Wokeness-Experten: Universität Oxford nennt Beethoven und Mozart „kolonialistisch“

0
Kaiserliche Schutztruppe in Namibia - Foto: Shaun Elter

„Wokeness“ ist ein Modewort, das seit zwei Jahren immer häufiger auftaucht. Patienten, die von einem Zerbralvirus befallen sind, der das Hirn schmerzlos aber schwer schädigt, sind „woke“. Inzwischen hat das Virus sogar schon die Gehirne von Professoren der Universität Ochsenfurt (Oxford) in England verwüstet. Sie bezeichneten nicht nur die Musik von Mozart und Beethoven als „kolonialistisch“, sondern die musikalische Notenschrift ebenfalls. Dadurch erhärtet sich die Gewißheit, daß die gesundheitlichen Folgeschäden von „Wokeness“ zu jenen immens degenerativen Erscheinungen führen, die unter dem Sammelbegriff „Cancel Culture“ zusammengefaßt werden. Die messerscharfe Analyse.

von Max Erdinger

Wikipedia beschreibt „Wokeness“ allerdings anders, was wiederum niemanden wundern sollte, weil Wikipedia-Autoren oft nicht als „die Hellsten“ gelten. „Woke ist ein seit den späten 2010er Jahren verstärkt verwendeter Begriff, der eine erhöhte Sensibilisierung für soziale Ungerechtigkeiten und Formen des Rassismus beschreibt. Aktivistisches oder militantes Eintreten für den Schutz von Minderheiten kann damit einhergehen„, heißt es in der verdächtigen Online-Enzyklopädie.

Die traurige Nachricht von den schwer geschädigten Professorenhirnen im englischen Ochsenfurt erschien zunächst im „Telegraph„, von wo sie die österreichische Zeitung „heute.at“ am 29.03.2021 übernommen zu haben scheint. Aktuell läßt sich die Meldung bei „heute.at“ nicht mehr finden. Bei Facebook jedoch wird sie einen Tag später noch fleißig mit dem Redaktions-Logo von „heute.at“ geteilt.

Sie liest sich so: „Musik-Professoren der Universität Oxford streben eine Änderung des Lehrplans an. Die Werke von klassischen Komponisten wie Mozart oder Beethoven seien ‚weiße, europäische Musik aus der Zeit der Sklaverei‘. Das Notensystem ihrer Partituren sei ‚kolonialistisch‘. Die Lehrkräfte würden damit rassistische Ideen der weißen Vorherrschaft verbreiten. Und das wollen die Professoren partout nicht. Denn weiße Musik könne bei farbigen Studenten ‚großes Leid‘ auslösen, wie ‚The Telegraph‘ berichtete. Klassik solle durch ‚globale und populäre Musik‘ ersetzt werden.

Der zerbralvirenresistente Zeitgenosse glaubt zunächst an eine Zeitungsente, stellt dann aber fest, daß es diese völlig hirnverbrannte Einlassung von Professoren aus dem englischen Ochsenfurt tatsächlich gegeben haben muß. „Classic fm“ berichtete bereits am 16. Juli 2020 davon, daß das „Associated Board of the Royal Schools of Music“ (ABRSM) die Zerbralseuche über die Welt gebracht habe. Gerüchten aus gewöhnlich schlecht informierten Kreisen zufolge sei das anläßlich einer Aufführung der Operette „Die Fledermaus“ von Johann Strauß auf dem Wiener Naschmarkt geschehen. Wer´s glaubt, wird selig.

