Corona-Weltregierung statt Nationalstaaten?

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Merkel und kein Ende (Collage:Jouwatch)

Bahnt sich hier doch die neue Corona-Weltregierung an? 24 Staats- und Regierungschefs samt WHO wollen angesichts der „größten Herausforderung für die Weltgemeinschaft seit den 1940er Jahren“ einen neuen völkerrechtlichen Vertrag zu schließen. „Niemand ist in Sicherheit, bevor nicht alle sicher sind“, deshalb soll der böse „Nationalismus“ endgültig beiseite treten. Alleingänge oder gar Entscheidungen einzelner Länder sollen offenbar der Vergangenheit angehören. 

„Die Welt braucht einen Post-Covid-Vertrag, um den Nationalismus beiseite und sicherzustellen, dass das Virus besiegt bleibt“, erklären die Staatsoberhäupter, darunter natürlich Planetenretterin Angela Merkel, der britische Premier Boris Johnson und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in einem offenen Brief. Mit dem völkerrechtlichen Vertrag soll Vorbeugung und Bekämpfung künftiger Pandemien geregelt werden.

„Covid-19 hat unsere Schwächen und unsere Uneinigkeit offengelegt. Jetzt müssen wir die Chance ergreifen und als Weltgemeinschaft in friedlicher Zusammenarbeit über diese Krise hinaus gemeinsam tätigt werden“, klingt es harmlos in dem Aufruf. Es werde auch künftig Pandemien und andere schwere Gesundheitskrisen geben, denen sich kein einzelner Staat und keine internationale Organisation allein stellen könne.

„Es ist nur eine Frage der Zeit, wann es wieder so weit ist.“ Mit dem von ihnen angestrebten Vertrag könnten mehr Zusammenarbeit im Gesundheitswesen, Warnsysteme bei Gefahren und eine bessere Verteilung von Medikamenten, Schutzausrüstungen und Impfstoffen erreicht werden, schreiben die Staats- und Regierungschefs.

Nach den Verwüstungen zweier Weltkriege seien die politischen Führer zusammengekommen, um das multilaterale System zu schmieden. Angesichts von Corona ist es wieder Zeit für ein mächtiges Regelwerk, glauben die heute Regierenden.

„Die Ziele waren klar: Länder zusammenzubringen, die Versuchung des Isolationismus und des Nationalismus zu zerstreuen und die Herausforderungen anzugehen, die nur im Geiste der Solidarität und Zusammenarbeit gemeinsam erreicht werden konnten: Frieden, Wohlstand, Gesundheit und Sicherheit . ‚

Ein Abkommen „sollte zu mehr gegenseitiger Rechenschaftspflicht und gemeinsamer Verantwortung, Transparenz und Zusammenarbeit innerhalb des internationalen Systems mit seinen Regeln und Normen führen“, fügen sie laut MailOnline hinzu.

Zu den weiteren Unterzeichnern, die eine weltweit verpflichtendes Regelwerk anstreben, in dem offenbar kein Platz mehr für Alleingänge sein soll, gehören EU-Ratspräsident Charles Michel, der Leiter der Weltgesundheitsorganisation, Dr. Tedros Adhanom, Chiles Präsident Sebastian Pinera, Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa, Südkoreas Präsident Moon Jae-in und Indonesiens Präsident Joko Widodo. Und natürlich Angela Merkel, wie soll es auch anders sein. Nachtigall, ick hör Dir trapsen. (dts/MS)