Lockdown per Volksverdummung: Das Märchen von den überlasteten Intensivstationen

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Intensivstation einer Fachklinik (Symbolbild:Imago/pacificpress)

Neben haarsträubend aussagelosen „Inzidenzzahlen“ sind es derzeit vor allem die angeblich wieder vorlaufenden Intensivstationen, die die Regierung in ihrer Panikblase – entweder aus Ignoranz heraus oder als taktischer Vorwand – zur Rechtfertigung ihrer immer verrückteren und rechtswidrigen Beschlüsse heranzieht. Welche abstrusen Lügen uns auch in diesem Bereich unterbreitet werden, davon kann sich allerdings jeder überzeugen, der nicht einmal auf dubiose Netzquellen, sondern auf frei verfügbare seriöse statistische Daten und Fachpublikationen beruft, und imstande ist, Eins und Eins zusammenzuzählen.

Zu Letzteren zählen deutsche Qualitätsjournalisten in dieser Krise zumindest nicht, wenn man die aktuelle mediale Begleitmusik zur Akzeptanzsteigerung der gestern beschlossenen, hocherratischen Willkürmaßnahmen verfolgt. Dort befindet sich Deutschland (wo heute früh bundesweit unter 2.800 Personen insgesamt Corona-bedingt in den Kliniken lagen) mal wieder am Abgrund einer „besorgniserregenden“ Kapazitätskrise. „Nach den ersten vorsichtigen Lockerungen in der Pandemie ist die Anzahl der Corona-Patienten auf Deutschlands Intensivstationen wieder angestiegen„, warnte der „Spiegel„, und behauptet, die Belastung läge „im Moment erneut so hoch wie zu den Spitzenzeiten in der ersten Welle im Frühjahr 2020„.

Wer dann allerdings tiefer in den Artikel einsteigt, findet den hier weitaus aufschlussreicheren Hinweis, dass die Auslastung bei weitem unter den Spitzenwerte der zweiten Welle im Dezember und auch noch Januar liegt – die, bei fast doppelt so hoher Auslastung, ebenfalls zu keinem Zeitpunkt einen „Systemkollaps“ (nebst den den vielbeschworenen „Triagen“) zur Folge hatten, obwohl ständig mit diesem Popanz gedroht wurde.

Tatsächlich wurde im vergangenen Winter der schlagende Beweis erbracht, dass das Gesundheitssystem völlig problemlos – und so wie übrigens immer schon in den vergangenen Jahren – mit 6.000 Intensivpatienten und mehr gut zurecht kommt, trotz Mutantenhorror und teilweise zweieinhalb mal höherer „Inzidenzen“ als aktuell. Trotzdem wird jetzt auf unverantwortliche Weise bei neuerlichem Erreichen gerade einmal des Halbwertes der hospitalisierten Fälle (und bei absichtlichem Verschweigen der Tatsache, dass die meisten Hochrisikopatienten mittlerweile geimpft sind) von damals so getan, als breche erneut alles in Kürze zusammen, weswegen es nun zu noch schärferen Einschränkungen kommen müsse.

Manipulationen im Dauerstakkato

An dieser Stelle soll gar nicht näher darauf eingegangen werden, dass es sich bei den „Covid-Intensivfällen“ nach wie vor um sämtliche Intensivpatienten handelt, die unabhängig vom eigentlichen Grund ihrer Behandlung „corona-positiv“ sind, und dass bei den Spitzenbelastungen der „zweiten Welle“ rückschauend unzulässige Mehrfachzählungen bei Stations- und Klinikverlegungen angewandt wurde (siehe DIVI-Datenanpassung vom 04. März 2021), die zu einem Drittel fehlerhaften Belegungszahlen führten. Medien wie dem „Spiegel“ sind solche Umstände wohlbekannt – doch sie passen nicht zur geschürten Panikmache und könnten das Berliner Corona-Regime kompromittieren – deshalb werden sie unter den Teppich gekehrt.

Und so geht es in der aktuellen „Situationsbetrachtung“ munter weiter. Kein Wort davon, dass die derzeitige Realauslastung der Intensivbetten in Wahrheit gar nicht steigt, sondern – wie bereits im 2. Halbjahr 2020 und vor allem während der Anfangszeit des zweiten Lockdowns zu beobachten war – wieder einmal schlicht nur die Gesamtzahl verfügbarer Betten reduziert wird. Teilweise erfolgt diese mutmaßlich vorsätzliche herbeigeführte, künstliche Verknappung durch die Kliniken selbst, weil diese ein direktes wirtschaftliches Interesse an der Aufrechterhaltung und sogar Verschärfung der „epidemischen Lage“ haben, die für sie bekanntlich mit extremen staatlichen Geldflüssen und Freihaltepauschalen für Betten einhergeht.

