen beteiligt ist, also nicht ohne beträchtlichen Eigennutz für die Luca-App wirbt.

„Die Luca-App ist nicht der einzige Fall, bei dem COVID-Glücksritter weit über ein angemessenes Niveau hinaus Kapital aus der Pandemie schlagen”, sagte Linus Neumann. „Die Maskenaffäre wurde gerade erst erfolgreich unter den Teppich gekehrt. Um einem weiteren Vertrauensverlust in die Politik Einhalt zu gebieten, muss nun lückenlos aufgeklärt werden, wie es zu der zweifelhaften Vergabe kam”, so Neumann weiter.

CCC fordert den sofortigen Stopp und lückenlose Aufklärung. (SB)

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