Inzidenzwert sinkt seit Tagen – Söder will jetzt richtig harten Corona-Lockdown

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Auf dem Weg in den harten Lockdown (Symbolfoto: Von LightField Studios/Shutterstock)

So sind sie nun mal gestrickt, die Coronazis. Wenn sie sich verrannt haben, dann aber richtig. Dann zappeln sie in ihrer selbst gebastelten Sackgasse herum und sehen – blind, wie sie nun einmal sind – die Betonwand als einzig möglichen Ausweg. Ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht, mit dem Kopf durch eben diese Wand zu rennen, ist „Kanzlerkandidat“ Markus Söder, der sich als der neue starke Führer der Coronakrise profilieren will:

Der CSU-Vorsitzende setzt im Kampf gegen Corona jetzt auf einen richtig harten Lockdown. Tut so, als ob das, was hier gerade geschieht, überhaupt noch nichts mit einem Lockdown zu tun hat:

„Wir sollten überlegen, ob ein erneuter kurzer, aber dafür konsequenter Lockdown nicht der bessere Weg wäre als ein halbherziges und dafür endloses Corona-Konzept, das die Zahlen der Neuinfektionen auch nicht wirklich reduziert hat“, sagte Söder der „Bild am Sonntag“. „Denn klar ist: Es ist ein Wettlauf mit der Zeit. Das Impfen wird bald besser. Je niedriger die Inzidenz, desto schneller die Wirkung.“ Söders Fazit: „Lieber kurz und konsequent als lange hin und her. Umfragen zeigen deutlich, dass dies auch dem Großteil der Bevölkerung lieber wäre.“ Hierzu brauche es „einen einheitlichen bundesweiten Pandemieplan anstelle eines Flickenteppichs mit unüberschaubaren Regeln in den einzelnen Bundesländern“, so der CSU-Chef. „Wir brauchen eine einheitliche konsequente Anwendung der Notbremse über einer Inzidenz von 100“.

„Als lange hin und her“? Als was würde Söder eigentlich das bezeichnen, was hier in Deutschland seit über einem Jahr den Bürgern das Leben zur Hölle macht? Dieser Zyniker.

Es geht weiter mit den Drohungen:

Das beinhalte Ausgangsbeschränkungen, Testpflicht in den Schulen sowie eine flächendeckende FFP2-Masken-Pflicht. Der Impfstoff von Astrazeneca solle komplett freigegeben werden, so Söder. „Es darf kein Impfstoff übrig bleiben. Wer es will, sollte sich nach Beratung seines Hausarztes impfen lassen können.“ Auch er würde sich „selbstverständlich“ mit Astrazeneca impfen lassen.

Flächendeckende FFP2-Masken. Ist diese Marktlücke noch nicht abgedeckt? Gibt es da für einige Leute noch viel zu verdienen?

Derweil scheint das Super-Spreader-Event Ostern nicht das einzuhalten, was sich Söder & Co erhofft hatten:

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Sonntagmorgen nämlich vorläufig „nur“ 12.196 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 29 Prozent oder 4.980 Fälle weniger als am Sonntagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz sank laut RKI-Angaben von gestern 131,4 auf heute 127 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Allerdings könnten wegen der Osterfeiertage die Angaben nicht vollständig sein. Manche Gesundheitsämter arbeiten nur reduziert, auch bei der Anzahl der durchgeführten Tests könnte es entscheidende Unterschiede geben. Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 239.000 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 27.100 mehr als vor einer Woche.

Außerdem meldete das RKI nun 68 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 1.093 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 156 Todesfällen pro Tag (Vortag: 159). Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 76.963. Insgesamt wurden bislang 2,89 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

Man darf gespannt sein, was sich Söder noch alles ausdenkt, um die neue Macht auszukosten, wenn die Zahlen weiter sinken. Wahrscheinlich hören wir dann bald das Argument: Damit die Zahlen weiter unten bleiben, wird der Lockdown bis zum 21. September verlängert. (Mit Material von dts)

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