Freispruch für Prof. Kutschera: Meinung ist vom Grundgesetz geschützt!

0
Prof. Ulrich Kutschera, Evolutionsbiologe (Foto: Imago)

Der renommierte Biologieprofessor Prof. Dr. Ulrich Kutschera wurde vor Gericht gezerrt, weil er in einem Interview fachwissenschaftlich begründete Positionen zur Homo-Ehe und zum angeblichen Adoptionsrecht für Homosexuelle vertreten hatte. Nun wurde in zweiter Instanz freigesprochen. 

Der international renommierte Biologieprofessor Ulrich Kutschera sprach 2017 in einem Interview mit kath.net davon, dass „ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare sei “staatlich geförderte Pädophilie mit schwerstem Kindesmissbrauch”, die Homo-Ehe eröffne zudem ein “mögliches Horror-Kinderschänder-Szenario”. Kutschera stellte dar, dass sich die Berechtigung seiner Äußerungen auch durch Erkenntnisse anderer Biologen belegen lasse. Dies brachte Kutschera eine Fülle von Volksverhetzung- und Beleidigungsklagen ein.

Kutschera war in erster Instanz wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 6.000 Euro verurteilt worden. Kutschera hatte das Verfahren als „Präzedenzfall der Abschaffung der Wissenschafts- und Meinungsfreiheit in diesem Land“ bezeichnet und angekündigt, seinen Fall – falls nötig – bis vor das Bundesverfassungsgericht zu tragen.

Das Landgericht Kassel kam in dem Strafverfahren am 2.3., das erneut auf den Vorwurf der „Beleidigung“ lautete, zu dem Schluss, dass die Äußerungen Kutscheras „vom Grundgesetz geschützte Meinung“ sei, „die auch scharf und verletzend sein dürfe. Auch Aussagen, die für viele Menschen schwer erträglich seien, seien nicht gleich strafbar“, berichtete hierzu die öffentlich-rechtliche „Hessenschau“, über die Urteilsbegründung.

Die Staatsanwaltschaft konnte sich mit ihrer Behauptung, dass es sich bei den Aussagen Kutscheras nicht nur um Beleidigung, sondern sogar um Volksverhetzung gehandelt habe, nicht durchsetzen. Die Begründung des Kasseler Landgerichts wurde bisher noch nicht veröffentlicht. Wie an den vorherigen Verhandlungstagen führen vor dem Gerichtssaal mehrere Dutzend „Studierende“ in einer unter anderem vom „Autonomen Queer*-Referat der Kasseler Universität“ organisierten Mahnwache ihren Protest gegen Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit auf.

Dass Kutschera mit seinen Einschätzung mutmaßlich richtig liegen könnte, zeigen Veröffentlichungen zum Berliner Pädosexuellen-Skandal. Eine Studie zeigt auf, wie sich Pädosexuelle in Berlin ungestört dem Sex mit Kindern und Jugendlichen widmen konnten. (SB)

Keine Zensur: Folgt uns auf Telegram