Der Konter-Lockdown: Wer wehrt sich gegen wen und wogegen?

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Die Absurdität der Corona-Schutzmaßnahmen wird täglich offensichtlicher. Allmählich dämmert dem hartnäckigsten Realitätsverweigerer, daß es mit diesen „Schutzmaßnahmen“ kaum um die Eindämmung einer pandemischen Großgefahr gehen kann. Die groß angekündigte „Dritte Welle“ bleibt aus, Intensivbetten-Kapazitäten wurden drastisch reduziert. Daß der „Inzidenzwert“ ein völlig willkürlicher Wert ist, der über die Testhäufigkeit nach Belieben rauf- und runtergefahren werden kann, ist kaum noch länger unter den Teppich zu kehren. In Belgien hat die Regierung gerichtlich eine 30-Tagesfrist gesetzt bekommen, um ihre „Schutzanordnungen“ sachlich richtig zu begründen, in Österreich gilt der PCR-Test nicht länger mehr als Begründung für „Schutzmaßnahmen“. Zeit, den Spieß umzudrehen, und alle Firmen und Betriebe zu boykottieren, die das falsche Spiel mitmachen? – Kein Plädoyer. Nur ein paar Gedanken.

von Max Erdinger

Daß Regierungen weltweit bei der Bekämpfung der Corona-„Pandemie“ versagt hätten, kann man nicht so ohne weiteres behaupten. Damit man es könnte, müsste es eine Pandemie gegeben haben. Außer durch die Neudefinition des Begriffs „Pandemie“ durch die WHO im Jahr 2009 ist aber die Behauptung, daß es eine gegeben habe, durch nichts gedeckt. Das wiederum macht die Versagensbehauptung so schwierig. Fest steht lediglich, daß Regierungen weltweit keinesfalls dabei versagt haben, mit ihren vermeintlichen Corona-Schutzmaßnahmen die Leben unzähliger Kerngesunder zu ruinieren, Unmengen an Geld zu verplempern, die Schulbildung von Kindern zu beeinträchtigen, Wohnungen in Privatknäste zu verwandeln, das Leben als solches in ein viehisches Überleben umzudefinieren und ganze Volkswirtschaften gegen die Wand zu fahren. Weswegen auch klar ist, daß diese Regierungen die allerletzten sind, von denen das Eingeständnis zu erwarten wäre, daß sie „Pandemie“ als Instrument verwendet hatten, um Ziele zu verfolgen, die sie ohne „Pandemie“ niemals hätten erreichen können. Die Schleifung bürgerlicher Grundrechte könnte eines dieser Ziele gewesen sein. Wem es darum zu tun ist, einen grundsätzlichen Wandel im Verhältnis zwischen Staat und Bürger herbeizuführen, etwa, weil er ein quasichinesisches Gesellschaftsmodell dem eigenen gegenüber als überlegen betrachtet – als Modell für eine anzustrebende, neue „Weltgesellschaft“ womöglich – dem müssten „Pandemie“ und „Pandemiebekämpfung“ geradezu wie Verlockungen erscheinen, weil sie geeignet wären, die Kompatibilität mit einem quasichinesischen Gesellschaftsmodell herzustellen. Sollte die Regierung eines Landes, dem schon lange attestiert wird, sich auf dem Weg vom demokratischen Rechtsstaat zum autoritären Linksstaat zu befinden, den Verlockungen von „Pandemie“ und „Schutzmaßnahmen“ erlegen sein, dann wäre sie allerdings auf jede Menge Mitläufer in der Gesellschaft angewiesen. Die wiederum würde sie am ehesten in einem Volk finden, das „umstritten“ für ein Bäh-Wort hält, den Gehorsam für eine Tugend an sich – und die „Qualitätsmedien“ für Qualitätsmedien. Wem käme dabei nicht sofort das Wort „Deutschland“ in den Sinn?

