Strafe am untersten Rand: Mildes Urteil für Asylbewerber nach Gruppenvergewaltigung einer 14-Jährigen

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Gruppenvergewaltigung (Symbolfoto:Durch Surapol Usanakul/shutterstock)

Vier Männer aus dem Irak und Afghanistan vergewaltigten ein 14-jähriges Mädchen mehrfach. Das Strafmaß liegt dennoch „nahezu am untersten Rand“. 

Das Landgericht Ulm sah es als erwiesen an, dass vier Asylbewerber aus dem Irak und Afghanistan an Halloween 2019 ein 14-Jahre altes Mädchen in einer Asylbewerberunterkunft in Illerkirchberg (Alb-Donau-Kreis) zum Teil mehrfach vergewaltigt hatten. Dennoch erging ein – mittlerweile in solchen Fällen gewohnt -mildes Urteil:

Zwei der Angeklagten müssen nun für zwei Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Das Gericht sprach einen der Angeklagten der Vergewaltigung und gefährlichen Körperverletzung sowie den anderen der Vergewaltigung in drei Fällen schuldig. Die beiden anderen Angeklagten müssen für zwei Jahre und zwei Monate in Haft. Einer wurde der Vergewaltigung, der andere der Beihilfe zur Vergewaltigung und der gefährlichen Körperverletzung schuldig gesprochen. Ein 16 Jahre alter Iraner war ursprünglich mitangeklagt. Das Verfahren gegen ihn war aber nach der Verständigung auf einen Täter-Opfer-Ausgleich eingestellt worden. Bei dem 16-jährigen Asylanten handelte es sich um den Bekannten des Opfers.

Die 17 bis 26 Jahre alten Männer hatten die meiste Zeit des im Juli 2020 begonnenen Prozesses geschwiegen. Der Vorsitzende Richter wertete es laut der Berliner Zeitung demnach als strafmildernd, dass sie sich gegen Ende des Verfahrens teilweise doch zu den Taten geäußert hatten. Die Strafen gegen die Asylbewerber seien „nahezu am untersten Rand“ des Strafmaßes angesiedelt, sagte der Richter bei der Urteilsverkündung. „Es gab Zweifel und es sind auch noch Zweifel vorhanden.“

Der Prozess sei vor allem durch die schwierige Vernehmung des Opfers geprägt gewesen. Erschütternd hierbei: „Im Verlauf des Prozesses stellte sich heraus, dass die 14-jährige Geschädigte aufgrund ihrer psychischen Verfassung nicht mehr uneingeschränkt in der Lage war, zur weiteren Vernehmung zur Verfügung zu stehen. Es waren bei weiterer Vernehmung ernsthafte gesundheitliche Schäden zu erwarten“, so ein Sprecher des Gerichts am Dienstag gegenüber der JF.

Die Asylbewerber sollen die 14-Jährige im Herbst 2019 mit Betäubungsmitteln zunächst wehrlos gemacht und sich dann an ihr vergangen haben. Zuvor hatten sie die alkoholisierte Jugendliche überredet, mit ihnen zu der „Flüchtlingsunterkunft“ in Illerkirchberg zu fahren. Die Schülerin hatte später ihren Eltern und der Polizei von den Verbrechen in der Halloween-Nacht und am Tag danach erzählt. (SB)

 

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