Testen oder verhungern: Einkaufen auch im Supermarkt bald nur noch mit Schnelltest?

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Auch Supermarktbesuche bald nur noch mit Schnelltest und Mega-Warteschlange? (Foto:Imago/7aktuell)

Greifen hier die großen Handelskonzerne etwa schon der nächsten geplanten Verschärfung des „Test-Regimes“ vor? Wie gestern bekannt wurde, will die Schwarz-Gruppe, zu der unter anderem Lidl und Kaufland gehören, auf den Parkplätzen vor ihren Filialen ab sofort Schnelltestzentren errichten, wo sich die Kunden künftig „kostenlos auf Corona“ testen lassen können. Auch andere Einzelhandelsketten verfolgen derartige Pläne. Handelt es sich um die Vorbereitung auf eine kommende flächendeckende Testpflicht beim Einkaufen?

Genau diesen Anschein erwecken diese Vorbereitungen; ins Bild passt da auch, dass bereits die deutschlandweit größe Drogeriemarktkette „dm“ erste Schnelltestzentren in Baden-Württemberg, Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Hessen in Betrieb genommen hatten wie „t-online“ berichtet. Pressemitteilungen des Drogeriemarktführers will „dm“ bis Ende April bundesweit 500 Testzentren einrichten, insgesamt sind über 1.000 geplant.

Da der Aufbau dieser Logistik mit erheblichen Kosten und Investitionen verbunden ist und es sich um einen flächendeckendes Angebot handelt, steht zu erwarten, dass hier über das im im Rahmen der Corona-Testverordnung gefordert Angebot kostenloser Schnelltest hinaus schon bald eine obligatorische Testpflicht vorm Einkaufen – und damit der Versorgung mit Gütern der elementaren Grundversorgung – greifen wird.

Beispiellose Erpressung droht

Weil in diesem Land ohne Essen und Trinken (noch) niemand auskommt und – trotz erster, wenn auch gescheiterter Versuche der Kanzlerin – bisher die Supermärkte von den Lockdowns ausgenommen waren, könnte auf diese Weise dann mutmaßlich die faktische Zwangstestung der gesamten Bevölkerung umgesetzt werden. Wenn auch hier, wie schon so viele Male in dieser Pandemie, wieder aus Freiwilligkeit Pflicht wird, dann wäre es eine bislang beispiellose Erpressung: Überlebenssicherung nur gegen Schnelltest, unter Inkaufnahme jederzeitiger Quarantäne durch falsch-positive Resultate.

Dieser Schritt würde zu den derzeitigen weiteren, immer autoritäreren Anstrengungen der Bundesregierung passen, die Zahl der Schnelltests auszuweiten – und damit die inflationäre Erhöhung von Fällen mit Vortestwahrscheinlichkeit für PCR-Nachtests nochmals beschleunigen: Derzeit wird gerade auf Betriebe und Firmen immer größerer Druck ausgeübt, ihre Belegschaften möglichst oft und lückenlos durchzutesten. Und uin Schulen und Kitas sorgt die massive Testausweitung bereits zum erwünschten Fallzahlenanstieg der „dritten Welle“, durch die dann eine fiktive „besondere Gefährlichkeit“ der Mutation B.1.1.7 „bei den Jüngeren“ irreführend geschlussfolgert wird. Die einzige Faustregel, auf die in diesem Land Verlass ist, ist diese: Je mehr Tests, desto längere und zuverlässigere Lockdowns. Nur darum geht es. (DM)