Die Mitläufer

Wo die Regierung nicht selbst anordnen kann, ohne dabei überdeutlich zu erkennen zu geben, wie sehr sie das gesetzliche Korsett verachtet, welches sie in ihren Möglichkeiten einschränkt, sind willfährige Helfer höchst willkommen. Kann die Regierung wegen des grundgesetzlich verbrieften Rechts auf körperliche Selbstbestimmung beispielsweise keine allgemeine Impfpflicht einführen, dann greift eben die Entscheidungsfreiheit des Unternehmers. Wenn der keine Ungeimpften in seine Flugzeuge einsteigen lassen will -, wenn die Bäckerei niemanden mehr ohne aktuellen Negativtest den Laden betreten lassen will -, wenn die Kneipe nur noch Leute hereinläßt, die ihre „Ungefährlichkeit“ nachgewiesen haben, dann zuckt eine solche Regierung mit den Schultern und behauptet, das sei unternehmerische Freiheit, aber eben keine Impfpflicht. Da kann der empörte Bürger so lange „Impfpflicht durch die Hintertür!“ rufen, wie er will, ohne daß sich das ändert. Schwer krank ist übrigens ein Land, in dem Gesunde als „symptomlos Erkrankte“ bezeichnet werden, die ihre Gesundheit nachzuweisen haben. Was müssten die übriggebliebenen, geistig und körperlich Gesunden also tun, um einem für die Regierung so nützlichen Mitläufertum etwas entgegenzusetzen?

Der Konter-Lockdown

Anstatt nur „quer zu denken“, müssten sie anfangen, „quer zu handeln“. Im Klartext: Den „freien Unternehmern“ müsste klargemacht werden, daß sie sich ins eigene Fleisch schneiden, wenn sie sich zu Bütteln von Regierungen mit totalitären Absichten degradieren lassen, und daß sie Marktanteile zu gewinnen hätten, wenn sie sich dem Mitläufertum verweigern. Dem Bäcker, der heute an seiner Eingangstür selektiert nach „Gesundheitsnachweisern“ und Nachweisverweigerern, müsste klargemacht werden, daß er die Kunden, die er heute nicht hereinläßt, für alle Zukunft vergrault haben wird. Analog hätte das zu gelten für alle Firmen, die mit ihrem herausragenden „Gefahrenbewußtsein in der Pandemie“ Werbung für sich betreiben. Eine gigantische Lüge stirbt umso schneller, je weniger Leute sie verbreiten.

Aus Italien gab es dieser Tage die Meldung, 1.200 Gastronomen würden trotz Verbots ihre Betriebe wieder öffnen, da sie ohnehin „nichts mehr zu verlieren“ hätten. So gesehen sind auch die „Coronahilfen“, die in Deutschland versprochen wurden, ob jeweils ausgezahlt oder nicht, unter dem Gesichtspunkt zu bewerten, daß sie dazu geeignet sind, das Mitläufertum in der Lüge zu fördern, und – da es sich um Hilfen aus Steuergeldern handelt – , daß diese „Coronahilfen“ durchaus auch als „Lügenzwangshilfe“ auf der Geberseite bezeichnet werden könnten, als „Lügenerleichterungshilfe“ auf der Empfängerseite. Realität ist eben nicht das, was sich jeder selbst konstruiert- und zwar ungeachtet der Tatsache, daß er es dennoch tut und sein Konstrukt tatsächlich mit der Realität verwechselt.

