Deutschland 2021: Impfung macht frei

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Auf dem Weg zur Impfung (Symbolfoto: Von Couperfield/Shutterstock)

Wenn man sich dieser Tage durchliest, womit die deutsche Freimacht schon wieder alle frei macht, fällt nicht nur der Heilkundige fast in Ohnmacht. Ist denn schon wieder „Vogelschiss“? Als solchen hatte Alexander Gauland die zwölf Jahre Nazidiktatur im Vergleich zu einer tausendjährigen deutschen Geschichte bezeichnet. „Heil Spritzler“, oder was?

von Max Erdinger

Der Düsseldorfer Fernsehturm wurde vergangene Woche in der Nacht mit dem Slogan „Impfen = Freiheit“ angestrahlt. Per Laser, wahrscheinlich. Das ist Fortschritt. Mit einem Flakscheinwerfer wäre das nicht gegangen. Die „Zeit“ titelte „Freiheit für Geimpfte?„, beim „Focus“ wurde der Impfstoff zum „Stoff der Freiheit“ und auf einem Plakat der Kampagne „Österreich impft“ war zu lesen „Coronaimpfung – Wieder mehr Freiheit„. Markus Söder behauptete, der Impfstoff sei es, der über die „Frage der Freiheit entscheidet„. Da runzelt der Geschichtsbewußte erstaunt die Stirn und haut sich mit der flachen Hand auf dieselbe, daß es „Patsch!“ macht. Die „Zeit“ setzte in ihrem Teaser noch einen drauf und fragte in ihrer üblichen Scheinheiligkeit: „Zwei Drittel der Deutschen und viele Politiker fordern: Auch wer geimpft ist, soll nicht wieder frei leben können. Aber ist das gerecht?„. Wer so etwas wissen will, scheint vorauszusetzen, daß Gerechtigkeit eine Spritzenfrage sei. Und daß „Impfung frei machen“ sollte. Eigentlich.

„Lichtinstallation“ am Düsseldorfer Fernsehturm – Foto: Screenshot Twitter

Bei Twitter fiel Islamkritiker und FDP-Mitglied Ali Utlu mit digitalem Gezwitscher auf. Er bezeichnete es als „Ironie der Geschichte„, daß die alte Denke in neuen Begriffen daherkomme. Die Sippenhaft sei unter der Vokabel „Kontaktschuld“ zurückgekehrt, schrieb er, die Rassenlehre von früher heiße heute „Identitätspolitik„, und die Segregation komme als „Cancel Culture“ daher. Nur diesmal eben „nicht von rechts, sondern von regressiven Linken„. Fest steht: Auch im Dritten Reich wäre der Islamkritiker unwillkommen gewesen. Als „freier Demokrat“ ebenfalls. Aber gut: Damals wäre „freier Demokrat“ auch tatsächlich noch das gewesen, wofür sich ein Sogenannter heute nur noch hält.

Ist es nicht erstaunlich?

Nein, es ist nicht erstaunlich, sondern es bestätigt nur, was wache Köpfe schon seit vielen Jahren behaupten. Es gibt keinen fundamentalen Unterschied zwischen Rotlinken und Braunlinken. Ein „Inter-“ vor „-nationalsozialist“ ändert am Sozialisten gar nichts. Einer impft sich für alle, alle impfen sich für einen. Deine Freiheit ist nichts, die Impfung ist alles. Eine Bevölkerung, nicht reich, eine Bundeskanzlerin. Es fehlt nur noch, daß das geimpfte Kind „Pimpf“ genannt wird.

