Griechenland: „Von Kriegsschiffen begleitete Migranten sind keine Flüchtlinge“

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Migranten Mittelmeer (Bild: shutterstock.com/Von Nicolas Economou)

Türkische Patrouillenboote sollen versucht haben, Schlauchboote mit Migranten in griechische Gewässer zu lotsen. Migranten, die von türkischen Kriegsschiffen beim Übersetzen in die EU begleitet werden, sind nach Ansicht Griechenlands allerdings keine Flüchtlinge.

„Die Genfer Flüchtlingskonvention betrifft Menschen, die vor Gefahren fliehen. Nicht Menschen, die von einem Nachbarstaat bei der Überfahrt unterstützt werden“, teilt Griechenlands Migrationsminister Notis Mitarakis am Samstag gegenüber dem griechischen Nachrichtensender Skai. In der östlichen Ägäis hatten nach griechischen Angaben am Freitag türkische Patrouillenboote versucht, Schlauchboote mit rund 300 Migranten in griechische Gewässer zu lotsen.

Das Unternehmen sei laut der griechischen Regierung von einem Schiff der türkischen Kriegsmarine koordiniert worden. Zudem seinen Drohnen eingesetzt worden. Die griechische Wasserpolizei verhinderte nach eigenen Angaben, dass die Boote in griechische Gewässer gelangten, woraufhin die türkische Küstenwache die Migranten schließlich aufgenommen und zurück zur türkischen Küste gebracht habe.

Wie die dpa berichtet, vermutet man in Athen wird vermutet, dass die Aktion mit einer für Dienstag geplanten Reise von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident Charles Michel in die Türkei zusammenhänge. Es wird angenommen, dass der türkische Desport Recep Tayyip Erdogan so einmal mehr demonstrieren wolle, was geschehen könnte, wenn die EU seinen Forderungen nicht nachkommt. Nachdem Angela Merkel 2015 Europas Migrationstore aufgestoßen hat, gelangten Hunderttausende Migranten aus der Türkei nach Griechenland. Die große Mehrheit von ihnen zog nach Deutschland weiter. (SB)

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