Drosten ruft nach dem Holzhammer: Deutschland kaputtschlagen, dann ist auch das Virus kaputt

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Dr. Drosten beim Verkünden der "Wahrheit" (Foto:Imago/xim.gs)

Die letzten Wochen war es – je nach Einstellung – verdächtig oder angenehm ruhig um Merkels schwarzseherischen Haus- und Hofvirologen Christian Drosten („100.000 Infizierte pro Tag“), der die „Lizenz zur Panikmache“ in dieser Zeit fast vollständig Karl Lauterbach überlassen hatte. Jetzt tauchte der unaufgeräumte Lockenkopf wieder aus der Versenkung auf – und forderte pünktlich zu Ostern, dem Fest der „Auferstehung“, eine Orgie der Einsargung – in Gestalt eines „erneuten Lockdown“ (war der bisherige je unterbrochen?), um „das Corona-Virus einzudämmen“. Drostens Sprachgebrauch erreichte dabei einen neuen sprachlichen Tiefpunkt.

Nun bleibe „nur noch der Holzhammer„, so der Virologe, der damit endlich wieder auf einem ähnlichen Niveau der Feind- und Kriegsrhetorik angelangt ist, das man zuletzt von NS-Propagandaminister Joseph Goebbels hörte („wo gehobelt wird, fallen Späne„). Ganz unbewusst drückt Drosten damit allerdings genau das aus, was die Lockdowns tatsächlich bewirken: Wie ein Holzhammer nämlich richten sie mehr Schaden als Nutzen an und zerstören alles um den eigentlichen Zielpunkt herum mit brachialer Gewalt.

Schwer zu glauben, dass dem Stirn- und Kopfmensch Drosten diese eigentliche Wortbedeutung nicht bekannt ist: Der Duden definiert die Redewendung vom „Holzhammer“ etwa wie folgt: „Anwendung einer sehr deutlichen, meist plumpen, groben oder komplett unsensiblen Art und Weise, um etwas zu erreichen, was Feingefühl erforderte.“ Ist es in der Tat nicht eben das, was uns die Politik mit ihrem Dauerlockdown zumutet – und mit den zu dessen Verschärfung nun sogar zusätzlich vorgesehenen Maßnahmen weiterer Kontakt- und Ausgangssperren?

Angesichts der steigenden Corona-Zahlen mahnte Drosten, so die „Welt„, eben diese schärferen Maßnahmen an; die Situation sei leider „sehr ernst und sehr kompliziert„. War sie das in den letzten 13 Monaten laut Drosten nicht immer, ausnahmslos und zu jeder Zeit? Auch in seinem aktuellen NDR-Podcast „Coronavirus-Update“ las der Wissenschaftler wieder pessimistisch aus dem Kaffeesatz: „Ich glaube, es wird nicht ohne einen neuen Lockdown gehen, um diese Dynamik, die sich jetzt ohne jeden Zweifel eingestellt hat, noch einmal zu verzögern.“ Deutschland habe viel „an Gelegenheiten, die Werkzeuge zu optimieren“ verpasst. Welch eine verräterische Bildsprache: Werkzeuge, Holzhammer – und die Bevölkerung als Werkstück, an dem sich die grobschlächtigen Handwerker mit ihren Ideen austoben dürfen, von „Zero-Covid“ bis „Knallhart-Lockdown“.

Verräterische Bildsprache

Und ohne mit nur einem Wort auf die beruhigende und ermutigende Entwicklung in den Ursprungsländern der Variante B.1.1.7 einzugehen (Großbritannien und Irland, die trotz deren Ausbreitung erstaunlicherweise extremste gesunkene Zahlen erlebten statt exponentieller Kurvenanstiege), malt Deutschlands Virologen-Halbgott wieder mal den Teufel an die Wand: Noch in dieser Woche werde die Zahl der Nachweise der britischen Variante B.1.1.7 über 90 Prozent erreichen, zitiert die „Welt“ Drosten. Dies sei „natürlich alles andere als beruhigend„, zumal die Variante B.1.1.7 „eindeutig krank machender und tödlicher als das Ursprungsvirus“ sei.

Solange handverlesene Prominente als führende Vertreter der Pandemiepolitik derartig unverantwortliche und unverhältnismäßige Drohungen verbreiten dürfen, die in keiner Relation zur tatsächlichen Gesundheitsgefahr durch das Virus stehen (und zwar in all dessen derzeit bekannten Mutationen), braucht sich niemand zu wundern, dass die Mehrheit der Deutschen nach wie vor Lockdowns für ebenso unverzichtbar wie unvermeidlich hält. Genau aus diesem Grund wird Drosten wohl auch immer dann in Stellung gebracht, wenn die Politik in einer neuen Vertrauenskrise steckt. (DM)

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