Aber die Renaissance des antifreiheitlichen Totalitarismus´ ist kein rein deutsches Phänomen. „Wir“ sind lediglich „wegen global“ wieder mittendrin, statt nur dabei. Die sozialistische Diktatur erhebt ihr gräßliches Haupt weltweit. Ist sie unter dem Label „NWO“ (Great Reset) erst einmal installiert, wird sie niemand mehr abwählen können. Es ist dasselbe Lied wie anno dunnemals. Großkapitalisten und Sozialisten machen wieder gemeinsame Sache. Mit roten Köpfen diskutiert man die Segnungen der chinesischen Gesellschaftspolitik. Dort funktioniert die „Arbeitsteilung“ zwischen Großkapital und kommunistischer Partei perfekt. Für das Großkapital arbeitet das Ameisenvolk, von den Kommunisten wird es drangsaliert. Klonovsky brillant: „Die Linke ist nicht Widerpart des Kapitalismus, sondern sein Parasit„. Das ist wohl ziemlich genau das, was sich so mancher Großindustrielle im Dritten Reich über die nationalsozialistischen Braunlinken ebenfalls gedacht haben dürfte, ohne daß er es noch hätte aussprechen können. Klonovsky konnte immerhin (noch).

Nicht umsonst wurde in den vergangenen Jahren ein Zitat des italienischen Schriftstellers und Sozialisten Ignazio Silone (1900 – 1978) immer öfter strapaziert. Silone: „Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus„. Ernst Jandl in seinem Gedicht „lichtung“ aus dem Jahr 1966: „manche meinen lechts und rinks kann man nicht velwechsern werch ein illtum.

Verharmlosung und Relativierung?

„Getroffene Hunde bellen“, heißt ein altes Sprichwort. Gemeint ist damit die heftige verbale Erwiderung auf einen Vorwurf, bei dem man fast immer davon ausgehen kann, dass er viel Wahres beinhaltet. Und so bellen sie eben „Verharmlosung“ und „Relativierung“, die Gemeinten, wenn man auf allzu offensichtliche Parallelen hinweist. Mit „Was juckt es die deutsche Eiche …“, kommentierte man einst, was heute mit einem „geht mir am Arsch vorbei“ abgetan wird. Selbstverständlich werde ich mit diesen Zeilen zu einem „Verharmloser“ und „Relativierer“. Was dabei – wie üblich – unter den Tisch fällt, ist, daß es sich lediglich quantitativ um Verharmlosung und Relativierung handelt, nicht aber prinzipiell.

Ihr aber lernet, wie man sieht, statt stiert
Und handelt, statt zu reden noch und noch.
So was hätt‘ einmal fast die Welt regiert!
Die Völker wurden seiner Herr, jedoch
Dass keiner uns zu früh da triumphiert –
Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.

(Epilog im Theaterstück „Der unaufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“, Bertolt Brecht, 1941)

In seinem Theaterstück hatte Brecht die Machtergreifung und den darauffolgenden Machtausbau der Nationalsozialisten in das amerikanische Gangstermilieu verlegt, sein Arturo Ui trug sowohl Züge von Hitler als auch welche von Al Capone. Wie würde Islamkritiker und FDP-Mitglied Ali Utlu angesichts der Herren Nüßlein, Löbel und Spahn samt Ehemann vielleicht kommentieren? – „Ironie der Geschichte“? Wie war das noch mit Hunter Bidens Laptop? Wie war das noch mit jenem kalifornischen Impeachmentfan, dem Senator Eric Swalwell und seiner Liaison mit der chinesischen Spionin? Wie war das noch mit Elaine Chao, der Ehefrau des republikanischen Fraktionschefs Mitch McConnell, der Donald Trump, dem gewählten Freiheitspräsidenten in den Rücken fiel? – Wie? Man weiß es nicht im „besten Deutschland, das wir je hatten“? – Tja, da hätten wohl mehr Leute die „Feindsender“ hören müssen, um zu wissen, wie das war und immer noch ist.

Nach Impfung verstorben

113 Menschen nach Impfung verstorben„, meldete die „Tagesschau“ am 11. Februar 2021. Und weiter: „ … dennoch geben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Entwarnung, da es keine Hinweise gebe, dass es zu vermehrten Todesfällen im Zusammenhang mit der Impfung kommt.“ Inzwischen haben „wir“ Ende März. „Corona: Krankenschwester verstirbt, Kollegin erkrankt schwer …“ meldete der „Merkur“ am 11. März.

