Demnächst auch bei uns? Österreich riegelt Städte wegen „kritischer Inzidenzwerte“ militärisch ab

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Neue "Helden" des Corona-Alltags: Soldaten und Testpersonal (Symbolbild:Imago/IP3press)

Je eher man eigentlich davon ausgehen müsste, dass sich weltweit allmählich eine – zumindest ungefähre – Vorstellung des gigantischen Fehlalarms durchsetzt, der im Namen einer Virusinfektion seit einem Jahr exerziert wird, und je eher sich nun auch für die real gefährdeten Risikogruppen durch die Impfungen eine allmähliche Entwarnung abzeichnet: Umso hysterischer reagieren Staaten inzwischen auf völlig aussagelose Inzidenzzahlen und „Neuinfektionen“. Es ist, als wollten sich die Corona-Regimes mit allen Mitteln gegen die Renormalisierung zur Wehr setzen.

Kürzlich hatte schon Finnland den Ausnahmezustand verhängt, doch nun geht es in unserem südöstlichen Nachbarland noch irrer zu: In Österreich, das in den vergangenen Wochen als geradezu hoffnungsfrohes Gegenmodell zu Merkels Lockdown-Deutschland galt – mit Gastro- und Geschäftswiederöffnungen und Ende harter Kontaktbeschränkungen (bei gleichzeitiger Umsetzung einer Teststrategie, die dort wenigstens leidlich funktioniert, anders als bei uns) – dreht die Regierung nun völlig frei und setzt anscheinend auf die „chinesische Lösung“. Je näher die scheinbare „Erlösung“ durch die Impfung – im Sommer oder Herbst – rückt, umso finsterer wird die Corona-Realität für die Bürger, die inzwischen fast nur noch durch die Maßnahmen negativ betroffen sind und so gut wie nie durch das Virus selbst.

Nachdem die Kurz-Regierung bereits „Hochrisikozonen“ wie Tirol oder zuletzt den Salzburger Bezirk Pongau und den Kärtner Bezirk Hermagor wegen zu hoher Inzidenzwerte von über 400 gesperrt hatte, wird nun erstmals eine ganze Stadt polizeilich UND unter Zuhilfenahme des Militärs (!) eingekesselt und hermetisch abgeriegelt: Aus der Wiener Neustadt, 50 Kilometer von der Hauptstadt Wien entfernt, darf ab Mittwoch keiner mehr hinaus und es darf auch keiner mehr hinein, der keinen negativen Schnelltest vorweisen kann. Es ist das erste Mal, dass in Friedenszeiten eine urbane Ballungszone militärisch dichtgemacht wird. Grund ist, dass die Stadt mit einem 7-Tages-Wert von 530 die zweithöchste Inzidenz von ganz Österreich hat, wie die „Welt“ berichtet.

Überzogen und unverhältnismäßig, aber außer Diskussion

Die Maßnahme wird als eine Art notwendiges Übel verpackt, das ein in Kauf zu nehmen sei, wenn man sich anstelle harter flächendeckender Lockdowns für „punktuelle Öffnungen“ entscheidet – die dann, bei entsprechenden „Fallzahlen“, jederzeit widerrufen werden können und zu sogar noch martialischeren staatlichen Schutzmaßnahmen führen. Exakt dies wird uns auch in Deutschland blühen, wenn es hier je zu echten Öffnungen kommt – und die sklavische Unterwerfung unter „Inzidenzen“ laborbestätigter Testungen ohne jeden Krankheitswert, ohne irgendeinen Aussagegehalt zu symptomatischen oder gar schweren Covid-Fällen, wird uns potentiell ein Leben lang begleiten. In der Wiener Neustadt, wo es keine Überlastung des Gesundheitssystems gibt und keine Übersterblichkeit, hat niemand mehr Verständnis für die Regierungsentscheidung. In einem Radio-Interview kann Bürgermeister Klaus Schneeberger nur mit dem Kopf schütteln – und spricht davon, dass die 400er-Inzidenz-Marke für Abriegelung völlig „überzogen“ sei. Dennoch mache er seinen Job – „weil es meine Aufgabe ist.“ Dies ist die irrwitzige Logik aller Pandemiefunktionäre, die diesen modernen Hexenwahn am Laufen halten.

Die psychologisch verheerende, grotesk unverhältnismäßige Fortsetzung des Lockdowns mit anderen Mitteln; die Bereitschaft, nunmehr sogar mit Waffengewalt ganze Siedlungen abzusperren und die Menschen voreinander „zu schützen“ wegen einer real überhaupt nicht mehr existenten Virusbedrohung (die in den Ausnahmefällen, wo sie tatsächlich Opfer fordert, keinesfalls gefährlicher ist als -zig Krankheiten und Lebensrisiken, mit denen wir schon immer ganz normal und selbstverständlich gelebt haben): All dies verdeutlicht die Tragweite einer kollektiven Psychose, die nicht nur Deutschland, sondern die gesamte westliche Welt inzwischen ergriffen hat. Man kann die Pandemie-Politik vergleichen mit einer Allergie, einem verrückt spielenden Immunsystem, dessen heftige Überreaktionen den Organismus weit mehr bedrohen als der Phantomerreger, gegen den er sich aufbäumt. (DM)

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