Astrazeneca-Chaos: Impfen als Mutprobe, Haftung ausgeschlossen

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Impfung (Bild: shutterstock.com/B Von BaLL LunLa)

Als vor zwei Wochen die Impfung mit Astrazeneca nach gehäuften Thrombosefällen bundesweit ausgesetzt wurde, hatte Markus Söder bis wenige Stunden vor der Entscheidung noch eifrig für das Vakzin Reklame gemacht und sogar eine Aufhebung der Impfreihenfolge gefordert, damit jeder in den Genuss des sich mittlerweile wie sauer Bier in den deutschen Impfzentren stapelnden Impfstoffs kommt. Nach Überprüfung durch die EU-Zulassungsbehörde EMA liefen die Impfungen wieder an – und jetzt gibt es erneute Todesfälle. Und auch diesmal weiß Söder wieder zynischen Rat.

Ohne jede Ironie erklärte der bayerische Ministerpräsident heute abgefeimt: Nun, angesichts der Turbulenzen um Astrazeneca, müsse die Priorisierung für das Mittel komplett abgeschafft werden: „Irgendwann wird man bei Astrazeneca speziell mit sehr viel Freiheit operieren müssen.“ Doch Söder verlangt noch mehr – einen quasi „risikobereiten“ und spielerischen Umgang mit der eigenen Gesundheit: „Wer will und wer es sich traut quasi, der soll auch die Möglichkeit haben„, so der CSU-Chef. Eine bodenlose Kaltschnäuzigkeit und Unverfrorenheit. Unter dem Vorwand, auch noch den letzten 100-jährigen vor den Auswirkungen einer Virusinfektion zu schützen, wird seit fast sechs Monaten das ganze Land lahmgelegt, wird eine unverantwortliche und perverse Form staatlichen Lebensschutzes unter Aushebelung von Grund- und Freiheitsrechten praktiziert.

Aber wenn es um die Impfung geht, dann soll sich jeder nach dem Motto „Augen zu und durch“, „nur Mut!“, einen Experimentalwirkstoff spritzen lassen, der in Windeseile entwickelt und politisch genehmigt wurde. Dabei beweisen all die Komplikationen, die derzeit mit den Impfungen auftreten, immer unzweifelhafter, dass die üblicherweise acht- bis zehnjährigen Studien bis zur Zulassung eines neues Vakzins auch bei den Covid-Impfstoffen keineswegs ausbleiben. Nein, sie finden statt – und zwar mit der gesamten Weltbevölkerung als Studienpopulation, mit ganzen Gesellschaften als menschlichen Versuchskaninchen. Und wenn etwas schief geht, dann ist es eben so – und „wer sich traut“, dem winkt am Ende der schale Hauptpreis einer möglichen Teil-Wiedererlangung seiner Freiheiten. Gegen digitalen Impfnachweis, versteht sich. Doch momentan – und auf unabsehbare Zeit hinaus – nicht einmal das. Und nun wird auch klar, warum Astrazeneca in seinen Verhandlungen mit der EU darauf pochte, von jeglichen Haftungsansprüchen ausgeschlossen zu werden: Die Schadenersatzforderungen könnten astronomisch ausfallen. Die Teilnehmer dieses Großexperiments handeln also auf eigenes Risiko.

Der Tod einer 47-jährigen Frau aus dem Raum Euskirchen sowie einer 49-jährigen Mitarbeiterin der Rostocker Uniklinik in unmittelbarem Zusammenhang mit der Impfung hatte erneut das öffentliche Schlaglicht auf Astrazeneca geworfen; dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) sind inzwischen 31 Fälle von Sinusvenenthrombosen nach Impfungen mit dem Wirkstoff gemeldet worden, wie das Institut laut „dts-Nachrichtenagentur“ mitteilt. In 19 Fällen sei zusätzlich ein Mangel an Blutplättchen, eine Thrombozytopenie, gemeldet worden. In neun Fällen seien die Betroffenen gestorben. Auffällig ist, dass lediglich in zwei Fällen Männer betroffen waren, ein 36-Jähriger und ein 57-Jähriger. Alle anderen Meldungen betreffen laut PEI Frauen im Alter von 20 bis 63 Jahren. Angesichts der – laut Angaben des Robert-Koch-Instituts – bislang rund 2,7 Millionen in Deutschland mit Astrazeneca geimpften Menschen, von denen Frauen unter 70 Jahren zwei Drittel der bisher Geimpften darstellten, sind die Zwischenfälle zwar relativ niedrig, aber trotzdem nicht unerheblich.

Zynisches Großexperiment mit unbekannter Opferzahl

Dass sich die Ständige Impfkommission (STIKO) nun, nach dem Stopp der Astrazeneca-Impfungen in NRW, Berlin und bundesweit etlichen Kliniken, ihre Empfehlung einschränkte und sich aussprach, die Impfung nur noch für Personen über 60 Jahren zuzulassen, was die Gesundheitsminister heute Abend dann beschlossen, ist ein Offenbarungseid der Impfpolitik und zeigt, wie erratisch, ahnungslos und fahrlässig dieser Großversuch Impfung weiterhin durchgezogen wird. Noch vor genau drei Monaten war Astrazeneca für über 65-jährige nicht zugelassen, jetzt ist es für unter 60-jährige nicht mehr erlaubt. Kein Wunder, dass die Verunsicherung der Bevölkerung riesig ist. Söder scheint sich darüber geradezu lustig zu machen: „Bei Astrazeneca ist ja jeden Tag irgendein neues Problem zu erwarten. Und das spürt man auch ehrlicherweise in der Wahrnehmung draußen.

„Ehrlicherweise“ hat keiner mehr als Söder für den Masseneinsatz des Impfstoffs – und zwar in allen Altersstufen – das große Wort geschwungen. Vielleicht ist eines Tages ja zu klären, ob er sich nicht womöglich gar der Beihilfe zum Mord schuldig gemacht haben könnte – wenn sich nämlich der Verdacht erhärtet, dass die offenkundige Hauptkomplikation des Impfstoffs (Blutgerinnsel in den Hirnvenen) in zeitlichem Zusammenhang zur Impfung eine massive Bedrohung der Bevölkerung bedeutete. Ob eine derart gigantische Gesundheitsgefährdung für Milliarden Menschen wegen eines im Vergleich mit zahllosen anderen Gesundheitsrisiken und Erkrankungen marginal gefährlichen Virus noch in irgendeiner Weise verhältnismäßig war, mögen kommende Generationen beurteilen.

Der Fairness und Vollständigkeit halber darf jedoch nicht verschwiegen werden, dass gar nicht Astrazeneca, sondern ausgerechnet der vielgepriesene Biontech-Impftoff Spitzenreiter bei den Zwischenfällen ist: Laut Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts kommen bei ihm schwere bis tödliche Impfkimplikationen signifikant häufiger vor (und zwar absolut wie relativ) vor als beim AstraZeneca-Präparat. Das Image von Biontech als eine Art Rolls-Royce unter den Impfstoffen sind durch die Realität nicht gedeckt; die Überarbeitung der Impfrichtlinie in Norwegen (keine Verwendung mehr bei Hochbetagten und Kranken) erfolgte dort, nachdem 23 Tote in zeitlicher Nähe zur Impfung mit dem Pfizer/Biotech-Vakzin zu beklagen waren – nicht mit Astrazeneca. Und in Hongkong ist die Impfung mit Biontech derzeit komplett ausgesetzt wegen angeblicher „Mängel an der Verpackung„. Auf der PEI-Webseite möge sich jeder selbst von der aktuellen Lage überzeugen. (DM)

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