Intensivmediziner und Virologen lügen uns in den Dauer-Lockdown

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Die mentale Krise dieser Zeit besteht für viele von uns darin, dass die von Politik und Medien vermittelte Wirklichkeit mit dem eigenen Erleben schlicht nicht mehr in Übereinstimmung zu bringen ist. Es ist ALLES wie immer. Auf den Intensivstationen liegen nicht mehr, sondern genauso viele oder sogar weniger Menschen als in vielen der vorpandemischen Jahre. Es sterben aktuell weniger Menschen als im Vorjahr. Niemand ist mit Tod, Krankheit und Siechtum konfrontiert. Das einzige, was sich geändert hat, ist die Dauerillusion einer Gesundheitskrise. Der Schaden, der durch eine verbrecherische Dauer-Angstverhetzung der Bevölkerung angerichtet wird, steigt von Woche zu Woche ins Unermessliche.

Schönes Frühlingswetter, Ostern, Sonne. Alles könnte wie immer sein. Doch stattdessen huschen kerngesunde Menschen mit Maske aneinander vorbei, gönnen sich einen Abklatsch an Normalität allenfalls nach vorheriger Testprozedur, indem sie voreinander mit Wattestäbchen in der Nase herumpopeln und dann drei Vaterunser oder Allahu Akbar beten, das Resultat möge „negativ“ sein, weil sie ansonsten in Quarantäne müssen. Tatsächliches Befinden, Gesundheit, Symptomfreiheit spielen keine Rolle. In immer mehr Städten und Landkreisen werden Ausgangssperren wie im Krieg verhängt – weil eine vollends verirrte Politik wahllos Begriffe wie „Positivgetestete“, „Fallzahlen/Inzidenzen“, „Neuinfizierte“ oder „Covid-Fälle“ durcheinanderwürfelt.

Experten mit Tunnelblick, die mittlerweile getrost als Musterbeispiele lebensfremder Fachidiotie gelten können, wurden als Gurus der Medien und Regierungsberater – ohne das paritätische Gegengewicht von ebenso ernstzunehmenden Vertretern übriger wissenschaftlichen Disziplinen – mit einer Wirkungsmacht ausgestattet, die zu einer entsetzlichen Einseitigkeit und Verirrung bei der Maßnahmenfindung geführt hat. Und unvermindert setzen diese Virologen ihr alarmistisches Sperrfeuer fort – mit religiösem Eifer, ohne Rücksicht auf Verluste und Kollateralschäden. Ihre Besessenheit, gar keine real kranken oder gefährdeten Menschen zu schützen, sondern abstrakte „Inzidenzen“ gegen Null zu drücken, wird dabei inzwischen schon gar nicht mehr hinterfragt.

Fachidioten als Gurus der Wahrheit

Wir könnten jetzt schon bei Zehner-Inzidenzen sein, wenn die Politiker bei der Bund-Länder-Konferenz im Januar ernst genommen hätten, was wir ihnen gesagt haben.“ Diesen Wahnsinnssatz äußert Virologen und Kanzlerberaterin Melanie Brinkmann unwidersprochen im „Spiegel„. Schlimmer noch: Dass die Ministerpräsidenten im Gegenteil sogar Lockerungen zugelassen hätten, macht die Forscherin „fassungslos„. Brinkmann wörtlich: „Innerhalb von vier Wochen kriegen wir die Zahlen massiv runter, wenn die Menschen kaum Kontakte haben„, sagte Brinkmann dem Magazin. Je stärker alle auf die Bremse träten, „desto kürzer währt der Lockdown.

Wie kann eine Person ernstgenommen werden, die solche Behauptungen vertritt, die sich bereits mit hinreichender Evidenz als Märchen entpuppt haben – nach einem über fünfmonatigen Dauerlockdown, der de facto rein nichts gebracht hat, weil sich die Zahlen kein Deut anders entwickelten als in Ländern ohne Lockdown (der aktuelle Vergleich zu den maßnahmenbefreiten US-Bundesstaaten, aber auch Schweden zeigt dies)? Brinkmann artikuliert hier exakt dieselben Argumente, mit denen uns seit Ende Oktober das „baldige Ende“ versprochen wird: Kurzer Wellenbrecher-Lockdown. Knallhart-Lockdown vor Weihnachten. Nochmal zwei Wochen nachschärfen. Nochmal vier Wochen nachschärfen, wegen Kliniküberlastung. Nochmal drei Wochen, wegen Mutanten – dann sind die Zahlen unten. Nochmal der dritten Welle entgegensteuern. „Osterruhe“ – dann deren Rücknahme mit schaler Entschuldigung -um tags darauf bundesweit gleich noch härtere Maßnahmen zu fordern, inklusive nächtlichen Ausgangssperren.

