Asylbewerber: Griechenland winkt nur noch durch

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Auf dem Weg nach Deutschland - auch trotz Corona (Archivbild: Screenshot/Video maltatoday)

Nicht nur geographisch ist Griechenland die Durchreisepforte für praktisch die gesamte Problemmigration aus dem vorderen Orient, der Türkei und im östlichen Mittelmeerraum. Von hier machen sich seit jeher alle Balkanflüchtlinge auf, die dann – verstärkt seit 2015 – als große Kulturbereicherer hier „ankommen“. Doch Griechenland tut mehr: Es winkt die Flüchtlinge nicht nur durch, sondern sorgt auch für schleunigste Weiterreise jener, die aufgrund er EU-Flüchtlingsübereinkunft eigentlich dort einen Schutzstatus erlangt haben.

Wie genau dies geschieht, das haben jüngste Berichte ans Licht gebracht, über die sich die AfD große Sorgen macht: Monatlich gelangen alleine auf offiziell bekanntem Weg rund 1.000 Flüchtlinge aus Griechenland nach Deutschland, die – obwohl in Griechenland registriert und aufgenommen – hier ihr eigentlich ersehntes Zielland sehen und sich hierher auf den Weg machen. Die dazu notwendigen Reisepässe erhalten sie offensichtlich von der griechischen Regierung.

Leik-Erik Holm, stellvertretender AfD-Fraktionschef im Bundestag, beklagt gegenüber der „Jungen Freiheit“ (JF), die Bundesregierung gehe bei weitem nicht hart genug gegen diesen Asyltourismus vor. Deutschland müsse diese Einreisen aus Griechenland sofort unterbinden. „Es kann nicht sein, daß die griechischen Behörden Asylsuchenden Reisepapiere ausstellen, damit die dann ins nächste Flugzeug nach Deutschland steigen, um sich ihr Wunsch-Aufnahmeland auszusuchen“, so Holm.

Skandalöses Staatsversagen

Zuvor hatte Bundesinnenministerium unter Führung von Horst Seehofer (CSU)  in einer verwaschenen Antwort auf Holms Anfrage zu Thema erklärt, man sei gegen die Einreise von in Griechenland bereits registrierten Asylsuchenden weitgehend machtlos; es liefen Gespräche mit der griechischen Regierung. Die Bundesregierung bestätige, „dass die Betroffenen in der Regel über von Griechenland ausgestellte Reiseausweise für Flüchtlinge verfügen und damit grundsätzlich zu Einreise und Aufenthalt in Deutschland für einen Kurzaufenthalt berechtigt sind„, zitiert die JF aus der Antwort des Ministeriums.

Besonders skandalös: Während jeder Deutsche, der für ein paar Tage ins Ausland reisen möchte, unter Generalverdacht des Superspreadings steht und sich als rücksichtsloser, genusssüchtiger Egomanie anfeinden lassen muss, gibt die deutsche Bundesregierung mit gehöriger Chuzpe ganz offen zu, sie habe keine Übersicht darüber, ob die Asylbewerber in Deutschland „nicht schon in einem anderen Land im Asylverfahren sind„. Ein neuerliches Eingeständnis unfassbaren Staatsversagens. (DM)

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