Kraft durch Freude? Durchhalteparolen für den Führerbunker

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(Symbolbild:CollageJouWatch)

Jetzt schlägt es aber endgültig Dreizehn: Im Bestreben, dem Wunsch der obsessiv auf Dauer-Lockdown gebürsteten Kanzlerin in ihrem Berliner Befehlsstand nach weiterer Wegsperrung der Deutschen zur Durchsetzung zur verhelfen, bieten sich nun sogar schon „Motivations-Forscher“ an, die psychologische Tricks parat halten, wie die Bevölkerung zum Durchhalten und weiterhin tapferen Kadavergehorsam animiert werden sollen. Seit 76 Jahren wurde in Deutschland keine vergleichbare Staatspropaganda mehr für den Endsieg betrieben.

Statt totalem Krieg geht es heute um den totalen Lockdown, doch die endgültige Vernichtung des ideologischen Phantomfeindes im Gefolge einer zwar offiziell nie umgesetzten, jedoch geistig adaptierten „Zero-Covid“-Manie trägt dieselben wahnhaften Züge. Mit zeitgeisttypischen Modifikationen zwar – was damals „Kraft durch Freude“ und später dann Sportpalast-Reden und Wochenschau-Einpeitscher waren, sind heute Solidaritätsappelle und Verhaltenskonditionierung -, doch die Rigorosität eines autoritären, anmaßenden Staates, der seine Bürger ohne Rücksicht auf Verluste „schützen“ zu müssen meint ( und dabei weit mehr Schaden als Nutzen anrichtet), ist dieselbe.

Lukas Thürmer ist ein sogenannter „Motivationswissenschaftler“ – ja, solche Berufsbilder gibt es in einem Land, wo trotz fallender Bildungsleistungen bald drei Viertel eines Jahrgangs die Hochschulreife erlangen und es mehr akademische Disziplinen als praktische Professionen gibt. Er hält nun für die Corona-Politik Tips bereit, wie sich die Bevölkerung weiterhin im passiven Gefangenenmodus einfrieren lässt und weiter wacker stillhält. Die eigenen Fesseln, das Eingeknastetsein lieben lernen – so könnte man umschreiben, was Thürmer hier vorschlägt.

„Bevölkerung am Ball halten“

In der aktuellen Lage sei es „nicht leicht, die Bevölkerung weiter am Ball zu halten„, schreibt „Focus“ ganz verzückt über die Ratschlüsse des hippen Gefängnis-Animateurs. Drei Dinge müsse die Kanzlerin beachten, damit der weitere Lockdown gelingt – als sei inzwischen die Weiterruinierung des Landes, die Wegsperrung jegliches Lebens ein unbedingt erhaltenswerter Selbstzweck. Erstens gehe es um die „richtigen Normen„, die die Regierung setzen müsse: „Die Politik muss klar machen, dass wir hier alle gemeinsam an einem Strang ziehen„, so der Forscher der Paris-Lodron-Universität Salzburg gegenüber dem Magazin.

Zweitens müsse die „Wünschbarkeit“ definiert werden: „Ohne Ziel geht es nicht.“ Als ob irgendein klar denkender Mensch nach nunmehr einem Jahr Corona, nach fünf Monaten Dauerlockdown unter völlig willkürlichen, widersprüchlichen und immer wieder veränderten Begründungen noch an irgendwelche Ziele, Benchmarks oder zu erreichende Grenzwerte glauben würde! Der dritte Punkt in Thürmers Motivationsplan ist dann der zynischste: Den Menschen soll „die Pandemiesituation erträglich gemacht“ werden: „Wir haben noch weitere Stellschrauben. Jetzt reden wir mal über Umsetzung und Strategie. Wir machen uns einen konkreten Plan.“ Die Maxime laute: „Maßnahmen finden, welche die Pandemiesituation erträglich machen.

Hier wird über Selbstverständlichkeiten wie Grundrechte und Freiheit ganz ungeniert auf dem Reißbrett entschieden, als ginge es um eine große Computersimulation. Die „Pandemiesituation“ in Frage zu stellen (und damit auch die dreisten diktatorischen Corona-Restriktionen), das spielt in der Gedankenwelt solcher staatshörigen Wissenschaftler genauso wenig eine Rolle wie im Elfenbeinturm der Macht. (DM)

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