Wir müssen mal ein paar Takte miteinander reden

Abgesehen davon, daß der wache Geist sich angesichts einer solchen Meldung sofort Fragen zur Besiedlungsgeschichte des englischen Ochsenfurt stellt, indem er bezweifelt, daß die Ochsen, die dort angeblich durch die Furt getrieben wurden, nach der Flußdurchquerung wirklich weitergezogen sind, stellt er Folgendes fest: Wenn die Lehrpläne der Musik-Ochsodemie wegen „Kolonialismus“ geändert werden müssen, dann müsste wohl absolut alles geändert werden, was einem im Endstadium der Zerebralseuche kolonialistisch vorkommt. Das heißt: Auf nach Afrika, Krankenhäuser und Staudämme ab – und die Eisenbahnschienen herausreißen, damit sich die Menschen mit dem von dort stammenden Hintergrund gänzlich unkolonialistisch ihrer eigenen Hochkultur erfreuen können. Flugplätze und asphaltierte Straßen in Schlammwüsten zurückverwandeln, sämtliche Schießgewehre einsammeln und gegen Pfeil und Bogen austauschen. Kraftwerke mit Hintergrund abschalten, Stromleitungen abmontieren und sämtliche Bibliotheken auf dem kolonialistisch schwer geschädigten Kontinent abfackeln. Damit das alles kein „schweres Leid“ mehr bei den Menschen mit dem Hintergrund im Vordergrund auslösen kann. So geht Respekt vor fremden Kulturen.

Im Gegenzug muß auch etwas gegen die „kulturelle Aneignung“ hierzulande getan werden. Es kann kein „Africa Festival“ mehr in Würzburg geben. Jazz, Funk, Soul, Rap und Hip-Hop müssen aus den Radiosendern verschwinden, Herbie Hancock und andere Musiker müssen mit einem Einreiseverbot belegt werden, um sicherzustellen, daß sie hierzulande keine kulturelle Kolonialisierung betreiben können. Was für ein Stress, was für ein Aufwand, was für ein gräßliches Geschiss mit diesem elenden Kolonialismus.

Bereits vor Jahren dachte ich mir, daß es einen üblen Kolonialismus darstellen würde, wenn sich Musiker mit dem berüchtigten Hintergrund auf der Halbinsel Kamtschatka niederlassen würden. Das war anläßlich einer Kulturreportage im deutschen Fernsehen über die Sitten, die Gebräuche und die Musik der dort lebenden Korjaken. Die sind nämlich echte Kulturbanausen. Im deutschen Fernsehen habe ich einen Korjaken trommeln gesehen und gehört, der damit die Vulkane auf Kamtschatka am Ausbrechen hindern wollte. Ich war mir nicht sicher, daß das auch funktioniert, so, wie der getrommelt hat. Allerdings dachte ich mir, daß dann, wenn das hilflose Herumgeklopfe des Korjaken schon einen Vulkanausbruch verhindern kann, der globale Vulkanismus todsicher besiegt werden würde von Billy Cobham. Ein Billy Cobham auf Kamtschatka würde jedenfalls ausreichen, damit die Trommelkorjaken frustriert ihre fellbespannten Büchsen in die Ecke feuern- und zum Fischen gehen würden. Das wäre ein Kolonialismus, so schwarz, daß man sich fürchten müsste. Und die Holzfiguren, welche die Korjaken schnitzen, sehen ungefähr so aus wie die von Michel aus Lönneberga, wenn er wieder etwas ausgefressen hatte und im Holzschuppen eingesperrt wurde. Gottfroh muß man sein, daß sich Tilman Riemenschneider nie nach Kamtschatka verirrt hat. Der hätte die ganze Schnitzerkultur dort in Grund und Boden geschnitzt. Und wie die Korjaken mit dem, was sie für Sangeskunst halten, um ihre Lagerfeuer herumtanzen, während der Trommelkorjake vor sich hinstümpert, muß man auch gesehen haben, um den Verlust hinter der Tatsache zu erkennen, daß keiner der Korjaken jemals eine Ballettschule von innen gesehen haben kann. Ehrlich gesagt: Für meine Verhältnisse ist die korjakische Kultur ganz großer Mist, bloß für die Korjaken ist sie klasse. Aber gut, noch nicht einmal Fitzcarraldo wollte auf Kamtschatka ein Opernhaus errichten.

Die Japaner und überhaupt die kultivierten Völker dieser Welt sind total begeistert von Bach, Vivaldi, Händel, Brahms, Mozart und Beethoven. Dort hat sich die Zerebralseuche namens „Wokeness“ auch noch nicht in den Gehirnzellen einnisten können. Tu felix Tokio! Fuck Ochsenfurt (Oxford)!

So, das war´s. Abtreten, ihr Ochsenfurter Musikdeppen – und sacken lassen. Haut ab jetzt, sonst vergesse ich mich noch!

Keine Zensur: Folgt uns auf Telegram