Da fällt mir ein: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gab es auch schon unter Arturo Uis „Volksgenossen und Volksgenossinnen“. Die Machtergreifenden und Machtausbauenden waren damals die ersten, die mit dieser sprachlichen Geschlechtsdifferenzierungsmanie aufgefallen sind. Das ist keine internationalsozialistische Erfindung aus der Nachkriegszeit, sondern war lange vorher schon braunlinke Rhetorik. So, wie auch die Unart, mit Euphemismen für kollektive Geisteskrankheit zu sorgen. Zusammengesetzte Hauptwörter mit „Schutz-„, staatlich verordnete „Schutzhaft“ und „Gesundheitsschutz“ z.B., sind in Deutschland – fast möchte man sagen – ein „Evergreen“. Allerweil sind die „Greens“ populärer „than ever“. Nur der omnipräsente „Gesundheitsschutzexperte“ der SPD, Karl Lauterbach, scheint ein wenig durchs Schutzraster gefallen zu sein – und zwar beim Schutz vor Karies & Baktus.

Fürchterliche Theorie

Es gibt da diese Theorie, bei der man als medizinisch-virologischer Laie nicht mitreden kann. Es tun trotzdem viele. Zur Kenntnis nehmen kann man sie jedoch. Die Theorie geht ungefähr so: Die Corona-„Schutzimpfung“ ist eine mRNA-Impfung. Sie verändert irreversibel die Gene eines Impflings (bei Kindern: Pimpfling). Es kann sein, daß er in Zukunft gegen eine Sars-Cov-2 Infektion geschützt ist, aber um den Preis, daß er für Krankheit durch andere Vireninfektionen und Sars-Cov-2-Mutationen deutlich anfälliger wird. Seine Immunabwehr könne sich künftig gegen ihn selbst richten, heißt es. Von einem „Zytokinsturm“ ist die Rede, der zu multiplem Organversagen führe. Eine Nachrichtenmeldung der vergangenen Tage ist gewesen, daß es dort, wo am meisten geimpft worden ist, in der Folge auch die meisten „Coronatoten“ gegeben habe. Da bekommen doch das Wort „Neuinfektion“ und die Idee vom „Neuen Menschen“ jeweils eine weitere Interpretationsfacette dazu, oder nicht?

Es gibt also Stimmen, die behaupten, der geimpfte – der „Neue Mensch“ – sei von deutlich verkürzter Lebensdauer. Was man eben so mitbekommt und nicht genauer recherchiert, weil einem das Fachwissen dazu fehlt, und weil einen der kollektive Impfwahn ohnehin unter ganz anderen Gesichtspunkten interessiert. Nämlich unter solchen, bei denen man selbst mitreden kann. Unter historischen also. Und historisch betrachtet wäre staatlich organisierter Massenmord ein hochinteressantes Phänomen.

Nicht allein, um dieses historische Interesse nicht dummerweise durch eine Impfung zwangszuverlieren, sollte man sicherheitshalber Abstand von ihr nehmen, sondern auch, weil man zur Kenntnis nehmen muß, wie bigott allgemein argumentiert wird: Bei den „Schutzmaßnahmen“ geht es ja offiziell darum, selbst das „schwächste Leben“, also das von Alten und multipel Vorerkrankten, noch vor dem Virentod zu schützen, weswegen auch kein großer Unterschied gemacht wird, ob jemand an oder mit Corona verstorben ist. Aber bei der Impfung sieht das ganz anders aus. Da gibt es einen Zusammenhang mit dem Tod höchstens in einem so geringen Umfang, daß sich ein paar hundert Impftote lohnen für die Allgemeinheit.

