Neues aus der Corona-Wolfsschanze: Lockdownverlängerung, die sechste

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Foto: Von Luca Lorenzelli/Shutterstock

Die ganze Einfallslosigkeit, Ohnmacht und Verbohrtheit einer Sackgassen-Politik, die uns seit einem Jahr kujoniert und kaputtmacht – weit mehr, als es es jedes Virus vermochte – setzt sich in trauter Regelmäßigkeit alle paar Wochen fort, wenn die Corona-Junta im Berliner Führerbunker zusammenkommt. So wie heute wieder. Im Kanzleramt hat man vollständig, in Staatskanzleien der Länder zumindest weitgehend den Bezug zur Realität sowie zu den Nöten und Beklemmungen der Bevölkerung verloren. Die heutigen Beschlüsse, soweit schon ausgehandelt, machen es deutlich: Ohne Unruhen und Aufstand der Bevölkerung wird es keine Freiheit mehr in diesem Land geben.

Zum sechsten Mal verlängert diese Regierung den Lockdown – diesmal bis zum 18. April, soviel steht schon fest, und man muss wahrlich kein Hellseher sein um vorherzusagen, dass auch dieses Interimsdatum nicht das letzte sein wird. Wo eigentlich längst ein Umsteuern erzwungen worden sein müsste, wird über Nebenschauplätze wie Familientreffen an Ostern und Notbremsen ab „Inzidenz 100“ debattiert – und allen Hoffnungen wird endgültig der Garaus gemacht, dass der Alptraum eines (ursprünglich nur für November, als ‚Lockdown Light‘) beschlossenen Dauerkomas von Wirtschaft, Gesellschaftsleben und Freiheit wenigstens im Frühsommer endet.

Uns wird weiter Lebenszeit geraubt. Weiter vereinsamen und sterben unzählige Menschen gerade auch der älteren Generation, mit deren „Lebensschutz“ die gesamten Grundrechtseinschränkungen immer begründet werden. Die Deutschen sind am Tiefpunkt und final frustriert, weil es kein Erwachen aus diesem Alptraum gibt. Und die Kanzlerin ist frustriert, weil sie ihr Zerstörungswerk an Deutschland nicht noch weitreichender umsetzen kann: Gerne hätte sie eine bundesweite Ausgangssperre nach französischem Vorbild durchgedrückt; das wurde ihr vereitelt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Und eines ist schon jetzt absehbar: Wie bei den vergangenen sechs Lockdown-„Nachschlägen“ werden wir auch Mitte Ostern – so wie auch schon in den vergangenen Tagen – pünktlich vor der nächsten nahenden Bund-Länder-Konferenz wieder ein Crescendo alarmistischer Horrorszenarien in den Medien erleben, das auf die nächste Verlängerungsrunde einstimmt: Es werden von den üblichen Wissenschaftlern des erwünschten Zitierkartells, Verbandssprechern, Gesundheitsfunktionären (und natürlich verbotsgeilen Journalisten, die dem Mantra einer pervertierten Volkssolidarität das Wort reden) frühzeitig Forderungen nach einem noch härterem Lockdown herangetragen, der auch dann wieder alle „Lockerungs“-Erwartungen verteufelt, alle Öffnungshoffnungen zerbersten lässt und jede besonnene Stimme der Vernunft konterkariert. So wird das immer weiter gehen – mindestens bis in den Hochsommer, wenn mit etwas Glück bei wärmeren Temperaturen die Virusausbreitung von selbst zurückgeht wie im letzten Jahr.

Perfekte Zwickmühle

Wir – und viele andere Länder – haben uns jedoch in die perfekte Zwickmühle gebracht, dass wir einen etwaigen Ausweg aus unserer Selbstbetonierung im ewigen Lockdown nur noch von Faktoren abhängig gemacht haben, die unter den bestehenden Bedingungen niemals mehr erfüllt werden können. Denn was an noch so geringen Erleichterungen und Öffnungen je kommen wird, ist an Tests gekoppelt – die automatisch zu mehr Inzidenzen führen. Hoffnungslos vergaloppiert, sklavisch gefangen in eigenen Denkmustern und Regeln, die in ihrer ganzen Schwachsinnigkeit gar nicht mehr hinterfragt werden: So präsentiert sich im Jahr 2 der Pandemie die einst hochgelobte, „umsichtige“ Corona-Politik. „Steigende Zahlen“ und „Inzidenzen“ werden mit einer unkritischen, entschlossenen Inbrunst vorgetragen und als Tatsachen von einer ähnlichen absoluten Aussagekraft akzeptiert wie die Temperatur in Grad Celsius im Wetterbericht – obwohl es sich um grundfalsche, fast schon abergläubische Willkürangaben handelt, auf deren Grundlage nicht einmal gepflegtes Kaffeesatzlesen möglich wäre.

Nochmals, man kann es nicht oft genug wiederholen: Wir haben die Feststellung der Bedrohungslage in dieser Pandemie von Hirngespinsten abhängig gemacht. Zunächst einmal werden die Inzidenzwerte auf geradezu kriminelle Weise unsubstantiiert ermittelt und auf von Region zu Region gar nicht vergleichbarer Basis erhoben. Um bis zum Faktor 6 weichen die Testzahlen voneinander ab, was bei identischer Infektionsrate bedeuten kann, dass ein Landkreis kaum Fälle aufweist und der Nachbarlandkreis Hochrisikogebiet ist. Dann sagen die Positivtests rein gar nichts über den realen Krankheitswert aus – was umso schwerer ins Gewicht fällt, als sich die Inzidenzzahlen allmählich von den Covid-Fällen entkoppeln. Immer weniger erkranken schwer, immer weniger sterben, und die Belegung der Kliniken ist – dem taktisch-lobbyistischen Getöse der Krankenhäuser und Intensivmediziner zum Trotz – verschwindend gering (3052 Intensivbetten waren heute mittag mit sogenannten Covid-Fällen belegt), sofern hier ein Anstieg zu verzeichnen ist, hinkt dieser dem „Anstieg der Fallzahlen“ deutlich hinterher. Und das soll die große Mutanten-Katastrophe sein?

Fazit, nach alledem: Die Inzidenzen dürften bei der Beurteilung der realen Infektionslage überhaupt keine Rolle mehr spielen; wenn überhaupt, könnten dies ausschließlich die Situation des Gesundheitswesens sowie die Zahl der tatsächlich schwer erkrankten oder zumindest irgendwie symptomatischen Fälle sein. Die Wortstanzen „steigende Inzidenzen…“, „die dritte Welle ist da“ und so fort müssen schleunigst aus unseren Gehirnen verbannt werden, ehe sie sich dort weiter einfressen. Die heutigen – und noch anstehenden – Beschlüsse in Merkels „Wolfsschanze“ haben bewiesen: Bei der Staatsführung ist dies bereits passiert. Hier ist jedes Umdenken hoffnungslos. (DM)

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