Neues korruptes Bandenmitglied? Jetzt ist Frankfurts OB Feldmann wegen des Verdachts der Vorteilnahme dran

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Peter Feldmann (Bild: Olaf Kosinsky ; siehe Link; CC BY-SA 3.0 de

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main ermittelt gegen Frankfurts SPD-Oberbürgermeister Peter Feldmann. Er soll sich und seiner jungen Frau im Zusammenhang mit der unglaublichen AWO-Affäre Vorteile verschafft haben. 

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat im Zuge der AWO-Affäre in Hessen Ermittlungen gegen den Frankfurter SPD-Oberbürgermeister Peter Feldmann und seine Ehefrau aufgenommen. Gegen den SPD-Funktionär Feldmann bestehe der Verdacht der Vorteilsnahme, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft der Nachrichtenagentur AFP mit. Auch seine  Frau stehe wegen Beihilfe zur Vorteilsnahme unter Verdacht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt zudem gegen einen Verantwortlichen der Arbeiterwohlfahrt (AWO) wegen Vorteilsgewährung, berichtete hierzu das Nachrichtenmagazin n-tv.

Die holde Frau Oberbürgermeisterin, Zübeyde Feldmann, soll im Jahr 2015 – damals noch nicht mit Frankfurts OB verheiratet aber liiert – mit gerade einmal 29 Jahren als Leiterin der von der AWO betriebenen deutsch-türkischen Kita „dOSTluk“ ein deutlich höheres Gehalt als andere Mitarbeiter in vergleichbaren Positionen bezogen haben. Während ihrer Elternzeit soll die Dame laut der Hessenschau zudem mit einem Dienstwagen im Wert von 40.000 Euro, den sie von ihrem Arbeitgeber, der AWO, erhalten haben soll, durch die Gegend kutschiert sein.

Feldmann, aktuell noch Oberbürgermeister von Frankfurt, hat ebenfalls engste Verflechtungen mit der AWO. Vor seiner Wahl ins Chefzimmer im Römer hatte der SPD-Funktionär eine Stabsstelle für Belegungsmanagement bei der zur AWO Frankfurt gehörenden Johanna-Kirchner-Stiftung inne. „Er war nicht der Erste aus der SPD, der versorgt wurde“, erinnert sich eine ehemalige AWO-Mitarbeiterin, die aus verständlichen Gründen anonym bleiben will, im vergangenen Jahr gegenüber der hessenschau. Für Feldmann sei eine Stelle geschaffen worden, die es vorher nicht gegeben habe und die nach seinem Wechsel in das OB-Amt auch nicht mehr besetzt worden sei, heißt es hierzu aus anonymer Quelle. „Man nannte diese Stelle Belegungsmanagement, obwohl dafür schon drei Mitarbeiter zuständig waren“, so die Ex-Mitarbeiterin weiter.

Der Sozialdemokrat Feldmann „reagierte“ im September 2020 mit einer „Transparenzoffensive“ und ließ seinen Steuerbescheid von 2018 im Internet veröffentlichen. Zeitgleich leitete das hessische Innenministerium auf Wunsch Feldmanns ein Disziplinarverfahren gegen ihn ein. (SB)

 

 

 

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