Fest steht, daß sich der Gebieter über die Impfstoffe („Gib Gates keine Chance!“) seit Jahren für eine Reduzierung der Weltbevölkerung ausspricht, und daß die „Georgia Guidestones“ der Freimaurer ausdrücklich empfehlen, nicht mehr als 500 Mio. „die Menschen“ auf dem Planeten zuzulassen. Das könnte natürlich alles auch nur ein dummer Zufall sein. Und selbst könnte man einem übergroßen Mißtrauen anheim gefallen sein, welches einem verunmöglicht, zu erkennen, was tatsächlich ist: Alle Verantwortlichen in der Politik und in der Wissenschaft meinen es allezeit immer nur gut mit ihren lieben Mitmenschen. Allerdings gibt es auch die Empirie, die eigene Lebenserfahrung und die Wahrscheinlichkeitsrechnung. Es bleibt schwierig. Und davon, daß man sich überlegt, was Gier, Machtgeilheit und Raffsucht alles anrichten können, wird es auch nicht einfacher.

Der Fortschritt

Jedenfalls denkt man unwillkürlich darüber nach, was es wohl mit dem vielgepriesenen Fortschritt auf sich haben könnte, wenn man einmal den Massenmord unter fortschrittlichen Aspekten betrachtet. Ob es sich wohl um Fortschritt handeln würde, wenn nach einem staatlich angeordneten Massenmord keine Täter mehr zu benennen wären, weil die lieben „die Menschen“ erst Monate oder Jahre nach der Tat an ihrem jeweils eigenen, umprogrammierten Immunsystem verrecken würden, so daß man dann alle möglichen Todesursachen durch „Experten“ aus „die Wissenschaft“ zur Erklärung heranziehen könnte? Wissenschaft ist schließlich fast schon ein Synonym für „Fortschritt“. Und die Zivilreligiösen von heute glauben so allerhand, was sie mit ihren eigenen Augen nicht sehen können. Daß der Mensch das Klima verändert, z.B., oder daß die Menschheit aus über sechzig verschiedenen Geschlechtern besteht, die allesamt soziale Konstrukte seien. Das glauben sie. Da kann man schon auf den Gedanken kommen, daß nicht nur Geschlechter sozial konstruiert sein könnten, sondern auch Pandemien. „Sozial konstruiert“ ist schließlich in. Bliebe noch die Frage „Wozu sozial konstruiert“?

Das Phänomen, daß sich „die Wissenschaft“ historisch betrachtet schon öfter hat instrumentalisieren lassen, um nachträglich zu „beweisen“, daß ursprünglich rein ideologische Postulate goldrichtig gewesen sind, ist ja auch nicht neu. Gerade die Soziologie scheint sehr anfällig dafür zu sein, sich von Ideologen instrumentalisieren zu lassen. Soziologie ist schon ziemlich fortschrittlich.

Ali Utlu könnte durchaus recht haben mit seinem „Ironie der Geschichte“. Und „Vorwärts immer, rückwärts nimmer“ könnte ein sozialistischer Slogan sein, der es den Sozialisten ermöglicht, mit dem besten Gewissen an der Realität vorbeizuleben und vorbeizuregieren. Die schreckliche Wahrheit könnte sein: Vorwärts nimmer, rückwärts immer. Meinereiner verläßt sich da lieber auf die Volksweisheiten seiner Heimat. Eine davon lautet: „Obacht gehm, länger lehm“ (Obacht geben, länger leben).

Es gibt ein paar wenige, sehr grundsätzliche Regeln, die man befolgen sollte. Das wußte auch George Carlin. Dessen erste Regel ist gewesen, daß er nicht ein Wort von dem glaubt, was ihm die Regierung weismachen will. Gestorben ist er im Jahr 2008. Tröstlich: Er war ungeimpft und starb trotzdem nicht an Corona. Einen „Arturo Ui“ hätte er sich zu seinen Lebzeiten nicht bieten lassen. Ich auch nicht. Und ich lebe noch. Die Massenproteste gegen das globale Coronaregime nehmen auf allen Kontinenten zu. Außerdem gilt: „You´ll never walk alone“ und „die Hoffnung stirbt zuletzt“.

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