Nach Kassel: Vereinte Medienhetze gegen Grundrechtsdemonstranten

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Kasseler Großdemo (Foto:Imago/Alexander)

Weit sind wir in diesem Deutschland gekommen, wahrlich, dass sich inzwischen die Polizei von linken Medien und Regierungspolitikern vorhalten lassen muss, nicht heftig genug gegen Demonstranten vorgegangen zu sein: Nach der Corona-Großdemo unter dem Motto „World Wide Demonstration for Freedom, Peace and Human Rights“ in Kassel gerät plötzlich die Polizei in die Defensive und muss ihre angeblich zu „zurückhaltende“ Einsatztaktik verteidigen. Die Kriminalisierung der Demonstranten steht bereits zuvor fest, auf ihre Inhalte und Ziele wird in der „Veröffentlichkeit“ schon gar nicht mehr eingegangen.

Dass viele zehntausend Grundrechtsdemonstranten für Freiheit, Selbstverantwortung, Selbstbestimmung und gegen eine völlig aus dem Leim gegangene Gesundheits- und Hygienediktatur auf die Straße gingen, war ein erster Hoffnungsschimmer, dass noch nicht alle Menschen zu Sklaven des Pandemieregimes geworden sind. Kassel dürfte erst der Auftakt einer weit größeren Protestwelle gewesen sein, die uns erst noch bevorsteht – ob es der Politik und ihren medialen Erfüllungsgehilfen gefällt oder nicht. Die „Welt“ etwa titelte, ein „Zurückweichen des Staates“ führe „immer zu Vertrauensverlust„. Als bestünde in diesen Coronastaat noch Vertrauen, als seien nicht die Demonstrationen selbst ein eindrucksvolles Misstrauensvotum gegen die Regierung!

In misslaunigem Unterton beschwerte sich auch der „Spiegel“ zwischen den Zeilen, dass hier vom Staat nicht gleich kräftig durchgegriffen (und von den zur Verfügung stehenden Repressionsmitteln nicht angemessen Gebrauch gemacht) wurde: „Die Polizei war zwar mit einem Großaufgebot präsent, an einigen Orten mit Wasserwerfern. Die Regeln setzte sie jedoch nur selten durch„, klagt das Hamburger Agenda-„Nachrichtenmagazin“ an, und beschwert sich, dass das Verlassen des ursprünglich zugewiesenen Kundgebungsareals geduldet und nicht sogleich verhindert wurde. Außerdem zitiert das Blatt Erklärungen der Polizei, sie werde dem Verdacht einzelner Solidaritätsbekundungen von Beamten mit den Demonstranten nachgehen („wir nehmen das sehr ernst und werden die Sachverhalte intensiv aufarbeiten„). Das wäre ja auch noch schöner, wenn in einer Demokratie einzelne Polizisten gemeinsame Sache mit freiheitsliebenden Bürgern macht!

Die Demonstration selbst war in ihrer Wirkung weit größer, als die Verfremdungs- und Totschweigpresse es an die Öffentlichkeit gelangen ließ: Selbst die offiziellen Stellen kamen nicht umhin, die Zahl von 20.000 zu bestätigen (wenn auch vor allem zur vorwurfsvollen Verdeutlichung der angeblichen „Superspreader“-Tragweite angesichts einer angeblich rücksichtslosen Überschreitung der genehmigten Teilnehmerzahl von 6.000 Menschen). Auch in Österreich ist die Geduld der Bürger am Ende: Über 100 einzelne Demonstrationen waren für gestern in Wien angemeldet worden. Hier griff die Polizei dann so durch, wie sich dies linke Hofjournalisten auch für Kassel gewünscht hätten – mit Schlagstöcken und Pfefferspray. Die Stimme der Freiheit dort wird allerdings auch das nicht zum Stummen bringen.

Auch in Wien zahllose Protestaktionen

Die seit letztem Jahr probate Desinformation- und Verunglimpfungskampagne, diese alle zu rücksichtslosen Virustreibern mit weitgehend extremistischer oder paranoider Grundgesinnung zu stempeln, setzt sich indes auch jetzt wieder fort und dichtet das reale, friedliche Demonstrationsgeschehen zu einem asozialen Akt verantwortungsloser Gefährdung der Gesamtbevölkerung um. Der Brunnenvergiftermythos ist wieder en vogue.

Der unabhängige und kritische Journalist Boris Reitschuster berichtete live vor Ort in Wort, Ton und Bild von Kassel (siehe z.B. hier) – und fasste seine Eindrücke gestern Abend wie folgt zusammen, ebenso wie die Verwunderung über die anschließende Rezeption der Ereignisse in den etablierten Medien: „Friedlich und ohne größere Zwischenfälle, Menschen aus der Mitte der Gesellschaft – das war mein Eindruck heute nach mehr als siebeneinhalb Stunden auf den Kundgebungen gegen die Corona-Maßnahmen in Kassel. Umso erstaunter war ich, als ich die Zusammenstellung der Berichte in den großen Medien las… Die gleichen Blätter, die regelmäßig gewalttätige Mobs in Innenstädten als ‚Party- oder Eventszene‘ schönschreiben, sprechen nun von einem „’Randale-Mob’… das ist eine bewußte Irreführung der Leser.“ Zu Recht beklagt Reitschuster eine regelrechte Pervertierung des medialen Geschehen und spricht von Parallelrealitäten“ in den Medien.

Die Überbetonung schwarzer Schafe zulasten der breiten Mehrheit, unter Missachtung deren Anspruch auf Rezeption und unter Versagung öffentlichen Gehörs unzähliger verzweifelter Menschen, die schlicht nicht mehr können und dem Lockdownirrsinn auf Basis wahnhafter, von realen Krankheitsgeschehen längst entkoppelter „Inzidenzwerte“ nicht länger mittragen wollen, ist für die öffentlich-rechtlichen Medien wenig überraschend. Und ironischerweise wurde dann in eben diesen Medien auch nichts über einen später erfolgten gewalttätigen Angriff von Gegendemonstranten mutmaßlich aus dem Antifa-Lager auf Reitschuster berichtet. Ein Journalist und Berufskollege, der auf einer friedlichen Demonstration bei der Ausübung seiner Arbeit gewaltsam behindert wird – kein Thema für ARD und ZDF und wohl auch nicht für die „Süddeutsche Zeitung“, die neulich eine veritable Schmutzkampagne gegen Reitschuster losgetreten und seine Mitgliedschaft in der Bundespressekonferenz torpediert hatte. Wo blieb hier eigentlich der Aufschrei von Dunya Hayali, die sich doch vergangenen August, bei der Berliner Querdenken-Demo, „heldenmutig“ den Demonstranten gestellt hatte und sich als bedrängte Journalistin und Opfer von Anfeindungen hingestellt hatte? (DM)