Katarina Witt: „Willkommen zurück in der DDR“

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Foto: Imago

Katarina Witt macht ihrem Ärger Luft auf Facebook. Das Regieren von Merkel und Co erinnert die 55-Jährige an frühere Zeiten: „Die Ähnlichkeit ist verblüffend, was man im Namen „zum Wohle des Volkes“ so kollektiv, früher im Sozialismus und gegenwärtig im Kapitalismus, in so kleinem Kreise einfach durchsetzen kann! Ich mag es gar nicht aussprechen, aber ein kleines Teufelchen auf meiner Schulter flüstert mir fast schelmisch ins Ohr „Willkommen zurück in der DDR“.

Eine fürsorgliche Physikerin bringe ihr die Moleküle ihres bisher selbstbestimmten Lebens durcheinander und ein Bankkaufmann biete ihr in der größten Gesundheitskrise des Landes keinen Impfplan an – „Mit welchem Problem kann ich einen Politiker eigentlich belästigen?“, fragt sich die ehemalige Eiskunstläuferin. Im Kommentarbereich erntet die zweifache Olympiasiegerin neben Zustimmung natürlich auch den ganzen Hohn und die abgrundtiefe Verachtung von merkelvernarrten Coronatreuen:
„Du hast doch in der DDR wie die Made im Speck gelebt. Was ist jetzt also Dein Problem? Persönliche Befindlichkeiten nicht mehr im Rampenlicht zu stehen? Und vergleiche Du nicht das jetzige System mit der DDR, da platzt mir der Hals.“
„Der DDR-Vergleich ist halt so krass unpassend, dass es schon fast wieder traurig ist“, „Der DDR Vergleich ist mehr als daneben. Ich habe volles Verständnis für die Beschlüsse der Bundesregierung und der MP. Sie haben zum Zeitpunkt der Beschlüsse das Richtige gemacht“
„Der DDR-Vergleich ist halt so krass unpassend, dass es schon fast wieder traurig ist“
Und auch ihr Leben als „DDR-Promi“ wird ihr wieder zum Vorwurf gemacht: „Frau Witt, als gehätschelter Promi aus der DDR und Honecker-Liebling interessiert hier keinen Ihre Meinung. Gehen Sie geräuschlos in der Ruhestand. Ihre Präsens braucht hier keiner. Und, Sie sind genervt? Das glaubt Ihnen keiner.“,“Na ja, DDR kennt sie auf jeden Fall. Sehe sie noch im FDJ-Hemd am Rednerpult auf dem SED-Parteitag.“ Man kann der heute als Schauspielerin, Moderatorin und Unternehmerin tätigen Witt ab jetzt nur noch gute Nerven wünschen, denn auch die Mainstreammedien schießen sich bereits auf sie ein – ihr DDR-Vergleich beherrscht schon heute die Schlagzeilen von Welt bis Nordkurier. Vor vier Wochen hatte sich Katarina Witt mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer getroffen und über widersprüchliche Regeln, Ungerechtigkeiten und zu späte Hilfszahlungen in der Corona-Krise gestritten. (MS)
Katarina Witt
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