Verbretterte Wahrnehmung der Lockdownapostel

Was Brinkmann, ihr Mitstreiter Lauterbach und auch die Zuchthauswärterin im Kanzleramt in ihrer verbretterten Wahrnehmung hier verbreiten, ist letztlich das Nordkorea-Modell: Dieses würde dann in der Tat funktionieren, wenn entweder Deutschland ohne JEDEN Grenzverkehr, komplett undurchlässig abgeriegelt hinter hohen Mauern, autark existierte – oder aber wenn die ganze Welt beim Totallockdown mitmachen würde, 7,5 Milliarden Menschen und zwar ausnahmslos. Dann wäre, hypothetisch, nach zwei Wochen das Virus in der Tat ausgetrocknet.

Beide Szenarien sind, wie jedes Kind weiß, unrealistisch. Und zwar so unrealistisch, dass sogar ein Nicht-Akademiker und hochdekorierter Wissenschaftler, der sie ernsthaft propagiert, auf seine geistige Zurechnungsfähigkeit untersucht werden müsste – erst recht in einem Staat, der auf seine „Weltoffenheit“ stolz ist un der unter weitestgehendem Verzicht auf Schutz seiner Außengrenzen die totale Durchlässigkeit praktiziert, selbst beim ausgeprägtem „kleinen Grenzverkehr“ durch Arbeitsmigration und Pendler… und dessen Regierung übrigens (erst gestern wieder) inmitten der Krise ganze Flugzeugladungen von Flüchtlingen aus Griechenland einfliegen lässt, derweil sie laut über Reiseverbote für die eigene Bevölkerung nachdenkt.

Selbst wenn, nach hypothetischer zweiwöchentlicher Einmauerung aller Deutschen à la „Wuhan-Style“, die „Inzidenzen“ wie in Brinkmanns feuchten Träumen in den Keller gerauscht wären, dann würde das Spiel anschließend sogleich wieder von neuem losgehen – schon deshalb, weil das „Test-Regime“ gerade erst Fahrt aufnimmt und für einen immer neuen Nachschub an klinisch zwar völlig irrelevanten (da symptomfreien), aber dennoch „virulenten“ Positivfällen sorgt. An diesem bizarren Teufelskreis werden auch die Impfungen nichts ändern, da auch Immunisierte (Genesene oder Geimpfte) nicht von den Massentests ausgenommen sind und selbst geringe Fehlerquoten ausreichen, die Krise zu verstetigen – und zudem niemand weiß, ob, wie lange und gegen welche Virusvarianten genau diese Immunisierung wirkt.

Bizarrer Teufelskreis

Dass neben Brinkmann auch die bislang für hochintelligent gehaltenen Doyens der virologischen Zunft, vor allem Christian Drosten, inzwischen in dieselbe Kerbe hauen und die Corona-Maßnahmen in ihrer offensichtlichen Sinnwidrig- und Widersprüchkeit nicht kritisieren, sondern ihre ständige Radikalisierung fordern, verdeutlicht den Grad einer Massenhysterie und kollektiven Psychose, die dem Hexenwahn der frühen Neuzeit in wenig nachsteht.

Nur zur Einordnung: Selbst an der Pariser Sorbonne gab es damals einst Professoren, die als Spezialisten für die Identifizierung und Überführung von Hexen galten; die Inquisition wurde mit wissenschaftlicher Akribie von kirchlicher und weltlicher Seite betrieben – und Widerspruch dagegen bekam den Querdenkern, Zweiflern und Leugnern von damals bekanntlich nicht gut. Gewiss: Hexen gab es nie; das Virus existiert durchaus. Doch seine Dämonisierung und die Instrumentalisierung seiner Opfer (die jenseits aller manipulativen Zuschreibungen auf definitiv keine außerordentliche Gefährlichkeit schließen lassen) sind schlicht paranoid.