Teilweise jedoch ist der Kapazitätsrückgang auch eine Folge des quarantänebedingten Personalausfalls – und damit ebenfalls „hausgemacht“. Aktuelle DIVI-Charts zu betretbaren Betten und Notfallreserve zeigen jedenfalls zweifelsfrei, dass die Ratio zwischen Bestand und Belegung kaum auf mehr Patienten, sondern fast nur auf Kapazitätsminderung zurückzuführen ist:

(Quelle:DIVI-Register, 20.3.2021)

Trotzdem pochen die deutschen Intensivmediziner – „wes Brot ich ess‘, des Lied ich sing'“ – weiter auf einen strengeren Lockdown. Schon vor Merkels gestriger Corona-Hinterzimmerrunde setzte der wissenschaftliche Leiter des DIVI-Intensivregisters, Christian Karagiannidis, gestern früh laut „dts Nachrichtenagentur“ die Politik gezielt unter Druck: Die Lösung könne nur sein, „dass wir zurückkehren zu einem strengeren Lockdown wie Anfang März, Schulen und Kitas bis zur tatsächlichen Verfügbarkeit ausreichender Tests wieder schließen und die Kontaktmöglichkeiten massiv beschränken… Der R-Wert steigt viel zu schnell und wird bei diesem Tempo im April bis Mai für eine Überlastung der Intensivstationen sorgen„, so der Mediziner. Es sei jetzt entscheidend, dass alle Länder dieselben Maßnahmen umsetzen und diese „leicht zu verstehen seien„. Bekanntlich ist letzterer Punkt glücklich misslungen; die Ostern-„Ruhezeit“ und die nochmalige planlose Verlängerung haben wohl auch bei den blauäugigsten Bürgern letzte Zweifel daran beseitigt, dass hier ein komplettes Land von den unfähigsten Politikern seit 1945 vorsätzlich gegen die Wand gefahren wird. Bedenkt man, welche Grundrechtseinschränkungen und Lebenseingriffe dieses übergriffigen Staates unter Berufung auf offensichtlich verdrehte, fehlinterpretierte oder sogar offen manipulierte Daten mittlerweile selbstherrlich angeordnet werden, dann wird das ganze, nur noch verbrecherisch zu nennende Ausmaß der Corona-Politik überdeutlich.

Neu ist die Verklärung eines schon immer dagewesenen, natürlichen saisonalen Schwankungen unterworfenen Normalzustands in den Kliniken während dieser sogenannten Pandemie keineswegs: Auch im Vorjahr schon war die Situation in den deutschen Krankenhäusern zu keinem Zeitpunkt „kritischer“ als irgendwann vor Corona. Im Gegenteil: Die „Ärztezeitung“ dokumentiert in einem lesenswerten Beitrag zur stationären Corona-Versorgung die Ergebnisse einer umfangreichen Auswertung und Situationsanalyse des Krankenhausvereins „Initiative Qualitätsmedizin“ (IQM) für 2020, der klipp und klar konstatiert: „Unsere Kliniken standen 2020 nie an der Belastungsgrenze.“ Indikationen und Leistungen, die auch, aber nicht nur mit schweren COVID-19-Verläufen einhergehen, seien 2020 in vielen deutschen Kliniken sogar deutlich seltener angefallen angefallen als in den Jahren zuvor. Unter dem Termintitel „Fakten statt Mythen“ präsentiert IQM-Präsident Dr. Francesco De Meo, Chef der Helios Klinikgruppe, die Routinedaten aus 431 inländischen Krankenhäusern – darunter 17 Universitätskliniken. Zu diesen „Mythen„, denen man die schlichte Faktizität der Zahlen entgegenhalten wolle, gehöre vor allem der in der Öffentlichkeit grassierende Fehleindruck gemeint, die Kliniken müssten „vor Überlastung geschützt werden“ – obwohl es dazu überhaupt keinen Anlass gebe, so De Meo.

Mythen versus Fakten

Tatsächlich gingen der IQM-Auswertung zufolge solche Leistungen, die vor allem zur Versorgung schwer erkrankter COVID-Patienten zu erbringen sind, übers Jahr gesehen sogar zurück – Severe Acute Respiratory Infections etwa, schwere Atemwegserkrankungen, sanken beispielsweise um gut zehn Prozent. Insgesamt wurden intensivmedizinisch fünf Prozent als weniger Patienten 2019 versorgt; beatmet werden mussten in den untersuchten IQM-Kliniken rund sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Auch der ärztliche Direktor der Uniklinik Ulm, Dr. Udo Kaisers, bestätigt, es habe trotz „anekdotischer Überlastung“ keine Kapazitätsprobleme gegeben; die stationären Ressourcen seien „insgesamt ausreichend gewesen„, so die „Ärztezeitung“. Und auch die Sterblichkeit in Corona-Zeiten erwies sich in den untersuchten 431 Kliniken als völlig unauffällig: Bezogen auf die insgesamt 6,02 Millionen in den IQM-Kliniken 2020 versorgten Fälle – was übrigens einem Rückgang von 13,6 Prozent entsprach – ergab sich eine Sterblichkeit von 2,7 Prozent – ein Anstieg um 0,3 Prozent respektive eine Erhöhung der Quote um 0,4 Prozentpunkte auf gerade einmal 2,7 Prozent. Dies erklärt sich jedoch eher durch einen Struktureffekt, wie der Medizinblogger Lewin Berner auf Facebook kommentiert: Die IQM-Forscher nehmen an, in erster Linie habe eine Verschiebung der Krankenhausfälle dazu geführt hat, dass weniger schwer erkrankte Patienten erst gar nicht in die Krankenhäuser gingen – was dann relativ zu mehr schweren Verläufen mit leicht erhöhter Sterblichkeit geführt habe.

Fazit: Keine Katastrophe in den Kliniken, keine überfüllten ITS-Stationen, keine Übersterblichkeit und vom therapeutischen Gesamtprofil keinesfalls auffällige Abweichungen zu den Vorjahren: Das also ist die Realität hinter dieser angeblich epochalen tödlichen Virusinfektion, die uns in einem beispiellosen Fehlalarm als Jahrhundertkatastrophe, als sogenannte Pandemie verkauft wird. Jeder intelligenzbegabte Mensch möge daraus seine eigenen Schlüsse ziehen. (DM)

 

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