Warum der Lockdown wohl das ganze Jahr dauern wird: Viertelmillion weniger Impfdosen in 14. Kalenderwoche

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Deutschland kommt mit der „rettenden“ Durchimpfung der gesamten Bevölkerung einfach nicht voran. Die Wiederherstellung der Grundrechte rückt also nochmals in weite Ferne, auch weil der Inzidenzwert von 100 durch den Testirrsinn nicht mehr unterboten werden kann. Die Bürger werden wohl noch monatelang das Totalversagen der Bundesregierung ausbaden müssen. Mindestens bis zur Bundestagswahl – wenn diese nicht zu Gunsten Angela Merkels noch verschoben wird.

Hier wieder die aktuellen Meldungen aus der Coronahölle:

Viertelmillion weniger Impfdosen in 14. Kalenderwoche

In der zurückliegenden 14. Kalenderwoche sind fast eine viertelmillion Impfdosen weniger angeliefert worden als erhofft. Wie Daten des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) zeigen, kamen zwischen dem 5. und 11. April 2.749.500 Impfdosen an – ausschließlich von Biontech. Eingeplant hatte das BMG eigentlich 2.997.900 Einheiten.

Biontech lieferte dabei in der letzten Woche 234.000 Impfdosen mehr als geplant, dafür kam laut BMG-Daten von Astrazeneca gar nichts. Eingeplant waren ursprünglich 482.400 „Astra“-Dosen. Das durch die Hausärzte nach oben getriebene hohe Impftempo dürfte damit die nächsten Tage nicht mehr lange zu halten sein.

Der angelieferte Impfstoff reicht nur für 392.785 Impfungen pro Tag, in der letzten Woche waren es allein bei den Erstimpfungen über 400.000 Piekse pro Tag.

RKI meldet 10810 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz steigt auf 140,9

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Dienstagmorgen vorläufig 10.810 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 57 Prozent oder 3.925 Fälle mehr als am Dienstagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 136,4 auf heute 140,9 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Weil nach Ostern Nachmeldungen eine Rolle spielten, andererseits über die Feiertage womöglich weniger Tests gemacht wurden, wird erst ab etwa 17. April wieder ein unverzerrter Vorwochenvergleich möglich sein. Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 243.400 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 16.800 mehr als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 294 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus.

Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 1.643 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 235 Todesfällen pro Tag (Vortag: 206). Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 78.746. Insgesamt wurden bislang 3,02 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

Mehr als 15.000 Corona-Teststellen in Deutschland

Die Bundesländer haben insgesamt mehr als 15.000 Teststellen für kostenlose Corona-Bürgertests geschaffen. Dies geht aus einer Umfrage des Bundesgesundheitsministeriums bei den Ländern hervor, über die die „Welt“ (Dienstagausgabe) berichtet. Zu den Teststellen zählen Testzentren sowie Apotheken.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zeigte sich mit dem Fortschritt zufrieden. „Dass Länder und Kommunen in kurzer Zeit mehr als 15.000 Teststellen eingerichtet haben, ist eine tolle Leistung, das gibt uns mehr Sicherheit in dieser schwierigen Phase der Pandemie“, sagte Spahn der „Welt“. Das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen führt mit 5.776 Teststellen (Stand 8. April) erwartungsgemäß auch die Liste an.

Danach folgt Niedersachsen mit 2.974 (Stand Ende März) und Baden-Württemberg mit 2.250 Teststellen. In Deutschland gibt es dem Statistischen Bundesamt zufolge 294 Landkreise und 107 kreisfreie Städte. Bei insgesamt 15.000 Teststellen ergibt dies 37 Teststellen pro Landkreis oder kreisfreier Stadt.

Vielerorts ist jedoch unklar, wie stark das Angebot tatsächlich in Anspruch genommen wird. Nur fünf Bundesländer konnten im Rahmen der Umfrage angeben, wie viele Schnelltests durchgeführt wurden. Berlin nannte 289.042, Bremen bis Ende März circa 32.500, Niedersachsen 89.751 (Stand 28. März) und das Saarland 553.232 (Stand 28. März).

Nordrhein-Westfalen liegt mit 3,64 Millionen Tests allein im Monat März vorn – ebenfalls angesichts der Bevölkerungszahl erwartbar. 3.787 Tests, also 0,1 Prozent, seien dabei als positiv gemeldet worden. Angesichts von 17,93 Millionen Menschen, die in NRW leben, ist man von einer wöchentlichen Testung jedes Einwohners jedoch noch sehr weit entfernt.

Geimpfte müssen nicht mehr zum Corona-Test oder in Quarantäne

Personen, die gegen Corona geimpft sind, müssen künftig nicht mehr zum Corona-Test oder in Quarantäne. Das Bundesgesundheitsministerium habe am Montag ein entsprechenden Brief an die Staatskanzleien der Länder verschickt, schreibt die „Bild“. Bund, Länder und Kommunen sollten demnach ihre Verordnungen und Erlasse entsprechend ändern.

Gelten soll dies Test- und Quarantänefreiheit für alle Personen, die vollständig geimpft sind und bei denen die letzte Impfung nachweislich mehr als 14 Tage her ist. Voraussetzung ist, dass es sich um in der EU zugelassene Impfstoffe handelt. Das sind derzeit die von Biontech, Moderna, Astrazeneca und Johnson&Johnson.

Test- und Quarantäne-Freiheit für Geimpfte gelte bei allen Einreisen aus dem Ausland. Ausnahme sind Einreisen aus Virusvariantengebieten. Der Bund empfiehlt den Ländern zudem, die Quarantäne-Pflicht für geimpfte Kontaktpersonen von Infizierten aufzuheben.

Zudem sollen die Länder und Kommunen regeln, das sie bisher nur Getesteten vorbehaltene Lockerungen im öffentlichen Leben (z.B. Einkaufen, Außengastronomie) auch für Geimpfte ohne Test öffnen. Die Testpflicht für bestimmte Berufsgruppen können Länder und Kommunen für Geimpfte ebenfalls aufheben. Laut „Bild“ werde der Bund seine Regelungen anpassen und bittet die Länder, dies bei sich und in den Kommunen ebenfalls zugunsten der vollständig Geimpften ebenfalls zu tun.

Testlieferungen an Kitas verzögern sich

Freie Kita-Träger in NRW müssen nun doch noch länger auf die angekündigten Selbsttests warten. Bei einer größeren Teillieferung komme es aufgrund internationaler Logistikprobleme im Flugverkehr zu Störungen, heißt es in einem Brief des NRW-Familienministeriums an die Einrichtungen und an die Eltern, über den die „Rheinische Post“ (Dienstag) berichtet. Die Verzögerung könne dazu führen, dass erst in der kommenden Woche vollständig ausgeliefert werde.

Ursprünglich sollten freie Träger die Test-Kits demzufolge schon am Montag erhalten, damit jedes Kita-Kind auf freiwilliger Basis zweimal wöchentlich einen Test machen kann. Stattdessen rief das Ministerium nun dazu auf, möglichst alle anderen bestehenden Möglichkeiten für Testungen zu nutzen.

 

 

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