Auch Hexen- bzw. Virenjäger Drosten hält „einen erneuten Lockdown“ (wann war der alte eigentlich zu Ende?) für unausweichlich – wegen der „aggressiveren Variante“ B 1.1.7, und weil ein Teillockdown mit abgestuftem Maßnahmenkatalog nicht ausreichend sei. Auch in Deutschland drohe, „wie in Paris oder London„, ein Anstieg der „schweren und oft auch tödlichen Krankheitsverläufe„, so Drosten. Es ist immer wieder dasselbe nebulöse Raunen, Drohen, Fürchtemachen. Überhaupt sind die Sprüche wieder identisch mit denen vor 12 Monaten.

Abwegige Vergleiche mit Frankreich

Laufe alles einfach so weiter wie bisher, so Brinkmann, dann „wird jeder in seinem ganz direkten Umfeld Menschen kennen, die im Krankenhaus waren, gestorben sind, unter Langzeitschäden leiden.“ Deshalb sei sie „wütend„, dass nicht früher reagiert wurde „auf die Warnungen der Wissenschaft.“ Die Wissenschaft – damit meint sie natürlich stets nur ihr eigenes Fachgebiet. In arroganter Hybris werden hier einfach andere Wissenschaften von nicht minder gesellschaftsrelevanter und existenzieller Bedeutung – Psychologie, Erziehungswissenschaft, Verfassungsrecht, Ökonomie – ausgeblendet und ins Abseits geschoben.

Nur die Virologen sind die Hohepriester der Krise – und ihre Kassandrarufe reihen sich ein in den Chor der Intensivmediziner, die ebenfalls seit Wochen die Politik vor sich hertreiben. Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin, Christian Karagiannidis, trommelt tagein-tagaus für „einen sofortigen Lockdown“ (gemeint ist auch hier wieder: einen, der diesen Namen verdient – mit Totaldichtmachung alles verbliebenen Lebens).

Dazu wird alles ins Feld geführt, was immer das Arsenal hergibt: Etwa der Vergleich mit Paris, wo es, so Karagiannidis, inzwischen so viele Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen gebe, dass man Personal einsetzen müsse, das „gar nicht dafür ausgebildet sei„. Der normale OP-Betrieb sei „weitgehend eingestellt.“ Die Ärzte bereiteten sich „ernsthaft auf eine Triage vor„, so der Panikdoktor. Also wieder: Bergamo 2.0. Was Karagiannidis hier listig verschweigt: Ganz Frankreich hat nach Angaben von Gesundheitsminister Olivier Véran insgesamt 5.800 Intensivbetten – rund ein Fünftel Deutschlands.

DKG-Chef Gaß: Es gibt keine Überlastung

Inzwischen wird es sogar Funktionären der Klinikbranche zu bunt: In einem Ausbruch seltener Offenheit warnte gestern der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, die Politik und medizinische Verbände vor weiterer Panikmache; eine klare Botschaft an Karagiannidis. Die „andauernden Überlastungsszenarien“ in Krankenhäusern und auf Intensivstationen seien „nicht zielführend„, so Gaß zur „Bild„. Eine totale Überlastung unseres Gesundheitssystems oder gar Triage werde es in den kommenden Wochen „absehbar nicht geben„, und es drohe auch kein Ende der Versorgung: „Jeder Schwerkranke – egal ob Covid oder nicht – wird eine angemessene Versorgung in den Kliniken erhalten.

Selbst wenn es, so der Verbandschef, demnächst mehr Covid-Patienten als auf dem Höhepunkt der zweiten Welle zum Jahreswechsel geben sollte, dann hieße dies noch lange keine Überlastung. Faktisch verfüge man nämlich über mehr Kapazitäten auf den Intensivstationen als in der zweiten Welle, weil trotz gesunkener Bettenkapazitäten „das große Problem der Corona-Ausfälle und Quarantäne-Anordnungen innerhalb der Belegschaft quasi wegfällt„, so der DKG-Chef.

Was Gaß hier äußert, ist damit ganz objektiv das exakte Gegenteil dessen, was uns Karagiannidis, Brinkmann, Drosten und die deutschen Corona-Politiker seit Tagen erzählen. Es kann aber unmöglich beides richtig sein; eine Seite lügt uns folglich an. Welche, das steht mit Blick auf die stets heraufbeschworenen, aber noch immer ausgebliebenen Katastrophen der letzten „Wellen“ außer Zweifel. (DM)