Die Endverblödung der „Wokism“-Jünger in den Medien ist endlich zu solcher Vollendung getrieben worden, dass die „Lösung“ zuweilen zum Ausgangspunkt des angeblichen Problems zurückführt und das, was da eigentlich bekämpft werden soll, erst recht in die Welt gesetzt wird: Was bei der „Sesamstraße“ nun als Errungenschaft für Buntheit, Vielfalt und „Antirassismus“ gefeiert wird, ist lupenreiner Rassismus – und verletzt nicht nur People of Color, sondern vor allem die Grenzen des guten Geschmacks.

Um auch kleinen Kindern schon einzuhämmern, dass die Hautfarbe etwas ganz wichtiges ist und über die Art und Weise bestimmt, wie anderen Menschen zu begegnen ist, werden – zunächst nur in den USA – ab sofort zwei schwarze Puppen in die Kindersendung integriert. Diese neuen Figuren sollen sich, so trällert der „Stern“ verzückt, „gegen Rassismus“ einsetzen und „erklären, wie unterschiedliche Hautfarben entstehen„. Die geistreiche Story hinter der BLM-konformen Stofftiershow: „Der ‚Sesamstraße‘-Bewohner Elmo, ein kleines rotes Pelzmonster, trifft in einem neuen Spot den kleinen Wes und seinen Vater Elijah.“ Dann wird für Elmo idiotengerecht erklärt, wieso „die Haut von Wes dunkel“ ist, nebst der Antwort („das hat mit Melanin zu tun, nicht wahr, Papi?„). Wichtig ist dann die zentrale Botschaft, piep-piep-piep, wie ha’m uns alle lieb : „Mein Fell ist rot und weich.“ – „Mein Haar ist schwarz und lockig.“ Fazit: „Viele Leute nennen das Rasse… obwohl wir unterschiedlich aussehen, sind wir doch allesamt Menschen.

Penetrantes Erziehungsfernsehen springt uns heute ja in vielen Erscheinungsformen an, doch bei der antirassistischen Sesamstraßen-Adaption liegt das Problem auch weniger in den Dialogen. Sondern vielmehr im Design und Aussehen der schwarzen Puppen, die an eine Mischung aus dem verletzenden „Bimbo-Look“ und sonstigen optischen Klischees erinnern: Die lassen sich nämlich eindeutig als Form von „Blackfacing“ und als Verballhornung afrikanischer bzw. arabischer Gesichtszüge interpretieren – und reproduzieren damit genau die angeblich „kulturunsensible“ Darstellung von Schwarzen, die heute sogar bei Disney-Zeichentrickfilmen und Comicheften unserer Kindheit (etwa bei der Augsburger Puppenkiste und Michael Endes Jim Knopf) und zur Selbstzensur gereicht. Im Internet wiesen Nutzer ironisch auf diesen Musterfall von Dialektik hin:

(Screenshot:Facebook)

Ein gutes Beispiel also, wie die Großreinemachen oftmals noch mehr von dem Schmutz hinterlassen, den zu beseitigen sie sich doch angeblich anschicken. Der für die Produktion der Sesamstraße zuständige „Sesame Workshop“ in New York hat hier ein echtes Eigentor geschossen. Gerade wenn bei kleinen Kindern unfreiwillig „rassistische“ Stereotype zur Überwindung von Rassismus zum Einsatz kommen und dies den Verantwortlichen nicht einmal mehr auffällt, tritt die ganze Groteske des neuen westlichen Wahns namens Identitätspolitik offen zutage. (DM)