So viel steht fest: Das Regierungshandeln wird nicht deswegen von Tag zu Tag immer konfuser, weil die Pandemiebekämpfung so unglaublich schwer zu bewerkstelligen wäre, sondern deswegen, weil es inzwischen unmöglich geworden ist, die Behauptung aufrecht zu erhalten, wir hätten es mit einer wahnsinnig gefährlichen Pandemie zu tun. „Neuinfektionen“ sind nach wie vor keine neuen Infektionen, sondern neue Festellungen von Infektionen durch einen Test, der sich ohne Qualitätseinbußen auch durch einen Würfel ersetzen ließe. Weswegen er in Österreich auch als Begründung für regierungsamtliche „Schutzmaßnahmen“ höchstrichterlich aus dem Verkehr gezogen wurde. „Inzidenzwerte“ spiegeln kein Infektionsgeschehen, sondern sie geben Auskunft darüber, wie oft in einem näher zu bezeichnenden Gebiet gewürfelt wurde. Weswegen die belgische Regierung nun gezwungen wurde, endlich richtige Beweise für die Existenz einer Pandemie vorzuweisen, andernfalls sie binnen 30 Tagen sämtliche Coronabeschränkungen aufzuheben hat. Die „Pandemie“ ist selbst zu einer Mutation geworden. Von einer „Irrtumspandemie“, der man zunächst noch mit Verständnis für den Irrtum hätte begegnen können, mutierte sie inzwischen zu einer „Zwangspandemie“, bei der sich der Zwang aus dem Umstand ergibt, daß der Irrtum bereits zu weit in der Vergangenheit liegt, als daß man aktuell noch einen unterstellen dürfte.

Regierungen und „Qualitätsmedien“ sind es, die inzwischen dazu gezwungen sind, an der Pandemie-Erzählung festzuhalten, weil sie „weg vom Fenster“ wären, sollte Allgemeinbewußtsein werden, daß die katastrophalen Folgen ihres „Krisenmanagements“ Resultat eines Irrtums sind, den sie keinesfalls mehr zugeben können, weil es dafür längst zu spät ist. Und das wiederum auch nur im günstigsten Fall. Im ungünstigsten Fall müssten sie sogar Angst davor haben, daß auffliegt, wie wenig das Ganze von allem Anfang an mit einem Irrtum zu tun hatte, sondern mit der Absicht, auf Teufel-komm-raus eine neue „Weltgesellschaft“ der „die Menschen“ zu etablieren – und daß sie die Viren der globalen Migration und der „Klimakatastrophe“ lediglich als kommunikatives Instrument oben draufgesattelt hatten, um dieses Ziel schneller zu erreichen.

Wer heute davon ausgeht, daß es sich bei der Corona-„Pandemie“ um den größten Hoax der Menschheitsgeschichte handelt, muß angesichts der konsequenten Skrupellosigkeit, mit welcher er in Szene gesetzt worden wäre, allerdings ebenfalls einkalkulieren, daß dann, wenn selbst dieser Hoax sein Ziel verfehlt, tatsächlich ein gräßliches Virus seinen Weg vom Labor in die Welt hinaus finden müsste, weil das den Skrupellosen von heute erlauben würde, den Kopf mit den Worten aus der Schlinge zu ziehen: „Seht ihr, wir haben es euch doch gesagt!“. Insofern könnte ein Aufstand gegen die konstruierte Realität der Corona-„Pandemie“ die echte Gefahr erst heraufbeschwören. Im Augenblick sieht es jedenfalls schwer danach aus, als würden die Corona-„Schutzmaßnahmen“ lediglich noch diejenigen schützen, welche seit über einem Jahr die Existenz einer Pandemie behaupten, die höchstens der Pandemiedefinition der WHO nach als eine solche bezeichnet werden kann. Was etwas ist, hängt aber nicht daran, wer es zu welchem Zweck wie definiert. Wer es riskieren würde, lieber mit der Wahrheit zu sterben, als mit der Lüge zu leben, müßte die Idee eines „Konter-Lockdowns“ befürworten. Über das Ausmaß vorhandener Risikobereitschaft sollte er sich allerdings im Volk der rundumversicherten Fahrradhelmchenträger keinerlei Illusionen hingeben. Aber es ging hier auch nicht um ein Plädoyer,  sondern um die Niederschrift eines Gedankengangs.

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