Danger Dan hetzt bei Böhmermann im Namen der „Kunstfreiheit“: Gewaltphantasien am Klimperkisten

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Beleidigungen, Verunglimpfungen, Hass, Hetze, Mordphantasien: All das ist kein Problem für linke Systemtröten, die sich gegen die ausgewiesenen Feindbilder primitiv auslassen – und, anders als streitbare Figuren vom entgegengesetzten Ende des Spektrums, dafür nicht kriminalisiert werden, sondern in den Feuilleton gefeiert werden. Was bei Jan Böhmermann im ZDF, dem Hausformat für hirntote Gesinnungsmitläufer, vor drei Tagen geboten wurde, wäre selbst nach Maßstäben der alten Bundesrepublik, als Meinungsfreiheit noch keine politische Richtungsfrage war, ein Fall für die Staatsanwaltschaft geworden.

Der Rapper „Danger Dan“ packte da nämlich im ZDF Magazin Royal in seinem talentfreien neuen Song unter dem programmatischen Titel „Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt“ sämtliche bornierten Vorurteile und Klischees in einen Sack – und drosch kräftig drauf, womit er sich den Beifall eines nicht minder plumpen, hasserfüllten und undifferenziert-vorimprägnierten „Milieus der Wachsamen“ verdiente, die mit zunehmend faschistischen Methoden ihren Phantomfaschismus bekämpfen. Kotzprobe:

„Nein, ich wär nicht wirklich Danger Dan / Wenn ich nicht Lust hätte auf ein Experiment / Mal die Grenzen auszuloten, was erlaubt und was verboten ist / Und will euch meine Meinung hier erzählen / Jürgen Elsässer ist Antisemit / Kubitschek hat Glück, dass ich nicht Bogen schieß‘ / An Reptilienmenschen glaubt nur der, der wahnsinnig ist / Gauland wirkt auch eher wie ein Nationalsozialist / Faschisten hören niemals auf, Faschisten zu sein / Man diskutiert mit ihnen nicht, hat die Geschichte gezeigt / Und man vertraut auch nicht auf Staat und Polizeiapparat/ Weil der Verfassungsschutz den NSU mit aufgebaut hat / Weil die Polizei doch selbst immer durchsetzt von Nazis war / Weil sie Oury Jalloh gefesselt und angezündet haben & Und wenn du friedlich gegen die Gewalt nicht ankommen kannst / Ist das letzte Mittel, das uns allen bleibt, Militanz.“

Bildungsferne und strunzdumme Fehletikettierungen

Mordaufrufe, Bereitschaft zu Gewalt, unerträgliche Verharmlosung der Begrifflichkeiten „Nationalsozialismus“ und „Faschismus“, die nicht mehr alleine nur mit der hier neuerlich entblößten, strunzdummen, geschichtslosen Bildungsferne dieser Medienlandschaft und ihrer Protagonisten rechtfertigt werden kann: So etwas wird im Staatfernsehen heute gegen Zwangsgebühren serviert, obwohl es schon frei Haus eine Zumutung wäre. „Danger Dan“, Teil der „Combo Antilopen Gang“, reiht sich hier ein in eine ganze Charge institutionalisierte verkappter Extremisten, die sich hinter der „Kunstfreiheit“ verstecken. Angesicht dieser Entgrenzungen und Bedeutungsverschiebungen kann man dann irgendwann auch das NS-Regime mit der Kunstfreiheit freisprechen – schließlich war Hitler ja Künstler und, im Gegensatz zu seinen „Qualitäten“ als Politiker, sicher kein unbegabter.  Gemeinsam mit Linksradikalen- und Baumbesetzer-Hofpianist Igor Levit, der ihn am Klavier begleitet hatte, durfte sich „Dan“ dann bei Böhmermann im Rahmen eines „Werkstattgesprächs“ beweihräuchern und die endgültige Perversion der Kunstfreiheit weiterspinnen. Das ist in etwa so, als würden Pol Pot, Idi Amin und Kim Jong Un über unveräußerliche Menschenrechte philosophieren.

Wir scheiben, was andere verschweigen – Jouwatch-Kugelschreiber in rot oder schwarz – 4,99 Euro

Die Verbalonanie eines als sich als politischer Künstler camouflierenden Hetzers darüber, patriotische Verleger zu erschießen oder Lynchjustiz gegen zu Nazis erklärten Wertkonservative als Notwehr zu billigen, triggert – anders als wenn Nena nach einer Kassel-Demo eine Liebesbotschaft postet – freilich keinen Skandal, keine Rufe nach Zensur, erst recht auch kein Einschreiten des Rundfunkrats und keine Intervention der Intendanz. Stattdessen gibt’s für diesen Vertreter eines zum Mainstream mutierten linken Untergrunds reichlich Zuspruch von seinen Fanboys unter den Journalisten-Aktivisten – etwa in der „Frankfurter Rundschau„, wo ein gewisser Mirko Schmid verzückt über dieses „Statement gegen Rechts“ bramarbasiert und, völlig ironiefrei, den folgenden Satz formuliert: „Wer zu billigen Witzen auf Kosten von Minderheiten und Frauen lachen möchte, wie sie Dieter Nuhr und Mario Barth anbieten – der ist hier definitiv falsch. Denn Jan Böhmermann ist weder widrig, noch belanglos, noch billig witzig. Der Satiriker hat sich im Laufe der Jahre zu einer scharfen Klinge entwickelt, die sich durch den alltäglichen Irrsinn fräst.“ (DM)

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