Frankreich: Lockdown fürs Volk, Luxusrestaurants für Politiker

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Aufführung des Bühnenstückes - Der Ignorant und der Wahnsinnige - von Thomas Bernhard, im Landestheater Salzburg - Foto: Imago

Paris – Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet, wurden in Frankreich staatsanwaltliche Ermittlungen gegen Mitglieder der politischen Elite aufgenommen. Für die Herrschaften scheinen verschiedene Edelrestaurants in Paris trotz des Lockdowns geöffnet gewesen zu sein. In einem Bericht des Senders M6 hatte ein Mann ausgesagt, daß er mit mehreren Ministern in einem illegalen Restaurant gespeist habe. Er gilt als Organisator der kulinarischen Treffen. Die Restaurants in Paris sind seit Ende Oktober geschlossen. Die Coronalage in Frankreich gilt offiziell als angespannt. Erst vergangene Woche sind weitere Verschärfungen des Lockdowns in Kraft getreten.

Ein unkenntlich gemachter Mitarbeiter eines solchen Restaurants habe in dem Fernsehbericht zudem behauptet, daß es kein Covid mehr gebe, sobald man die Tür des Restaurants durchschritten habe. Beim Sender M6 seien außerdem Szenen aus einem edlen Etablissement zu sehen gewesen, bei denen die gezeigten Personen weder Masken trugen noch irgendwelche Abstandsregeln einhielten. Die Geschichte sorgt für enormen Aufruhr in den sozialen Medien Frankreichs. Unter dem Hashtag #OnVeutLesNoms („Wir wollen die Namen“) fordern die User die namentliche Nennung der Beschuldigten.

Innenminister Gérald Darmanin forderte die Polizeipräfektur inzwischen auf, den Bericht des Senders M6 auf dessen Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen und strafrechtliche Verfolgung aufzunehmen, sollte er zutreffend gewesen sein.

Der Meldung beim RND ist nicht zu entnehmen, daß sich in Frankreich jemand fragt, ob die Behauptungen bei M6 dann, wenn sie zutreffend sind, belegen, daß die politische Elite nicht von der Existenz, sondern von der Inexistenz einer Pandemie überzeugt sei. (RB)

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