Corona-Eskalation: Wann wird geschossen? Beamter zieht Waffe bei Corona-Kontrolle

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Dienstwaffe (Symbolbild: shutterstock.com/Von RUCHUDA BOONPLIEN)

Berlin – Vor zwei Wochen kontrollieren Polizisten mehrere Dutzend Menschen im Lichtenberger Fennpfuhlpark. Nun ist ein Video aufgetaucht. Es zeigt Beamte, wie sie ihre Dienstwaffe ziehen. Während nur noch abzuwarten ist, wann scharf geschossen wird, wurde Halles OB wegen seiner Impfaffäre suspendiert.

Mehrere Dutzend Personen – mutmaßlich aus der Migrationsgesellschaft – wollten sich im Lichtenberger Fennpfuhlpark offenbar einen gemütlichen Nachmittag machen, ließen dabei aber die Regeln der aktuellen Corona-Eindämmungsverordnung völlig außer Acht. Das zeigt ein Video der Situation, das vor zwei Tagen auf Instagram gepostet wurde.

Etwa 50 Frauen, Männer und Kinder waren am 23. März in dem Park von Einsatzkräften festgestellt worden, wie die Pressestelle der Berliner Polizei mitteilt. Bei warmen Frühlingswetter, an frischer Luft, hätten diese die Abstandsregeln und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ignoriert. Nachdem realisiert wurde, dass sich die Corona-Polizei auf die Gruppe zubewegte, hätten diese „ausgesprochen“ aggressiv auf die Beamten reagiert. Besonders bedrohlich scheint ein 36-Jähriger mit Gehhilfe, der mit seinem Krückstock in Richtung der Beamten geschlagen haben soll, gewesen sein. Nachdem er sich gegen die Festnahme gewehrt hatte, setzten die Beamten Pfefferspray ein und zogen die Dienstwaffe.

Wie ein nun im Internet aufgetauchtes Video zeigt, scheint die Parksituation mehr als nur „aufgeheizt“ gewesen zu sein. Durch „zusätzlich Kommunikationsprobleme“  zwischen den Beteiligten und den Beamten. Denn,  nicht alle im Video zu sehenden Personen scheinen der deutschen Sprache mächtig zu sein, berichtet hier der Tagesspiegel. Die Zeitung berichtet hierzu weiter: „Vor allem die Festnahme des Mannes mit den Gehhilfen ist im Clip gut zu erkennen. Nachdem ein Polizist wiederholt Pfefferspray gegen den Mann einsetzt, versucht dieser offenbar auf den Beamten loszugehen, als er von einem anderen Polizisten niedergerungen wird. Kurz darauf ziehen zwei Polizisten ihre Schusswaffen. Einer geht mit gezogener Waffe auf den Filmenden los und schreit “Telefon runter”. Dieser weicht zurück und ruft immer wieder “Advocat”, was in mehreren slawischen Sprachen “Anwalt” bedeutet“.

Das Ziehen der Schusswaffe werde nun auf seine Verhältnismäßigkeit geprüft. SPD-Abgeordneter Tom Schreiber moniert bereits, dass es nicht sein können, dass ein Beamter in Wildwest-Manier mit seiner Pistole herumfuchtelt. Das sei nicht mehr verhältnismäßig.

Halle suspendiert ihren Impfvordrängle, OB Wiegand

In Halle hat der Stadtrat am Mittwoch in einer Sondersitzung Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) vom Dienst suspendiert. Damit haben die Stadträte auf den Impfskandal um Wiegand reagiert. Der Herr Oberbürgermeister hatte sich beim Impfwettkampf vorgedrängelt und sich außer der Reihe impfen lassen. Die Sitzung fand – klar geht den Bürger ja nichts an – unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Wie die „Bild“ berichtete, soll Wiegand dreist versucht hatte, seine erschlichene Impfung zu vertuschen – und damit andere sozusagen ins Boot zu holen. Der OB soll Untergebene in einem Schreiben zum Schweigen angewiesen haben – und zugleich seinem engeren Umfeld ebenfalls vorgezogene Impfungen ermöglicht haben. 16 Impfungen – davon acht für Stadträte, sieben Mitglieder des Katastrophenschutzstabes sowie eine für den Kulturbeigeordneten wurden verabreicht, angeblich nur von Impfdosen, die andernfalls ohnehin wegen Ablauf der Haltbarkeit aus dem Verkehr gezogen worden wären, wie Wiegand als Schutzbehauptung erklärt hatte. Dies war offenkundig eine Lüge: „Bei keiner dieser Impfungen drohte aktuell und zeitnah ein Verwurf der Impfdosen nach Ablauf der Haltbarkeit“, zitiert „Bild“ die Staatsanwaltschaft. (SB)

 

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