Linke als Handlanger der Pharmakonzerne: Wir unterstützen Spahns Gesundheits-Apartheid

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Der neue Klassengegensatz: Geimpfte Herren, umgeimpfte Aussätzige (Symbolbild:Imago/Hartung)

Die Wahl zwischen entweder einer Gesundheitsapartheid mit Rechten für Geimpfte (bei Benachteiligung Ungeimpfter) oder einheitlicher Entrechtung aller durch Bundesgesetz ist die zwischen Pest und Cholera – das eine ist so unerträglich wie das andere, da die dritte Alternative, die Wiedergewährung von Freiheitsrechten für alle, schon gar nicht mehr diskutiert wird. Ausgerechnet die Linken, die Partei der angeblichen sozialen Gleichheit, tritt für die Zweiklassennormalität ein und macht sich damit zum „Sklaven“ der Pharmakonzerne.

Dass Grundrechte, die an Vorbehalte, Grenzwerte oder andere Bedingungen geknüpft sind, keine Grundrechte sind – diese Erkenntnis ist in der Corona-Krise verschütt gegangen. Ausgerechnet die Partei der Arbeitnehmervertreter und sozial Schwachen verrät nun ihre Klientel: Linksfraktionschef Dietmar Bartsch schließt sich der Forderung von Gesundheitsminister Jens Spahn an, Geimpften mehr Freiheiten zu gewähren – und ihnen gönnerhaft Alltagsrechte zu gewähren, die als „Infizierte“ geführten „Positiven“ versperrt bleiben.

Laut Zeitungen der Funke-Mediengruppe seien dafür weder im Bundestag noch im Bundesrat Mehrheiten vorhanden.
Die Zuständigen mögen ihre Verantwortung wahrnehmen und nicht permanent neue Vorschläge machen und die Menschen verunsichern. Alle rechtlichen Möglichkeiten zur Bewältigung der Pandemie sind vorhanden.“ Dagegen unterstützt Bartsch die Ankündigung von Gesundheitsminister Jens Spahn – und erklärte laut „dts Nachrichtenagentur“, es dürfe keine einheitlichen Corona-Regeln per Bundesgesetz geben. „Natürlich müssen, wenn die wissenschaftlichen Daten die Unbedenklichkeit bestätigen, Geimpfte alle Rechte wieder in Anspruch nehmen können.

Genau dies hatte zuvor Jens Spahn propagiert – nach der Devise „was kümmert mich mein dummes Geschwätz von gestern“, denn noch vor drei Monaten hatte sich Spahn vehement gegen Privilegien für Geimpfte ausgesprochen – nur um jetzt das exakte Gegenteil zu vertreten

(Screenshot:Twitter)

Für einen wie Spahn, der seine Meinungen und Aussagen öfter wechselt als seine Unterhosen, und der letzten September – wenige Wochen vor dem seither bald sechs Monate laufenden Lockdown – einen nochmaligen Lockdown kategorisch ausgeschlossen hatte, sind solche Widersprüche der Normalfall. Es sind Politiker wie er, die für die zunehmende semantische Deckungsgleichheit der Begriffe „Politik“ und „Lüge“ verantwortlich sind.

Die Service-Opposition im Bundestag präsentiert sich einmal mehr Seite an Seite mit der Union – zwischen der Linken und dem „pragmatischen“ CDU-Flügel der Merkelisten und der Karrieristen um Spahn passt inzwischen kein Blatt Papier mehr. Und ihren Gegenpart nimmt in diesem Fall CSU-Bundesinnenminister Horst Seehofer eine, der mit seinem Vorstoß einheitlicher Corona-Maßnahmen per Bundesgesetz für alle – auch Genesene und Geimpfte – zu erzwingen auf Widerspruch stößt.

Die Fronten des neues „Klassenkampfs“ verlaufen heutzutage, nicht nur bei Bartsch und seinen Linken, nicht länger zwischen Besitzenden und Vermögenslosen, zwischen Großkapitalisten und Arbeitern – sondern zwischen Geimpften und positiv Getesteten. Dass diese Dichotomie der Gesellschaft ganz im Sinne der Pharmaindustrie und der geschmähten Finanzwirtschaft ist, die mit der Pandemie das Geschäft des Jahrtausends Macht, fällt den Tiefroten schon gar nicht mehr auf. (DM)

 

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