Ausgangssperren, Entmachtung abtrünniger Ministerpräsidenten: Merkel droht bei „Anne Will“

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Foto: Collage

Wer diese Woche – nach ihrer „Verzeihungs-Show“ – geglaubt hatte, die Kanzlerin habe endlich einmal selbstkritisch reflektiert, sei in sich gegangen und hätte wirklich Fehler erkannt, der sah sich bei ihrem gestrigen Propagandaauftritt bei „Anne Will“ in der ARD eines Schlimmeren belehrt. Merkel hat sich keineswegs besonnen oder gar so etwas wie Verständnis für ihr Volk gezeigt. Im Gegenteil: Die Deutschen sollen die volle Härte der Maßnahmen zu spüren bekommen – und wer von den Ministerpräsidenten nicht pariert, dem droht sie unverhohlen mit Entmachtung.

Die Pappkartenschwenkerin und Stichwortgeberin Anne Will erwies sich einmal mehr als Schande für den journalistischen Berufsstand. In angenehmer, kuscheliger Wohlfühl-Atmosphäre hatte Merkel keine kritische oder gar bedrängenden Konfrontationen zu befürchten. Geradezu huldvoll und erstaunt wirkte Will, dass sich Merkel trotz ihrer diesbezüglichen Ermunterungen zierte, nicht das ganze Volk sofort einzusperren und gleich flächendeckende Ausgangssperren zu verhängen (so wie man dies bei den öffentlich-rechtlichen Sendern wohl gerne sähe). Dass Merkel – und nur sie selbst – mit ihrem Impf-Verrat das gesamte Chaos zu verantworten hat, das nun die Deutschen nach fünf Monaten Dauerlockdown in eine nochmals härtere Lage zwingt, blieb praktisch unerwähnt; Merkel durfte lediglich auf Steilvorlage Wills hin den Irrsinn ihrer Aussage von Februar nochmals wiederholen, aus ihrer Sicht sei „im Großen und Ganzen nichts schiefgelaufen„. Einsichtsfähigkeit dieser weltfremden, entrückten, bleiernen Matrone: NULL.

Dafür gab es warnende Hinweise an die Adresse jener, die den Schuss gehört haben und endlich im Interesse ihrer Bürger an innovativen Konzepten und Kompromissen feilen, wie selbigen zumindest ein Stückweit Freiheit oder Teilnormalität (wenn auch sogar diese „Modelle“ davon weit entfernt sind) zurückgegeben werden könne. Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans etwa, der nach Ostern einen sukzessiven Fahrplan aus dem Lockdown ankündigte, oder auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, der die ab einer Inzidenz von 100 vereinbarte „Notbremse“ nicht umsetze. Aber sogar gegen Städte wie Tübingen und Rostock mit ihren intelligenten Öffnungskonzepten wetterte Merkel und wiederholte das Mantra, „dies“ sei „nicht die Zeit für Lockerungen„.

Durchgeknallter Lebensschutz in Endphase

Als hätte es solche seit ihrem angeblichen zweiwöchigen Wellenbrecherlockdown, damit „wir alle normal Weihnachten feiern können„, je gegeben. Will Merkel, wenn diese ihrer Lockdown-Linie nicht folgen wollen, vielleicht erstmals vom Bundeszwang Gebrauch machen und einen Kommissar an die Spitze der Landesregierungen stellen, der dann notfalls mit Militärgewalt für die Kasernierung der Bevölkerung während der „dritten Welle“ sorgt?

Interessanterweise scheint bei der Kanzlerin nicht angekommen zu sein, dass von ihrer eigenen Regierungsfraktion derzeit im Bundestag gerade ein Gesetz auf den Weg gebracht wurde, demzufolge der schiere Inzidenzwert bei der Wahl angemessener Corona-Interventionen unwichtiger wird und keinesfalls mehr der alleinige Maßstab sein soll. Stur redet sie, erkennbar gefangen in ihrem geistigen Wandlitz, von den Fallzahlen. Sie werde „nicht zuschauen, bis wir 100.000 Infizierte haben„, äußerte sie unter offensichtlicher Bezugnahme auf die Unkenrufe ihres Hofvirologen Christian Drosten, der solche Tageswerte für die „dritte Welle“ prophezeit hatte. Auch darauf, dass „Inzidenzen“ bei Weitem nichts mehr über die reale Pandemielage oder irgendetwas über die systemische Relevanz fürs Gesundheitswesen und damit die Gefährlichkeit aussagen, ging Merkel nicht ein.

Dafür deutete Merkel ominös eine Anpassung des Infektionsschutzgesetzes an; will die Katastrophenkanzlerin etwa auf den letzten Metern ihrer Amtszeit das Grundgesetz vollends durch dieses ohnehin schon faktische Ermächtigungsgesetz im Range einer Ersatzverfassung ersetzen? (DM)

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